Urteil des BVerwG, Az. 2 B 7.03

Prozesspartei
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BESCHLUSS
BVerwG 2 B 7.03
OVG 2 L 267/01
In der Verwaltungsstreitsache
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hat der 2. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 11. Februar 2003
durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht
Dr. S i l b e r k u h l und die Richter am Bundes-
verwaltungsgericht Prof. D a w i n und Dr. K u g e l e
beschlossen:
Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzu-
lassung der Revision in dem Urteil des Ober-
verwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt
vom 12. September 2002 wird verworfen.
Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdever-
fahrens.
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das
Beschwerdeverfahren auf 4 000 € festgesetzt.
G r ü n d e :
Die Beschwerde ist unzulässig. Die mit ihr ausschließlich er-
hobene Verfahrensrüge der Versagung rechtlichen Gehörs genügt
nicht den Darlegungsanforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3
VwGO. Die ordnungsgemäße Bezeichnung des geltend gemachten
Verfahrensmangels erfordert die substantiierte Darlegung des-
sen, was die Prozesspartei bei ausreichender Gewährung recht-
lichen Gehörs noch vorgetragen hätte und inwiefern der weitere
Vortrag zur Klärung des geltend gemachten Anspruchs geeignet
gewesen wäre (stRspr; vgl. u.a. Beschlüsse vom 19. März 1991
– BVerwG 9 B 56.91 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 25 S. 12 und
vom 13. Januar 1999 – BVerwG 9 B 90.98 – Buchholz 310 § 133
VwGO n.F. Nr. 36 S. 1 m.w.N.). Dem genügt das Beschwerdevor-
bringen nicht. Auf die zur vermeintlichen Entscheidungserheb-
lichkeit des gerügten Verfahrensmangels vorgetragenen und un-
ter Beweis gestellten tatsächlichen Umstände kam es nach der
dem angefochtenen Urteil ausweislich der Entscheidungsgründe
zugrunde liegenden materiellrechtlichen Auffassung des Beru-
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fungsgerichts nicht an. Dieser materiellrechtlichen Rechtsauf-
fassung tritt die Beschwerde nicht entgegen.
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die
Streitwertfestsetzung beruht auf § 13 Abs. 1 Satz 2 GKG.
Dr. Silberkuhl Prof. Dawin Dr. Kugele