Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen vom 18.06.2001, 14 A 2337/01.A

Entschieden
18.06.2001
Schlagworte
Kosovo, Bedrohung, Emrk, Datum, Bestätigung
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Oberverwaltungsgericht NRW, 14 A 2337/01.A

Datum: 18.06.2001

Gericht: Oberverwaltungsgericht NRW

Spruchkörper: 14. Senat

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 14 A 2337/01.A

Vorinstanz: Verwaltungsgericht Münster, 4 K 1319/00.A

Tenor: Der Antrag wird auf Kosten des Klägers abgelehnt.

Gründe: 1

Der Antrag auf Zulassung der Berufung hat keinen Erfolg. 2

3Der Kläger hat keinen Zulassungsgrund gemäß § 78 Abs. 3 und Abs. 4 Satz 4 AsylVfG dargelegt. Insbesondere kommt der Rechtssache nicht die behauptete grundsätzliche Bedeutung zu. Der Senat hat mit Urteil vom 5. Mai 2000 - 14 A 3334/94.A - hinsichtlich des Abschiebungsschutzes gemäß § 53 Abs. 6 AuslG in Bestätigung seiner bisherigen Rechtsprechung festgestellt, dass die generelle Sicherheits- und Versorgungslage im Kosovo keinen individuellen Abschiebungsschutz erforderlich macht.

4Ferner hat er in ständiger Rechtsprechung entschieden, dass die besonderen Gefährdungen, denen die Roma im Kosovo als ethnische Gruppe ausgesetzt sind, es nicht gebieten, in verfassungskonformer erweiternder Auslegung des Gesetzes dieser Bevölkerungsgruppe individuellen Abschiebungsschutz zu gewähren, weil durch den aufgrund ministerieller Erlasse bestehenden Abschiebungsstop für die ethnischen Minderheiten im Kosovo eine Situation besteht, die einer generellen Regelung nach § 54 AuslG entspricht.

5Vgl. zuletzt Nr. 2 des Erlasses des Innenministeriums NRW vom 13. Dezember 2000 - I B 3/44 386 - B2/I 14 - Kosovo iVm Ziff. 4 des Beschlusses der ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) vom 23./24. November 2000 (TOP 8).

Diese Erlasslage sieht der Senat weiterhin als gegeben an. 6

Vgl. Nr. II des Erlasses des Innenministeriums NRW vom 8. März 2001. 7

8Damit ist zugleich etwaigen sich aus Art. 3 EMRK ergebenden Abschiebungsschutzbedürfnissen wegen der Bedrohung von ethnischen Minderheiten durch Angehörige der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo Rechnung getragen.

Vgl. Senatsbeschluss vom 28. November 2000 - 14 A 4183/00.A - und im Übrigen zu dem 9

Ganzen BVerwG, Beschluss vom 12. April 2001 - 1 B 21.01 -.

10Der Senat befindet sich hinsichtlich der Beurteilung der Lage im Kosovo, was den Abschiebungsschutz nach § 53 Abs. 6 AuslG betrifft, in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des ebenfalls für Asylsuchende aus dem Kosovo zuständigen 13. Senats des Gerichts.

Vgl. Beschlüsse vom 4. Mai 2000 - 13 A 307/00.A - und 2. Mai 2001 - 13 A 4889/99.A -. 11

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO, § 83b Abs. 1 AsylVfG. 12

Dieser Beschluss ist unanfechtbar. 13

14

OVG NRW (grundstück, wahrscheinlichkeit, teil, fahrbahn, zweifel, antrag, verwaltungsgericht, streitwert, breite, grünfläche)

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Anmerkungen zum Urteil