Urteil des BVerwG vom 16.09.2004, 3 B 98.04

Entschieden
16.09.2004
Schlagworte
Richteramt, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung, Hochschule, Miterbe, Hauptsache, Eigentum, Erbengemeinschaft, Halle
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BUNDESVERWALTUNGSGERICHT

BESCHLUSS

BVerwG 3 B 98.04 (3 C 35.04) VG 1 A 179/01 HAL

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 16. September 2004 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. D r i e h a u s sowie die Richter am Bundesverwaltungsgericht L i e b l e r und Prof. Dr. R e n n e r t

beschlossen:

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Halle über die Nichtzulassung der Revision in seinem Urteil vom 24. Mai 2004 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

G r ü n d e :

Die Beschwerde hat Erfolg. Der Sache kommt die geltend gemachte grundsätzliche

Bedeutung zu 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO).

Das angestrebte Revisionsverfahren wird dem Senat voraussichtlich Gelegenheit

geben, zu klären, ob § 2 Abs. 1 AusglLeistG i.V.m. § 7 Abs. 2 Satz 1 EntschG Anwendung findet, wenn das im Zuge der Bodenreform entschädigungslos enteignete

landwirtschaftliche Gut zum Zeitpunkt der Schädigung im Eigentum einer ungeteilten

Erbengemeinschaft stand, der Ausgleichsleistungsberechtigte unmittelbar geschädigter Miterbe war und später auch (Allein-)Erbe des zweiten unmittelbar geschädigten Miterben wurde.

Rechtsmittelbelehrung

Das Beschwerdeverfahren wird als Revisionsverfahren unter dem Aktenzeichen BVerwG 3 C 35.04 fortgesetzt; der Einlegung einer Revision durch den Beschwerdeführer bedarf es nicht.

Die Revision ist innerhalb eines Monats nach Zustellung dieses Beschlusses zu begründen. Die Begründung ist bei dem Bundesverwaltungsgericht, Simsonplatz 1, 04107 Leipzig, einzureichen.

Für den Revisionskläger besteht Vertretungszwang; dies gilt auch für die Begründung der Revision. Der Revisionskläger muss sich durch einen Rechtsanwalt oder einen Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule im Sinne des Hochschulrahmengesetzes mit Befähigung zum Richteramt als Bevollmächtigten vertreten lassen. Juristische Personen des öffentlichen Rechts und Behörden können sich auch durch Beamte oder Angestellte mit Befähigung zum Richteramt sowie Diplomjuristen im

höheren Dienst, Gebietskörperschaften ferner durch Beamte oder Angestellte mit Befähigung zum Richteramt der zuständigen Aufsichtsbehörde oder des jeweiligen kommunalen Spitzenverbandes des Landes, dem sie als Mitglied zugehören, vertreten lassen. In derselben Weise muss sich jeder Beteiligte vertreten lassen, soweit er einen Antrag stellt.

Prof. Dr. Driehaus Liebler Prof. Dr. Rennert

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Anmerkungen zum Urteil