Urteil des BVerwG vom 24.07.2003, 1 B 169.03

Entschieden
24.07.2003
Schlagworte
Hund, Afghanistan, Staat
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BUNDESVERWALTUNGSGERICHT

BESCHLUSS

BVerwG 1 B 169.03 OVG 20 A 4329/97.A

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 24. Juli 2003 durch die Vizepräsidentin des Bundesverwaltungsgerichts E c k e r t z - H ö f e r und die Richter am Bundesverwaltungsgericht H u n d und Dr. M a l l m a n n

beschlossen:

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein- Westfalen vom 20. März 2003 wird verworfen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

G r ü n d e :

Die auf eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache und auf Divergenz 132 Abs. 2

Nr. 1 und 2 VwGO) gestützte Beschwerde ist unzulässig. Sie entspricht schon nicht den Anforderungen an die Darlegung der geltend gemachten Zulassungsgründe aus § 133 Abs. 3

Satz 3 VwGO.

Die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache setzt voraus, dass eine klärungsfähige und klärungsbedürftige R e c h t s frage aufgeworfen wird.

Eine solche lässt sich der Beschwerde nicht entnehmen. Die von ihr aufgeworfene Frage,

"ob Angehörige der Hindus im Falle ihrer Rückkehr Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt

sind, die dem afghanischen Staat zuzurechnen sind", zielt nicht auf eine Rechtsfrage, sondern betrifft die den Tatsachengerichten vorbehaltene Klärung der Verhältnisse in Afghanistan. Die Beschwerde wendet sich insoweit in der Art einer Berufungsbegründung gegen die

ihrer Ansicht nach unzutreffende tatsächliche und rechtliche Würdigung in dem Beschluss

des Oberverwaltungsgerichts. Damit kann sie die Zulassung der Revision nicht erreichen.

Soweit die Beschwerde rügt, das Berufungsurteil weiche von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. November 1997 - BVerwG 9 C 58.96 - ab, entspricht sie ebenfalls

nicht den Voraussetzungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO. "Bezeichnet" im Sinne dieser

Vorschrift ist eine die Revision eröffnende Divergenz nur dann, wenn die Beschwerde einen

inhaltlich bestimmten entscheidungserheblichen Rechtssatz in der Berufungsentscheidung

benennt, mit dem die Vorinstanz von einer genau zu benennenden Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes

oder des Bundesverfassungsgerichts abgewichen ist. Diesen Voraussetzungen genügt die

Beschwerdebegründung schon mangels Benennung eines derartigen Rechtssatzes nicht.

Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Gerichtskosten werden gemäß

§ 83 b Abs. 1 AsylVfG nicht erhoben. Der Gegenstandswert ergibt sich aus § 83 b Abs. 2 A-

sylVfG.

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