Urteil des OLG Oldenburg vom 25.10.1988, 5 U 13/87

Aktenzeichen: 5 U 13/87

OLG Oldenburg: ausnahmefall, schmerz, datum

Gericht: OLG Oldenburg, 05. Zivilsenat

Typ, AZ: Urteil, 5 U 13/87

Datum: 25.10.1988

Sachgebiet: Kein Sachgebiet eingetragen

Normen: BGB § 823 ABS 1, ZPO § 286B

Leitsatz: Zu den Beweisanforderungen für Verletzungsfolgen

Volltext:

1.) Unfallbedingte Zerrungen und Dehnungen des Bindegewebes mit Dauerschäden (hier Lumboischiologie bei Beckenringlockerung und Coccygodynie - Steißbein- schmerz) kommen im Gegensatz zu Knochenverletzungen nur im extremen Ausnahmefall vor. Sie lassen sich regelmäßig auf Röntgenbildern oder Abbildungen der Computertomographie nachweisen.

2.) Bestehen kein aufklärbaren Widersprüche aufgrund verschiedener tatsächlicher Grundlagen oder unterschiedlicher Ausgangswertungen in widerstreiten- den Sachverständigengutachten einschließlich Privatgutachten, ist für eine zusätzliche Begutachtung durch einen Sachverständigen kein Raum. Es bleibt dann nur die abschließende Würdigung der Beweise durch das Gericht.

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