Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen vom 19.05.2003, 5 A 1631/03.A

Entschieden
19.05.2003
Schlagworte
Serbien und montenegro, Flüchtlingshilfe, Kosovo, Tod, Asyl, Abschiebung, Fraktion, Gefahr, Datum
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Oberverwaltungsgericht NRW, 5 A 1631/03.A

Datum: 19.05.2003

Gericht: Oberverwaltungsgericht NRW

Spruchkörper: 5. Senat

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 5 A 1631/03.A

Vorinstanz: Verwaltungsgericht Düsseldorf, 11 K 5485/02.A

Tenor: Der Antrag der Kläger auf Zulassung der Berufung gegen das auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 20. Februar 2003 ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf wird zurückgewiesen.

Die Kläger tragen die Kosten des Antragsverfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

G r ü n d e : 1

Der Antrag auf Zulassung der Berufung ist unbegründet. 2

3Der Rechtssache kommt die geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylVfG) nicht zu. In der Rechtsprechung des beschließenden Gerichts ist geklärt, dass Angehörige der Roma in der - ehemaligen - Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) weder der Gefahr einer politischen Gruppenverfolgung noch allgemein einer „extremen Gefahrenlage" i.S.d. § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG ausgesetzt sind.

Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 30. Oktober 2002 - 5 A 1485/01.A -, m.w.N. 4

5Einen weiteren Klärungsbedarf zeigt die Antragsschrift nicht auf. Der vorgelegte Bericht der flüchtlingspolitischen Sprecherin der PDS-Fraktion Berlin aus Dezember 2002, der Reisebericht des nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel (zugleich Vorstandsmitglied des GGUA Flüchtlingshilfe e.V.) vom 12. März 2003 sowie der weitere, zusammen mit Frau Dr. Dehrendorf (Mitarbeiterin des GGUA Flüchtlingshilfe e.V. und Vorstandsmitglied des AK Asyl NRW e.V.) verfasste Bericht des genannten Landtagsabgeordneten über eine Reise nach Serbien und in den Kosovo vom 20. bis 26. Oktober 2002 belegen die in der Rechtsprechung des Senats bereits gewürdigte schlechte wirtschaftliche Lage der Roma, nicht aber, dass diese generell durch die Abschiebung im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts,

vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Juli 2001 - 1 C 2.01 -, InfAuslR 2002, 48 ff., m.w.N., 6

sehenden Auges dem Tod oder schwersten Verletzungen ausgesetzt würden. 7

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO, § 83b Abs. 1 AsylVfG. 8

Dieser Beschluss ist gemäß § 80 AsylVfG unanfechtbar. 9

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