Urteil des VG Köln vom 16.05.2003, 3 L 922/03

Entschieden
16.05.2003
Schlagworte
Schule, Englisch, Aktiven, Datum
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Verwaltungsgericht Köln, 3 L 922/03

Datum: 16.05.2003

Gericht: Verwaltungsgericht Köln

Spruchkörper: 3. Kammer

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 3 L 922/03

Tenor: 1. Der Antrag wird abgelehnt.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens..

2. Der Streitwert wird auf 2000,00 EUR festgesetzt.

G r ü n d e 1

2Der nunmehr nur noch gestellte Antrag, dem Antragsgegner im Wege der einstweiligen Anordnung

3aufzugeben, hinsichtlich der Bewerbung des Antragstellers um 5 Stellen außerhalb der Gesamtschule S. die Freigabe zu erklären,

hat keinen Erfolg. 4

5Eine einstweilige Anordnung nach § 123 Abs. 1, Abs. 3 VwGO i.V.m. §§ 920 Abs. 2, 294 ZPO kann nur ergehen, wenn der Antragsteller glaubhaft gemacht hat, dass ihm ein Anspruch auf die begehrte Leistung zusteht (Anordnungsanspruch), dieser Anspruch gefährdet ist und durch vorläufige Maßnahmen gesichert werden muss (Anordnungsgrund).

6Diese Voraussetzungen liegen nicht vor. Denn nach dem bisher unterbreiteten Sachund Streitstand ist davon auszugehen, dass der von dem Antragsteller begehrten Freigabe gravierende schulfachliche Gründe entgegenstehen. Der Antragsgegner hat für das vorliegende Eilverfahren ausreichend substantiiert vorgetragen, dass der Antragsteller an der Gesamtschule S. als Lehrkraft für das Fach Englisch dringend benötigt wird. In diesem Zusammenhang hat der Antragsgegner unwidersprochen ausgeführt, dass die Gesamtschule S. mit 1,54 Stellen unterbesetzt ist und einem Bedarf an Stunden im Fach Englisch von 176 Stunden 132 Fachlehrstunden gegenüberstehen, somit 44 Fachstunden fehlen. Dass persönliche Gründe des Antragstellers trotz dieser entgegenstehenden dienstli- chen Interessen die vom ihm gewünschte Freigabe

zwingend gebieten, ist nicht glaubhaft gemacht. Insoweit hat der Antragsgegner zutreffend darauf hingewiesen, dass dem Antragsteller bei Annahme des Einstellungsangebotes zum 02.08.1999 bekannt war, dass seine Einstellung gerade zur Abdeckung des an der in Rede ste- henden Schule bestehenden fachspezifischen und personellen Bedarfs erfolgte und dass von daher einem etwaigen Versetzungsantrag auf absehbare Zeit nicht ent- sprochen werden konnte. Auch wird dem Antragsteller nicht auf Dauer ein Lauf- bahnwechsel verwehrt, da seine Bewerbung auf alle ausgeschriebenen Stellen für den Laufbahnwechsel nach einer Mindestbeschäftigungszeit von 5 Jahren im aktiven Schuldienst ohne Freigabe möglich wird. Da ihm der Antragsgegner darüber hinaus auch die Teilnahme am Auswahlverfahren für die an seiner Schule ausgeschriebene Stelle ermöglicht hat, ist nicht ersichtlich, dass die von dem Antragsgegner angezeig- ten dienstlichen Interessen gegenüber den persönlichen Interessen des Antragstel- lers zurückzutreten hätten.

Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO. Die Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 20 Abs. 3, 13 Abs. 1 GKG. 7

VG Köln (antragsteller, beurteilung, beförderung, aufschiebende wirkung, überwiegende wahrscheinlichkeit, vorschrift, anordnung, stichtag, bewerber, beschwerde)

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