Urteil des SozG Berlin, Az. S 165 SF 2027/09 E

SozG Berlin: thüringen, hessen, auflage
Sozialgericht Berlin
Beschluss vom 27.01.2010 (nicht rechtskräftig)
Sozialgericht Berlin S 165 SF 2027/09 E
Die Erinnerung gegen den Vergütungsfestsetzungsbeschluss der Urkundsbeamtin des Sozialgerichts Berlin vom 21.
April 2009 wird zurückgewiesen.
Gründe:
Von einer weiteren Darstellung der Gründe wird abgesehen. Das Gericht verweist zur Begründung in entsprechender
Anwendung von § 153 Abs. 2 Sozialgerichtsgesetz (SGG) nach eigener Prüfung auf die nach Ansicht der Kammer
zutreffenden Gründe der angefochtenen Entscheidung (vgl. Meyer-Ladewig, Sozialgerichtsgesetz, 8. Auflage 2005, §
142 Randziffern 5, 5 a, 5 b, 5d m. w. N.).
Ergänzend weist die Kammer auf folgendes hin:
Entgegen der Ansicht des Erinnerungsführers stellt die Dauer eines Termins grundsätzlich – jedenfalls bei einem (wie
hier am 31. März 2009) tatsächlich durchgeführten Termin - neben den weiteren Ermessenskriterien des § 14 RVG ein
Bemessungskriterium zur Bestimmung der Höhe der Terminsgebühr nach Nr. 3106 VV RVG dar, SG Augsburg vom
22. Dezember 2008 – S 3 SF 68/08 KO – und vom 9. Februar 2009 – S 3 SF 122/08 KO; LSG Hessen vom 25. Mai
2009 – L 2 SF 50/09 E; LSG Nordrhein-Westfalen vom 31. Mai 2007 – L 10 B 6/07 SB - und vom 15. Januar 2007 – L
19 B 14/06 AL; LSG Sachsen vom 21. März 2007 – L 6 B 17/07 AS-KO – und - L6 B 38/07 AS-KO; LSG Schleswig-
Holstein vom 12. September 2006 – S 2 SF 12/05 SK; LSG Thüringen vom 6. März 2008 – L 6 B 198/07 SF; SG
Berlin vom 28. Mai 2008 – S 49 SO 5824/05 (teilweise in www.sozialgerichtsbarkeit.de). Die Einschätzung einer
durchschnittlichen Verhandlungsdauer von 30 (bis 45) Minuten im angefochtenen Vergütungsfestsetzungsbeschluss
wird von der Kammer geteilt, vgl. zuletzt den Beschluss der 165. Kammer des SG Berlin vom 25. Januar 2010 - S
165 SF 1315/09 E – (in www.sozialgerichtsbarkeit.de).
Der von dem Erinnerungsführer zitierte Beschluss des SG Aachen vom 9. August 2005 – S 9 AL 18/05 – ist für den
vorliegenden Fall dagegen nicht einschlägig, denn dort war die Höhe einer "fiktiven" Terminsgebühr zu bestimmen,
nachdem ein Termin – im Gegensatz zum vorliegenden Fall - nicht stattgefunden hatte. (Nur) In jenen Fällen kann die
Dauer eines (hypothetischen) Termins denknotwendigerweise kein Kriterium sein (ständige Rechtsprechung der
Kostenkammern des SG Berlin, vgl. z.B. - S 164 SF 12/09 E – vom 21. Januar 2009, - S 165 SF 11/09 E – vom 2.
Februar 2009 (in juris, www.sozialgerichtsbarkeit.de, dort auch schon zum maßgeblichen Kriterium der
Verhandlungsdauer bei tatsächlich durchgeführtem Termin):
Das Verfahren ist gebührenfrei, Kosten werden nicht erstattet, § 56 Abs. 2 Satz 2 und 3 RVG.
Die Beschwerde gegen diese Entscheidung ist nicht statthaft, Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss
vom 20.06.2008, L 1 B 60/08 SF AL.