Urteil des BVerwG, Az. 3 PKH 24.02

Entschädigung, Verzicht, Beeinflussung, Drohung
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BESCHLUSS
BVerwG 3 PKH 24.02
VG 31 A 197.02
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 28. November 2002
durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht
Prof. Dr. D r i e h a u s sowie die Richter am Bundes-
verwaltungsgericht van S c h e w i c k und
Dr. B r u n n
beschlossen:
Der Antrag des Klägers, ihm Prozesskostenhilfe
für die beabsichtigte Beschwerde gegen die
Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des
Verwaltungsgerichts Berlin vom 26. September
2002 zu gewähren, wird abgelehnt.
- 2 -
G r ü n d e :
Die begehrte Prozesskostenhilfe kann nicht gewährt werden,
weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende
Aussicht auf Erfolg bietet (§ 166 VwGO i.V.m. §§ 114 ff. ZPO).
Ein Zulassungsgrund i.S. des § 132 Abs. 2 VwGO ist nicht er-
sichtlich. Namentlich ist in der Rechtsprechung des Bundesver-
waltungsgerichts geklärt, dass im Verwaltungs- und Verwal-
tungsprozessrecht Rechtsbehelfs-/Rechtsmittelverzichte zuläs-
sig sind (vgl. BVerwGE 26, 50).
Dem Verwaltungsgericht ist ferner beizupflichten, dass das
bisherige Vorbringen des Klägers nicht schlüssig auf eine
durch die Behörde vorgenommene Täuschung, Drohung oder sonsti-
ge unzulässige Beeinflussung des Klägers führt. Dass der Klä-
ger - wie er im Prozesskostenhilfeantrag ausführt - den Ver-
zicht unterzeichnete, weil er "befürchtete, keine Entschädi-
gung zu erhalten", reicht hierfür nicht aus.
Prof. Dr. Driehaus van Schewick Dr. Brunn