Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen vom 21.11.2005, 4 B 1651/05

Entschieden
21.11.2005
Schlagworte
Zukunft, Architekt, Grundstück, Projekt, Anfang, Erstellung, Datum
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Oberverwaltungsgericht NRW, 4 B 1651/05

Datum: 21.11.2005

Gericht: Oberverwaltungsgericht NRW

Spruchkörper: 4. Senat

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 4 B 1651/05

Vorinstanz: Verwaltungsgericht Köln, 1 L 1211/05

Tenor: Die Beschwerde wird auf Kosten des Antragstellers zurückgewiesen.

Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfahren auf 7.500,-- EUR festgesetzt.

G r ü n d e : 1

2Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Antragsteller dargelegten Gründe - nur diese hat der Senat gemäß § 146 Abs. 4 Sätze 1 und 6 VwGO zu prüfen - rechtfertigen keine Änderung des angefochtenen Beschlusses.

3Der Antragsteller macht hinsichtlich der Ausführungen des Verwaltungsgerichts, er sei vermögenslos und verfüge über kein alsbald umsetzungsfähiges Sanierungskonzept, geltend, er werde seine Steuerschulden von zur Zeit 30.000,00 EUR beim Finanzamt bis Anfang/Mitte nächsten Jahres bezahlen. Er habe einen Vertrag über die Erstellung eines Einfamilienhauses gehabt und bereits einen Bauantrag gestellt. Wenn dieser positiv beschieden werde, könne er aus diesem Projekt ein Honorar in Höhe von 55.000,00 EUR erzielen. Er habe noch für ein weiteres Bauvorhaben eine Bauvoranfrage gestellt. Sobald diese positiv beschieden sei, werde das Grundstück veräußert werden und er ein Honorar von 25.000,00 EUR erhalten.

4Mit diesen Ausführungen vermag der Antragsteller nicht zu belegen, dass er über ein Erfolg versprechendes Sanierungskonzept verfügt. Von einem planvollen nachvollziehbaren Sanierungskonzept kann nur dann die Rede sein, wenn die finanziellen Verhältnisse insgesamt, insbesondere auch die laufenden Einnahmen und Ausgaben sowie die sonstigen Verbindlichkeiten im Einzelnen offen gelegt werden. Denn nur dann ist nachvollziehbar, ob der Antragsteller in Zukunft in der Lage sein wird, seine Schulden zurückzuführen. Daran fehlt es vorliegend. Über welche Einnahmen der Antragsteller in Zukunft verfügen wird, ist völlig offen. Bei seinen Angaben handelt es sich um bloße Behauptungen, die nicht näher belegt sind. Somit bleiben seine

Honorarerwartungen letztlich im Ungewissen. Darauf, dass er bis zum Jahre 2000 als Architekt bei der AIA versichert gewesen ist, kommt es im vorliegenden Zusammenhang der wirtschaftlichen Leistungsunfähigkeit nicht an.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO, die Streitwertfestsetzung ergibt sich aus §§ 53 Abs. 3 Nr. 2, 52 Abs. 1 GKG. 5

Der Beschluss ist unanfechtbar. 6

7

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