Urteil des BVerwG, Az. 5 C 12.02

Aussetzung, Einfluss, Auflage
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BESCHLUSS
BVerwG 5 C 12.02
VGH 12 B 00.420
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 22. April 2002
durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht
Dr. S ä c k e r und die Richter am Bundesverwaltungsgericht
Dr. R o t h k e g e l und Dr. F r a n k e
beschlossen:
- 2 -
Die Revision des Beklagten gegen den Beschluss
des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom
11. Februar 2002 wird verworfen.
Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsver-
fahrens.
Gerichtskosten werden nicht erhoben.
G r ü n d e :
Die Revision des Beklagten ist als unzulässig zu verwerfen
(§ 144 Abs. 1 VwGO), weil der Beklagte innerhalb der gesetzli-
chen Frist für die Begründung der Revision (§ 139 Abs. 3
Satz 1, 2. Halbsatz VwGO) einen Begründungsschriftsatz nicht
eingereicht hat. Der in der Revisionsschrift gestellte Antrag
auf Anordnung des "Ruhens (des) Verfahrens" hatte - wie ein
Ruhen des Verfahrens selbst (vgl. dazu z.B. Hartmann in:
Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Auflage <2002>,
§ 251 Rn. 9) - auf den Lauf der Revisionsbegründungsfrist kei-
nen Einfluss. Eine Aussetzung wegen Anhängigkeit eines
"gleichgelagerten" Falles beim Bundesverwaltungsgericht kam
aus Rechtsgründen nicht in Betracht (vgl. § 93 a Abs. 1 VwGO).
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO, die Ge-
richtskostenfreiheit aus § 188 Satz 2 VwGO (vgl. § 194 Abs. 5
VwGO i.d.F. des Art. 1 Nr. 28 RmBereinVpG vom 20. Dezember
2001 [BGBl I S. 3987]).
Dr. Säcker Dr. Rothkegel Dr. Franke