Urteil des BVerwG vom 08.07.2002, 5 B 213.02

Entschieden
08.07.2002
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B U N D E S V E R W A L T U N G S G E R I C H T

BESCHLUSS

BVerwG 5 B 213.02 OVG 2 A 1213/00

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 8. Juli 2002 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. S ä c k e r und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. P i e t z n e r und Dr. R o t h k e g e l

beschlossen:

Die Beschwerde der Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein- Westfalen vom 29. April 2002 wird zurückgewiesen.

Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 16 000 festgesetzt.

G r ü n d e :

Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vorgetragenen Gründe

rechtfertigen die Zulassung der Revision nicht.

Grundsätzliche Bedeutung i.S. des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO kommt

der Rechtssache nicht zu. Dass § 6 Abs. 2 BVFG in der Fassung

des Gesetzes zur Klarstellung des Spätaussiedlerstatus (Spätaussiedlerstatusgesetzes SpStatG) vom 30. August 2001 (BGBl I

S. 2266) in Ermangelung einer gesetzlichen Überleitungsvorschrift auch für noch nicht abgeschlossene Aufnahmeverfahren

wie das der Kläger gilt und hierin keine verfassungsrechtlich

unzulässige Rückwirkung liegt, ist nicht mehr grundsätzlich

klärungsbedürftig (vgl. Beschluss des erkennenden Senats vom

7. März 2002 - BVerwG 5 B 60.01 - Beschlussabdruck S. 3 f. unter Hinweis auf BVerwGE 99, 133 <135 ff.>; 114, 116 <118> sowie

Urteile des erkennenden Senats vom 12. März 2002 - BVerwG 5 C

2.01 und 5 C 28.01 - S. 5 ff.>).

Der angefochtene Beschluss weicht insoweit auch nicht i.S. des

§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO von höchstrichterlichen Entscheidungen

ab. Soweit die Beschwerde im vorliegenden Zusammenhang auf die

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Oktober 2000

- BVerwG 5 C 44.99 - hinweist, übersieht sie bereits, dass die

Divergenzrüge nur mit dem neuesten Stand der Rechtsprechung des

Bundesverwaltungsgerichts begründet werden kann (vgl. BVerwG,

Beschluss vom 17. April 1991 - BVerwG 5 B 55.91 - 310

§ 132 VwGO Nr. 300>).

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2, § 159 Satz 1

VwGO i.V.m. § 100 Abs. 1 ZPO, die Festsetzung des Wertes des

Streitgegenstandes auf § 13 Abs. 1 Satz 2, § 14 Abs. 1 und 3

GKG.

Dr. Säcker Prof. Dr. Pietzner Dr. Rothkegel

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