Urteil des LG Düsseldorf, Az. 21 S 235/06

LG Düsseldorf: unfall, schmerzensgeld, distorsion, kausalität, geschwindigkeit, form, datum, fahrzeug
Landgericht Düsseldorf, 21 S 235/06
Datum:
01.02.2007
Gericht:
Landgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
21.Zivilkammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
21 S 235/06
Tenor:
Die Berufung des Klägers gegen das am 24. Mai 2006 verkündete Urteil
des Amtsgerichts Düsseldorf – 43 C 17721/05 – wird zurückgewiesen.
Dem Kläger werden die Kosten des Berufungsverfahrens auferlegt.
Gründe:
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I.
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Von der Darstellung tatsächlicher Feststellung im Übrigen wird gemäß § 540 Abs. 2
ZPO i.V.m. § 313 a Abs. 1 S. 1 ZPO i.V.m. § 26 Nr. 8 EGZPO abgesehen.
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Der Kläger verfolgt mit der Berufung seinen Antrag auf Zahlung von Schmerzensgeld
auf Grund des Verkehrsunfalls vom 4. Juni 2005 auf der xxx in Düsseldorf und auf
Freistellung vorgerichtlicher nicht anrechenbarer Rechtsanwaltskosten i. H. v. 68,81 €
weiter.
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II.
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Die Berufung des Klägers ist zulässig, sie ist insbesondere form- und fristgerecht
eingelegt und begründet worden. In der Sache selbst hat das Rechtsmittel keinen Erfolg.
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Das Amtsgericht hat zu Recht den Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld und
Freistellung von nicht anrechenbaren vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten
abgewiesen. Entgegen der Auffassung des Klägers beruht das amtsgerichtliche Urteil
nicht auf wesentlichen Verfahrensmängeln. Das Amtsgericht war nicht verpflichtet, den
angebotenen Beweisen nachzugehen. Denn die Beweisanträge des Klägers sind
unerheblich. Das Amtsgericht war nicht gehalten, sich ein eigenes Bild von der
behaupteten Verletzung zu machen.
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Es bedarf keiner abschließenden Entscheidung, ob es für die Einholung eines
biomechanischen und medizinischen Sachverständigengutachtens an den notwendigen
Anknüpfungstatsachen fehlte und ob ein solches nur einzuholen ist, wenn mit einer
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Geschwindigkeit, die die sog. Harmlosigkeitsgrenze überschreitet, auf das Fahrzeug
des Klägers aufgefahren wurde. Denn für seine Behauptung, die im ärztlichen Bericht
vom 9. August 2005 attestierten Schmerzen an der HWS, die in den "Hinterkopf
ausstrahlen" seien durch den Unfall bedingt, hat der Kläger keinen erheblichen Beweis
angetreten.
Den ihn behandelnden Arzt, Dr. xxx, hat der Kläger erst 3 Tage nach dem
Unfallgeschehen konsultiert. Der Zeuge hat zwar eine Distorsion der Halswirbelsäule
des Klägers festgestellt. Aufgrund des nach dem Unfall verstrichenen Zeitraums von 3
Tagen, in denen weitere auf die vorgeschädigte Halswirbelsäule einwirkende
Ereignisse stattgefunden haben können, ist der Zeuge jedoch nicht aus eigener
Kenntnis in der Lage, zu bekunden, dass der Auffahrunfall kausal für die Verletzung
geworden ist.
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Auch dem Beweisantritt auf Vernehmung der Ehefrau des Klägers ist nicht
nachzugehen. Ob der Kläger vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen ist oder nicht, ist
unerheblich für die Beurteilung der Frage der Kausalität des Unfallgeschehens für die
behauptete Verletzung.
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Da der Kläger für die Unfallbedingtheit der Verletzungen beweisbelastet ist, hat er die
Folgen der Beweisfälligkeit zu tragen.
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Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 ZPO.
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Für die Zulassung der Revision besteht kein gesetzlich begründeter Anlass, § 543 Abs.
2 ZPO.
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Streitwert: 818,61 EUR.
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