Urteil des BVerwG vom 13.11.2003, 1 B 261.03

Aktenzeichen: 1 B 261.03

Politische Verfolgung, Togo, Hund, Asylbewerber

BUNDESVERWALTUNGSGERICHT

BESCHLUSS

BVerwG 1 B 261.03 VGH 25 B 03.30586

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 13. November 2003 durch die Vizepräsidentin des Bundesverwaltungsgerichts E c k e r t z - H ö f e r und die Richter am Bundesverwaltungsgericht H u n d und R i c h t e r

beschlossen:

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 13. August 2003 wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

G r ü n d e :

Die ausschließlich auf eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache 132 Abs. 2

Nr. 1 VwGO) gestützte Beschwerde hat keinen Erfolg. Sie entspricht schon nicht den

Anforderungen an die Darlegung des geltend gemachten Zulassungsgrundes aus

§ 133 Abs. 3 VwGO.

Die Beschwerde sieht eine grundsätzlich bedeutsame Rechtsfrage darin, dass das

Berufungsgericht "die vom Kläger vorgebrachten exilpolitischen Aktivitäten" (wird

ausgeführt) zwar als wahr unterstellt habe, gleichwohl aber keine "exilpolitischen Aktivitäten des Klägers in herausgehobener Stellung" angenommen habe, "bei der nach

der genannten Rechtsprechung des Senats ausnahmsweise in Kombination mit der

Asylantragstellung eine politische Verfolgung des Klägers wahrscheinlich" sei. Ob die

vom Berufungsgericht "vertretene Auffassung auch in Zukunft in ähnlich gelagerten

Fällen aufrecht zu erhalten" sei, "wenn die exilpolitische Betätigung eines

Antragstellers aus Togo sich im Ausmaß von der anderer togoischer Asylbewerber"

unterscheide, sei eine "Rechtsfrage, die sich nicht ohne weiteres aus dem Gesetz

beantworten" lasse.

Mit diesem Vortrag wird eine bestimmte klärungsfähige Frage des revisiblen Rechts

im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, welche fallübergreifend in dem angestrebten

Revisionsverfahren entschieden werden könnte, nicht aufgezeigt. Vielmehr wendet

sich die Beschwerde gegen die dem Berufungsgericht als Tatsachengericht oblie-

gende Feststellung und Würdigung des entscheidungserheblichen Sachverhalts,

ohne eine Rechtsfrage darzulegen. Ob dem Kläger und anderen Asylantragstellern

aus Togo wegen ihrer exilpolitischen Aktivitäten bei Rückkehr in ihr Heimatland

Nachstellungen drohen, die als politische Verfolgung im Sinne von Art. 16 a GG, § 51

Abs. 1 AuslG oder als Abschiebungshindernisse nach § 53 AuslG zu qualifizieren

sind, könnte in dem angestrebten Revisionsverfahren ebenso wenig verallgemeinernd entschieden werden wie die weitere Frage, ob eine herausgehobene exilpolitische Betätigung vorliegt, die nach den tatrichterlichen Erkenntnissen des Berufungsgerichts solche Nachstellungen zur Folge haben können.

Von einer weiteren Begründung wird abgesehen 133 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2

VwGO).

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Gerichtskosten werden

gemäß § 83 b Abs. 1 AsylVfG nicht erhoben; der Gegenstandswert ergibt sich aus

§ 83 b Abs. 2 AsylVfG.

Eckertz-Höfer Hund Richter

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