Urteil des BVerwG, Az. 3 A 3.02

Urteil vom 30.10.2002
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BESCHLUSS
BVerwG 3 A 3.02 (3 PKH 23.02)
In der Verwaltungsstreitsache
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 30. Oktober 2002
durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht
Prof. Dr. D r i e h a u s sowie die Richter am Bundes-
verwaltungsgericht van S c h e w i c k und
Dr. B r u n n
beschlossen:
Der Antrag der Klägerin, ihr für das Klagever-
fahren Prozesskostenhilfe zu gewähren, wird zu-
rückgewiesen.
Die Klage wird als unzulässig verworfen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.
Von der Erhebung von Gerichtskosten wird abge-
sehen.
- 2 -
G r ü n d e :
Für die Klage ist das angerufene Bundesverwaltungsgericht we-
der sachlich noch instanziell zuständig. Insbesondere liegt
keine Sache vor, über die das Bundesverwaltungsgericht gemäß
§ 50 Abs. 1 VwGO sowohl erst– als auch letztinstanzlich zu
entscheiden hat. Die von der Klägerin angeregte "Weiterleitung
an andere Gerichtsträger" kann nicht erfolgen, weil für das
von der Klägerin verfolgte Begehren weder das Bundessozialge-
richt noch das Bundesverfassungsgericht zuständig sind bzw.
zulässigerweise angerufen werden können; nur diese beiden
Obersten Gerichte will indessen die Klägerin in Betracht gezo-
gen wissen, weil sie ein Grundsatzurteil erstrebt.
Aus den vorstehenden Gründen kann dem sinngemäß angebrachten
Prozesskostenhilfeantrag der Klägerin nicht stattgegeben wer-
den; allerdings macht der Senat von der Möglichkeit Gebrauch,
von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen (§ 8 Abs. 1
Satz 3 GKG), wie die Klägerin angeregt hat.
Prof. Dr. Driehaus van Schewick Dr. Brunn