Urteil des VG Münster vom 29.11.2010, 9 L 486/10

Entschieden
29.11.2010
Schlagworte
Wissenschaft und forschung, Zahl, Berechnung, Festsetzung, Professor, Verfügung, Höhe, Hochschule, Studienjahr, Inhalt
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Verwaltungsgericht Münster, 9 L 486/10

Datum: 29.11.2010

Gericht: Verwaltungsgericht Münster

Spruchkörper: 9. Kammer

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 9 L 486/10

Schlagworte: gewichteter Curricularanteil Anteilquote

Normen: § 12 KapVO

Leitsätze: Kapazitätsermittlung im Bachelor-Studiengang Economics and Law, Wintersemester 2010/2011, 1. Fachsemester, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Tenor: Der Antrag wird abgelehnt.

Die Antragstellerin trägt die Kosten des Verfahrens.

Der Streitwert wird auf 5.000,00 Euro festgesetzt.

G r ü n d e 1

I. 2

3Die Antragstellerin begehrt im Verfahren der einstweiligen Anordnung die vorläufige Zulassung zum Bachelor-Studium im Studiengang Economics and Law (1-Fach- Bachelor) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU Münster) zum 1. Fachsemester nach den tatsächlichen und rechtlichen Verhältnissen des Wintersemesters (WS) 2010/2011 außerhalb der normativ festgesetzten Aufnahmekapazität.

4Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein- Westfalen (MIWF) hat durch die Verordnung über die Festsetzung von Zulassungszahlen und die Vergabe von Studienplätzen im ersten Fachsemester für das Wintersemester 2010/2011 (ZulassungszahlenVO) vom 25. Juni 2010 (GV. NRW. 2010, 354, 357) die Zahl der von der WWU Münster zum WS 2010/2011 in diesem Studiengang aufzunehmenden Studienanfänger(innen) auf 33 festgesetzt:

5Nach der der Antragstellerin zur Kenntnis gebrachten Mitteilung der Antragsgegnerin (Schriftsatz vom 19. Oktober 2010) steht dieser Sollzahl eine tatsächliche

Einschreibungszahl an Studienanfängern/Studienanfängerinnen von 37 (Stand: 18. Oktober 2010 nach Abschluss des Vergabeverfahrens) gegenüber.

6Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf den Inhalt der Gerichtsakten und der von der Antragsgegnerin auf Anforderung des Gerichts vorgelegten Kapazitätsunterlagen sowie der hierauf bezogenen Erläuterungen verwiesen.

II. 7

8Der auf den Erlass einer einstweiligen Anordnung gerichtete Antrag hat jedenfalls mangels glaubhaft gemachten Anordnungsanspruchs keinen Erfolg.

9Die Antragstellerin hat nicht glaubhaft gemacht, dass der Antragsgegnerin im Studiengang Economics and Law (Bachelor) zum WS 2010/2011 über die Zahl der tatsächlich vergebenen Studienplätze hinaus (zumindest) ein freier Studienanfängerplatz zur Verfügung steht, der ggf. nach Maßgabe eines gerichtlich anzuordnenden Losverfahrens unter ihrer Beteiligung - vergeben werden könnte, § 123 Abs. 3 VwGO, §§ 920 Abs. 2, 294 Abs. 1 ZPO.

10Das Gericht hat keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Studienplätze für das erste Fachsemester des verfahrensbetroffenen Studiengangs entsprechend den Angaben der Antragsgegnerin vom 19. Oktober 2010 besetzt sind. Durch diese tatsächliche Besetzungszahl von 37, die offenbar auf einer erfolgten Überbuchung (vgl. § 7 Abs. 3 letzter Satz VergabeVO NRW) und einem entsprechenden Annahmeverhalten der zugelassenen Bewerber(innen) beruht, wird die im ministeriellen Kapazitätsfestsetzungsverfahren abschließend ermittelte Zulassungszahl von 33, die der in der Zulassungszahlenverordnung in dieser Höhe festgesetzten Zulassungszahl für das WS 2010/2011 für Studienanfänger/innen entspricht, abgedeckt und sogar um die Zahl 4, mithin um über 10% überschritten.

11Nach dem Ergebnis der im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes durchgeführten Überprüfung der von der Antragsgegnerin überreichten und erläuterten Kapazitätsunterlagen ist es - auch unter Einbeziehung des Vortrags der Antragstellerin - nicht überwiegend wahrscheinlich, dass über die tatsächlich vergebenen Plätze hinaus im verfahrensbetroffenen Studiengang noch weitere Studienanfängerplätze zur Verfügung stehen.

12Rechtsgrundlage für die Kapazitätsermittlung für das Studienjahr 2010/2011 und damit für das WS 2010/2011 ist die Verordnung über die Kapazitätsermittlung, die Curricularnormwerte und die Festsetzung von Zulassungszahlen (Kapazitätsverordnung KapVO) vom 25. August 1994 (GV. NRW. 1994, 732), zuletzt geändert durch die Dritte ÄnderungsVO vom 12. August 2003 (GV. NRW. 2003, 223).

13Der Festsetzung der Zulassungszahl liegt nach diesen Bestimmungen der KapVO, die mit den in Abschnitt 3 Art. 6 des Staatsvertrages vom 5. Juni 2008 (GV. NRW. 2008, 714 und hierzu Ratifizierungsgesetz in Art. 1 des Hochschulzulassungsreformgesetzes NRW vom 18. November 2008, GV. NRW. 2008, 710) nochmals bekräftigten Maßgaben übereinstimmen, die jährliche Aufnahmekapazität zugrunde, die auf die einzelnen Vergabetermine (Wintersemester bzw. Sommersemester) aufgeteilt wird. Die

Aufnahmekapazität für den Berechnungszeitraum 2010/2011 wird ermittelt durch Berechnung aufgrund der zum 1. März 2010 5 Abs. 1 KapVO) erhobenen und zum letzten Berechnungsstichtag (hier: zum 15. September 2010, § 5 Abs. 3 KapVO) überprüften Daten zum Lehrangebot nach Maßgabe der Vorschriften des Zweiten Abschnitts der KapVO. Dieses Berechnungsergebnis ist sodann anhand der weiteren kapazitätsbestimmenden Kriterien nach den Vorschriften des Dritten Abschnitts dieser Verordnung zu überprüfen.

1. Lehrangebot: 14

Die Antragsgegnerin (Berichte vom 19. März 2010 zum Berechnungsstichtag 1. März 2010 - und zuletzt vom 22. September 2010 zum letzten Überprüfungszeitpunkt 15. September 2010 -, die sich das Ministerium nach Prüfung zu eigen gemacht hat) ist bei der Berechnung nach den Vorschriften des Zweiten Abschnitts der KapVO auf der Lehrangebotsseite davon ausgegangen, dass der Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften der WWU Münster, der der Studiengang Economics and Law zutreffend zugeordnet ist 7 Abs. 1, Sätze 1 u. 2 KapVO), zum maßgeblichen Berechnungsstichtag für das Studienjahr 2010/2011 insgesamt 124,50 Personalstellen zur Verfügung stehen.

16Das Gericht geht nach Prüfung der vorgelegten Kapazitätsunterlagen und der hierauf bezogenen Erläuterungen der Antragsgegnerin in den Kapazitätsberichten davon aus, dass mit diesen Stellen und deren Verteilung auf die einzelnen Stellengruppen das der Lehreinheit für das Studienjahr 2010/2011 kapazitätsbeachtlich zur Verfügung stehende Lehrpersonal beanstandungsfrei erfasst ist.

17Der vom Gericht vorgenommene Abgleich der im Kapazitätsermittlungsverfahren des Studienjahres 2010/2011 vom Ministerium entsprechend den Meldungen der Hochschule eingestellten Anzahl und Verteilung der der Lehreinheit zuzuordnenden Stellen mit der von der Antragsgegnerin vorgelegten "Gesamtübersicht der wissenschaftlichen Stellen: Stellenplan 2010 einschl. der Stellen, die aus Hochschulpaktmitteln finanziert werden, Stellenplan lt. Haushaltsplan, 15.9.2010" hat keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, in der Lehreinheit seien weitere - oder anders zuzuordnende - kapazitätsrelevante Stellen wissenschaftlichen Personals vorhanden.

18Ebenso wenig ist etwas für die Annahme etwa aufgrund des Vortrags der Antragstellerin - hervorgetreten, für einzelne Stelleninhaber sei aufgrund individuell abweichender Lehrverpflichtung bzw. aus sonstigen Gründen über das in die Kapazitätsberechnung bereits angesetzte Maß hinaus eine höhere Lehrleistungsverpflichtung, als nach der Lehrverpflichtungsverordnung (LVV) bestimmt, vereinbart worden. Auch besteht kein Grund für die Annahme, in der Lehreinheit seien als befristet beschäftigt eingestufte Wissenschaftliche Angestellte tätig, deren Befristung zum Berechnungsstichtag durch eine arbeitsgerichtliche Entscheidung oder aufgrund übereinstimmender Abrede der Vertragsparteien in Wegfall geraten sei.

19Vgl. zum Stellenprinzip auch in jüngerer Zeit: OVG NRW, Beschluss vom 2. März 2010 13 C 11/10 u.a. -, Bl. 3 Mitte des amtlichen Umdrucks, auch www.nrwe.de

20

Nach alledem ist für den Berechnungszeitraum 2010/2011 von folgendem Stellenbestand der Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften und dem nachstehend 15

bezifferten (unbereinigten) Lehrdeputat entsprechend den Regelungen der LVV auszugehen:

21

Stellengruppe Deputat je Stelle in DS Anzahl Stellen 2010/11 Summe DS 2010/11

W3 Universitäts-professor 9 23 207

W2 Universitäts-professor 9 4 36

W1 Junior-Professor 4 13 52

A15 - 13 Akad. Rat mit ständigen Lehraufgaben 9 9 81

A15 - 13 Akad. Rat ohne ständige Lehraufgaben 5 5 25

A15 13 Studienrat im Hochschuldienst 13 2 26

A 14 Akad. Oberrat auf Zeit 7 3 21

A 13 Akad. Rat auf Zeit 4 19 76

TV-L Wiss. Angestellter (befristet) 4 43,5 174

TV-L Wiss. Angestellter (unbefristet) 8 3 24 22

Summe der Stellen und das hieraus folgende Lehrangebot in DS: 124,50 722 23

24Dieses Gesamtlehrdeputat von (unbereinigt) 722 DS ist in Übereinstimmung mit der von der Wissenschaftsverwaltung zugrunde gelegten Berechnung gemäß § 5 Abs. 1 LVV um insgesamt 6,75 DS individuell zu kürzen. Nach Satz 2 dieser Bestimmung wird die Lehrverpflichtung um 75 v.H. in Ausnahmefällen um 100 v.H. für die Wahrnehmung der Funktion der Dekanin oder des Dekans ermäßigt. Diesen Voraussetzungen folgend ist im letzten Kapazitätsbericht der Hochschule für die Übernahme des Amtes des Dekans des Fachbereichs 4 (Wirtschaftswissenschaften) durch Professor Dr. B. (W 3) zutreffend eine Ermäßigung von 6,75 DS bejaht worden.

25Weiter ist gemäß § 10 KapVO eine Erhöhung des Lehrdeputats im Umfang von 40,91 DS vorgenommen worden. Das Gericht geht nach dem Inhalt der vorgelegten Unterlagen davon aus, dass damit die im maßgeblichen Zeitraum (hier: SS 2009 und WS 2009/2010) im Durchschnitt in der Lehreinheit Betriebswirtschaftslehre angefallenen sowie in die Berechnung einzubeziehenden der Pflichtlehre zugehörigen Lehrauftragsstunden einschließlich solcher, die aus Mitteln des Hochschulpaktes finanziert wurden, erfasst sind. Durchgreifende Anhaltspunkte, die Zweifel an dem Ansatz der berücksichtigten Lehrauftragsstunden wecken könnten, bestehen nicht.

26Das Lehrangebot ist weiterhin gemäß § 11 KapVO um die Dienstleistungen zu vermindern, welche die Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften für 8 nicht zugeordnete, im einzelnen in den Kapazitätsberichten benannte Master- und Bachelorstudiengänge erbringt. Die insoweit zum Berechnungsstichtag angesetzten und im Verwaltungsverfahren erläuterten Einsatzwerte (Curricularanteile und die voraussichtlichen Studienanfängerzahlen), die zu einem Dienstleistungsexport von (3,00 DS + 0,33 DS + 1,44 DS + 6,90 DS + 0,77 DS + 0,32 DS + 1,15 DS + 16,88 DS =) 30,79 DS führen, sind nach summarischer Prüfung bedenkenfrei.

27Unter Berücksichtigung der individuellen Lehrleistungsermäßigung und dieser Dienstleistungen ergibt sich damit ein bereinigtes Lehrangebot je Semester (Sb) in Höhe von (722 DS + 40,91 DS 6,75 DS 30,79 DS =) 725,37 DS; woraus ein bereinigtes Lehrangebot für das Studienjahr 2010/2011 von (2 x Sb = 2 x 725,37 =) 1450,74 DS folgt.

2. Lehrnachfrage und Aufnahmekapazität 28

Für die Berechnung der jährlichen Aufnahmekapazität ist zur Berücksichtigung der Lehrnachfrage aller der Lehreinheit zugeordneten Studiengänge unter Anwendung von Anteilquoten 12 KapVO) und der auf die Lehreinheit vom Curricularnormwert (CNW) entfallenden Curricularanteile (CAp) der zugeordneten Studiengänge 13 Abs. 4 KapVO) ein gewichteter Curricularanteil (CA) anzusetzen. Zugeordnet sind der Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften 8 Bachelor- bzw. Masterstudiengänge einschließlich des vorliegend in Rede stehenden Studienganges Economics and Law (Bac.). Die Hochschule hat zur Feststellung der Anteilquote für diesen Studiengang einen CNW von 2,40, einen Eigenanteil von 1,20 sowie eine vorjährige Bewerberzahl von 510 Studienanfängern in ihrer Kapazitätsberechnung zugrunde gelegt. Für die weiteren 7 Studiengänge hat sie die dementsprechenden Parameter ermittelt. Diese Zahlen in das Verhältnis zueinander gesetzt, folgt daraus für den Studiengang Economics and Law (Bac.) ein Anteil von 3,7 % und damit eine Anteilquote von 0,037. Der gewichtete, auf die Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften entfallende Curricularanteil aller ihr zugeordneten Studiengänge beträgt insgesamt 1,79. Ein greifbarer Grund zu Beanstandungen dieser Eingabeparameter und der hierauf aufbauenden mathematischen Berechnungen der Hochschule und der Wissenschaftsverwaltung kann das Gericht nicht feststellen.

30Ausgehend von dem bereinigten Jahreslehrangebot in Höhe von 1450,74 DS und dividiert mit dem gewichteten Curricularanteil ergibt sich ein Studienplatzangebot in Höhe von (1450,74 DS : 1,79 =) 810,47 Studienplätzen, gerundet 810 Studienanfängerplätze.

31

Nach der Formel (5) der Anlage 1 zu § 6 KapVO ermittelt sich damit eine jährliche Aufnahmekapazität Ap von (810 x 3,7 % =) 29,97, gerundet 30 im Studiengang Economics and Law (Bac.). Soweit die Antragsgegnerin bei Vornahme des entsprechenden Berechnungsvorgangs zur Feststellung des jeweiligen Anteils der 7 weiteren der Lehreinheit Betriebswirtschaftslehre zugeordneten Studiengänge an der Gesamtkapazität lediglich 778 Studienplätze errechnet hat, wird damit die oben ermittelte Gesamtzahl von 810 mit (778 + 30 =) 808 Studienplätzen um 2 unterschritten. Diese Differenz ist möglicherweise auf Rundungsdifferenzen bei der Festsetzung der jeweiligen Zulassungszahl zurückzuführen. Im Ergebnis bleibt sie hier allerdings wie 29

unten dargestellt wird unbeachtlich.

32Die auf Grund des Zweiten Abschnitts der KapVO errechnete jährliche Aufnahmekapazität von 30 Studienplätzen ist nach den Vorschriften des Dritten Abschnitts der KapVO zu überprüfen. Das führt auf der Grundlage des nach dem so genannten Hamburger Modell

33vgl. hierzu etwa aus jüngerer Zeit: OVG NRW, Beschluss vom 2. März 2010 - 13 C 11/10 u.a. -,

34kapazitätsgünstig angesetzten Schwundfaktors von 1/0,91 zu einer Erhöhung im Wege des Schwundausgleichs (§§ 14 Abs. 3 Nr. 3, 16 KapVO) auf (30 : 0,91 =) 32,96, gerundet 33 Studienplätze. Diese Zulassungszahl entspricht dem Inhalt der ZulassungszahlenVO. Sie ist mit 37 tatsächlichen Einschreibungen nicht nur abgedeckt, sondern sogar um die Zahl 4 überschritten worden.

35Wird bei der Erhöhung der Studienanfängerzahl im Wege des Schwundausgleichs nicht die oben ermittelte Zahl von 30, sondern eine um die o.g. Differenz von 2 Studienplätzen auf 32 erhöhte Zahl zu Gunsten gerade der Studienbewerber im Studiengang Economics and Law zugrunde gelegt, errechnen sich (32 : 0,91 =) 35,16, gerundet 35 Studienplätze. Angesichts 37 tatsächlicher Einschreibungen sind dann freie Plätze für Studienanfänger ebenfalls nicht festzustellen. Damit kommt auch, soweit dies geltend gemacht worden ist, eine vorläufige Zulassung zum Studium innerhalb der festgesetzten Kapazität nicht in Betracht.

36Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO. Die Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 52 Abs. 1, 53 Abs. 2 Nr. 1 GKG. Sie entspricht der ständigen Praxis des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen und des beschließenden Gerichts in Verfahren der vorliegenden Art.

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Anmerkungen zum Urteil