Urteil des BVerwG, Az. 6 PKH 2.02

Rechtsmittelbelehrung, Rechtsmittelfrist, Zustellung, Beschwerdefrist
B
U
N
D
E
S
V
E
R
W
A
L
T
U
N
G
S
G
E
R
I
C
H
T
BESCHLUSS
BVerwG 6 PKH 2.02
VG 14 K 705/01
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 25. März 2002
durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht
Dr. B a r d e n h e w e r sowie die Richter am Bundes-
verwaltungsgericht B ü g e und Dr. G r a u l i c h
beschlossen:
Der Antrag des Klägers, ihm für eine Beschwerde
gegen die Nichtzulassung der Revision in dem
Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden vom
16. Juli 2001 Prozesskostenhilfe zu bewilligen
und einen Rechtsanwalt beizuordnen, wird abge-
lehnt.
- 2 -
G r ü n d e :
Der sinngemäß gestellte Antrag des Klägers auf Bewilligung von
Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts für eine
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil
des Verwaltungsgerichts Dresden vom 16. Juli 2001 ist mangels
hinreichender Erfolgsaussicht des beabsichtigten Rechtsmittels
abzulehnen, weil dieser Antrag erst am 16. Januar 2002 beim
Verwaltungsgericht eingegangen und damit nach Ablauf der ein-
monatigen Beschwerdefrist (§ 133 Abs. 2 Satz 1 VwGO) am
11. September 2001 gestellt worden ist. Die Zustellung des Be-
schlusses des Verwaltungsgerichts erfolgte am 11. August 2001.
Der Kläger durfte zwar das Prozesskostenhilfegesuch ohne an-
waltlichen Beistand stellen. Er musste dies jedoch innerhalb
der Rechtsmittelfrist tun, auf die er mit der Rechtsmittelbe-
lehrung im Urteil des Verwaltungsgerichts vom 16. Juli 2001
hingewiesen worden ist.
Dr. Bardenhewer Büge Dr. Graulich