Urteil des BVerwG vom 20.06.2002, 3 B 88.02

Entschieden
20.06.2002
Urteil herunterladen

B U N D E S V E R W A L T U N G S G E R I C H T

BESCHLUSS

BVerwG 3 B 88.02 OVG 8 E 328/02

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 20. Juni 2002 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. D r i e h a u s sowie die Richter am Bundesverwaltungsgericht van S c h e w i c k und Dr. B r u n n

beschlossen:

Die Beschwerde des Klägers gegen die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 16. April 2002 und vom 8. Mai 2002 wird verworfen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Von der Erhebung von Gerichtskosten wird abgesehen.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 21,39 festgesetzt.

G r ü n d e :

Die "sofortige Beschwerde" des Klägers ist als unzulässig zu

verwerfen, weil - abgesehen davon, dass dem Vertretungserfordernis nach § 67 Abs. 1 VwGO nicht entsprochen wurde - die angefochtenen Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts nach § 17 a

GVG i.V.m. § 152 Abs. 1 VwGO nicht mit der Beschwerde angefochten werden können. Ebenso wenig wie ein Verweisungsbeschluss eines Oberverwaltungsgerichts gemäß § 17 a Abs. 2

Satz 1 GVG mit einer Beschwerde angegriffen werden kann, wenn

das Oberverwaltungsgericht sie nicht gemäß § 17 a Abs. 4

Satz 4 GVG zugelassen hat (vgl. Beschlüsse vom 16. März 1994

- BVerwG 4 B 223.93 - Buchholz 300 § 17 a Nr. 9 sowie vom

30. September 1994 - BVerwG 8 B 158.94 - Buchholz 300 § 17 a

Nr. 11), kann mit einer (Nichtzulassungs-)Beschwerde gegen einen Beschluss eines Oberverwaltungsgerichts vorgegangen werden, der - wie im Streitfall - eine sofortige Beschwerde gegen

einen Verweisungsbeschluss 17 a Abs. 4 Satz 3 GVG) verwirft

oder zurückweist und die Beschwerde nicht zugelassen hat.

Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die

Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 14, 13 GKG. Von der Erhebung von Gerichtskosten wird für das Beschwerdeverfahren gemäß

§ 8 Abs. 1 Satz 3 GKG abgesehen.

Prof. Dr. Driehaus van Schewick Dr. Brunn

BVerwG: wohnsitz in der schweiz, wohnsitz im ausland, ausbildung, liechtenstein, aeuv, ohne erwerbstätigkeit, subjektives recht, besuch, unzumutbarkeit, anwendungsbereich

5 C 19.11 vom 10.01.2013

BVerwG: vollziehung, gebärdensprache, kunst, aussetzung, verfahrenskosten, download, link, ermessen, presse

9 VR 4.13 vom 28.05.2013

BVerwG (treu und glauben, rechtliches gehör, zivildienst, verwaltungsgericht, rechtssatz, bundesverwaltungsgericht, einberufung, beschwerde, ausbildung, zdg)

6 B 107.08 vom 22.08.2007

Anmerkungen zum Urteil