Urteil des BPatG vom 13.09.2005, 24 W (pat) 105/04

Entschieden
13.09.2005
Schlagworte
Verwechslungsgefahr, Kennzeichnungskraft, Gesamteindruck, Bestandteil, Kunststoff, Eugh, Meinung, Wortmarke, Markenregister, Patent
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BUNDESPATENTGERICHT

24 W (pat) 105/04 _______________ Verkündet am 13. September 2005

(Aktenzeichen)

BESCHLUSS

In der Beschwerdesache

BPatG 154

08.05

betreffend die Marke 301 30 634

hat der 24. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf die

mündliche Verhandlung vom 13. September 2005 unter Mitwirkung des

Vorsitzenden Richters Dr. Ströbele sowie des Richters Guth und der Richterin

Kirschneck

beschlossen:

Die Beschwerde der Inhaberin der angegriffenen Marke wird zurückgewiesen.

Gründe

I.

Die Wortmarke

CHROMONEX

ist für

Waren/Dienstleistungen mit Zeitrang vom 17. Mai 2001:

Folientaschen, Schutzhüllen, Laminate, alle vorstehenden Waren

zur Verwendung beim Laminieren von Dokumenten und aus

Kunststoff"

"Waren/Dienstleistungen mit Zeitrang vom 12. Dezember 2000:

Kunststofffolien und Kunststofflaminate zur Verwendung beim Laminieren von Dokumenten und für Laminierzwecke;

unter der Nummer 301 30 634 im Markenregister eingetragen worden.

Dagegen hat die Inhaberin der prioritätsälteren, für die Waren

"Papier, Pappe, Karton, Papier- und Pappwaren"

im Markenregister unter der Nummer 713 712 eingetragenen Wortmarke

Chromolux

Widerspruch erhoben.

Die Markenstelle für Klasse 17 des Deutschen Patent- und Markenamts, besetzt

mit einem Beamten des gehobenen Dienstes, hat die Löschung der angegriffenen

Marke wegen des Widerspruchs aus der älteren Marke mit Beschluss vom

10. März 2004 angeordnet. Die sich gegenüberstehenden Waren würden in den

gleichen Verkaufsstätten angeboten und vertrieben, wendeten sich an breiteste

Verkehrskreise und könnten einander ergänzen. Auch würden Papier- und Pappwaren häufig zum Schutz gegen Schmutz und Feuchtigkeit laminiert. Eine Kennzeichnungsschwäche der Widerspruchsmarke sei nicht festzustellen, da diese

nicht aus Elementen einer auf dem betreffenden Warengebiet gebräuchlichen

Sprache gebildet sei und außerdem ein möglicher Sinngehalt nicht Eigenschaften

der Ware bezeichne. Der den Zeichen gemeinsame Bestandteil "CHROMO-"

weise normale Kennzeichnungskraft auf, denn er komme auf dem betreffenden

Warengebieten nur relativ selten vor. Im Gegenteil fördere eine ansatzweise vorhandene Zeichenserie der Widersprechenden mit dem Bestandteil "CHROMO-"

die Verwechslungsgefahr. Klangliche Verwechslungen der Marken seien insbe-

sondere unter ungünstigen Übermittlungsbedingungen oder aus der unsicheren

Erinnerung heraus nicht zu vermeiden, weil die in der Regel besonders stark beachteten vorderen Wortteile sowie die prägnanten Endlaute völlig übereinstimmten, so dass im klanglichen Gesamteindruck der relativ geringfügige Unterschied

im Mittelkonsonanten und in den Vokalen der letzten Silbe im Gesamteindruck

völlig zurückträten.

Hiergegen wendet sich die Beschwerde der Inhaberin der angegriffenen Marke,

die vorträgt, die noch im Warenverzeichnis der angegriffenen Marke verbliebenen

Waren seien denen der Widerspruchsmarke nicht oder allenfalls am Rande ähnlich. Der Umstand, dass die Waren sich in irgendeiner Weise - hier als Ware und

Umhüllung - ergänzen könnten, begründe allein die Warenähnlichkeit nicht. Es sei

vielmehr erforderlich, dass durch solche Umstände die Annahme gemeinsamer

oder doch miteinander verbundener Herstellungsstätten nahegelegt werde. Eine

klangliche Verwechslungsgefahr bestehe nicht, denn diese setzte eine so undeutliche Wiedergabe der Marken voraus, dass diese nicht mehr zu ihrer Funktion der

Markenwiedergabe geeignet wäre. Im übrigen begegneten sich die Marken in

erster Linie in Verkaufsstätten, in denen die akustischen Verhältnisse sehr günstig

seien. Außerdem wendeten sich die Waren vor allem an Fachkreise, die kein

flüchtiges Kaufverhalten aufwiesen. Das Gesamtklangbild der Wörter werde im

vorliegenden Fall maßgeblich durch die Endsilben beeinflusst, bei denen die Abweichungen in den markanten Vokalen besonders auffielen. Eine gesteigerte Verkehrsbekanntheit der Widerspruchsmarke lasse sich nicht allein aus der Tatsache

der 45 Jahre zurückliegenden Registrierung herleiten, sondern nur aus einer

langjährigen umfangreichen Benutzung der Widerspruchsmarke, über die im vorliegenden Fall nichts bekannt sei. Inwieweit eine Zeichenserie der Widersprechenden existiere, die Grundlage einer assoziativen Verwechslungsgefahr sein

könnte, sei nichts bekannt. Bei Gesamtwürdigung aller Umstände werde darum

der Abstand der jüngeren von der älteren Marke noch eingehalten.

Die Inhaberin der angegriffenen Marke beantragt,

den angefochtenen Beschluss aufzuheben und den Widerspruch

zurückzuweisen.

Die Widersprechende beantragt,

die Beschwerde der Inhaberin der angegriffenen Marke zurückzuweisen.

Sie ist der Meinung, die Markenstelle habe zutreffend die Ähnlichkeit der Waren

festgestellt. Die Produkte der Widersprechenden stellten gestrichene Papiererzeugnisse dar, deren lackartige, hochglänzende Beschichtung nicht nur ein besonders strahlendes, qualitativ hervorragendes Druckbild ermögliche, sondern

auch eine weitgehende Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit durch Wasser gewährleiste. Die Waren der angegriffenen Marke dienten ebenfalls dem Schutz von

gedrucktem Papier und würden zB dem Gast in Gaststätten als Speisekarten begegnen, die aber ebenso auf dem Papier oder Karton der Widersprechenden gedruckt sein könnten. Die Einsatzbereiche der gegenseitigen Waren seien gleich,

etwa in der Werbetechnik, bei der Veredelung von Dokumenten und Drucken und

der Herstellung von Druckereierzeugnissen wie Aushängen, Handbüchern oder

Speisekarten. Außerdem würden die Waren den Abnehmern über dieselben Vertriebswege und dieselben Vertriebsstätten zugänglich gemacht. Aus diesen Gründen kämen die Waren sich relativ nahe. Eine gewisse Stärkung der Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke sei durch die langjährige, ununterbrochene

Benutzung eingetreten, die sich auch aus eingereichten Unterlagen ergebe. Die

Marke werde seit Jahrzehnten in großem Umfang benutzt, und genieße weltweit

einen hervorragenden Ruf. Die Produkte hätten einen bedeutenden nationalen

und internationalen Marktanteilanteil. Außerdem sei auf dem einschlägigen Warengebiet nur eine geringe Anzahl von Marken mit dem Bestandteil "CHROMO-"

eingetragen, von denen sieben der Widersprechenden gehörten. Den danach er-

forderlichen großen Abstand von der Widerspruchsmarke halte die jüngere Marke

nicht ein. Das Gesamtklangbild der Marken werde maßgeblich durch die gemeinsamen Anfangsteile und den sehr auffälligen Konsonanten beeinflusst, während

die Abweichungen am Beginn des letzten Drittels der Wörter im Gesamteindruck

in den Hintergrund träten.

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Akteninhalt Bezug genommen.

II.

Die Beschwerde der Widersprechenden ist gem § 165 Abs 4 MarkenG statthaft

und auch im übrigen zulässig, hat in der Sache jedoch keinen Erfolg. Wie die Markenstelle ist der Senat der Auffassung, dass zwischen der prioritätsjüngeren

Marke und der Widerspruchsmarke 713 712 Verwechslungsgefahr gemäß § 42

Abs 2 Nr 1, § 9 Abs 1 Nr 2 MarkenG besteht.

1.Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften zu Art 4 Abs 1 Buchstb der Markenrechtsrichtlinie, die für die Auslegung

der in Umsetzung dieser Richtlinienbestimmung erlassenen Vorschrift des § 9

Abs 1 Nr 2 MarkenG von maßgeblicher Bedeutung ist, ist die Frage der Verwechslungsgefahr unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls umfassend zu beurteilen. Zu den dabei maßgebenden Umständen gehören insbesondere die Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke sowie der Grad

der Ähnlichkeit der Marken und der damit gekennzeichneten Waren und

Dienstleistungen. Bei der umfassenden Beurteilung ist hinsichtlich der Ähnlichkeit der Marken auf den Gesamteindruck abzustellen, den diese jeweils

hervorrufen. Hierbei kommt es entscheidend darauf an, wie die Marke auf den

Durchschnittsverbraucher der jeweils in Frage stehenden Waren und Dienstleistungen wirkt (vgl EuGH GRUR 1998, 387, 389 f "Sabèl/Puma"; GRUR

Int 1999, 734, 736 "Lloyd"; BGH GRUR 2004, 783, 784 "NEURO-

VIBOLEX/NEURO-FIBRALEX"; GRUR 2004, 235, 234 "Davidoff II"). Die Bewertung der Verwechslungsgefahr impliziert auch eine gewisse Wechselbeziehung zwischen den in Betracht kommenden Faktoren, insbesondere der

Ähnlichkeit der Marken und der damit gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen. So kann ein geringerer Grad der Ähnlichkeit der Waren und

Dienstleistungen durch einen höheren Grad der Ähnlichkeit der Marken ausgeglichen werden und umgekehrt (EuGH GRUR Int 1998, 875, 876 f "Canon";

GRUR Int 2000, 899, 901 "Marca/Adidas"; BGH GRUR 2003, 332, 334 "Abschlussstück").

Nach diesen Grundsätzen ist vorliegend die Gefahr von Verwechslungen der

angegriffenen Marke mit der Widerspruchsmarke 713 712 gegeben.

Da die Benutzung der Widerspruchsmarke nicht bestritten worden ist, ist von

deren Warenverzeichnis in der eingetragenen Form auszugehen, das alle

möglichen Arten von Papieren umfasst, die den Folien der jüngeren Marke

relativ ähnlich sein können.

Zwar ist der Inhaberin der angegriffenen Marke grundsätzlich darin zuzustimmen, dass es für die Annahme von Warenähnlichkeit darauf ankommt, ob die

Waren von den angesprochenen Verkehrskreisen demselben Unternehmen

zugeordnet werden. Die Auffassung der angesprochenen Verkehrskreise wird

dabei teilweise durch die regelmäßigen tatsächlichen Herkunftsstätten der

Waren und Dienstleistungen geprägt (vgl BGH GRUR 2001, 507

"EVIAN/REVIAN"), teilweise durch die Faktoren, die das Verhältnis zwischen

den einander gegenüberstehenden Waren und Dienstleistungen selbst kennzeichnen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere deren Art, Verwendungszweck und Nutzung sowie ihre Eigenart als miteinander konkurrierende

oder entgegen der Meinung der Inhaberin der jüngeren Marke als einander

ergänzende Waren oder Dienstleistungen (EuGH GRUR 1998, 922, 923

(Rdn 23) "Canon").

Dies ist hier der Fall. Abgesehen davon, dass es zahlreiche Papiere gibt, die

mit Kunststoff bzw. Kunststofffolien oder anderen Substanzen beschichtet sind

(zB Papier für Farbdruck; Computerpapier für Tintenstrahldrucker, insbesondere zum Druck von Fotos), ist die Laminierung von Farbdrucken mit Kunststofffolien üblich, um den Druck haltbar und dauerhaft zu machen sowie die

Papieroberfläche gegen Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Entsprechende Geräte und Folien werden in den gleichen Geschäften und Abteilungen angeboten, die auch Druckerpapier vertreiben. Auch ist - wie oben aufgezeigt - die Beschaffenheit der sich gegenüberstehenden Waren ähnlich. Demnach liegt sowohl von der Beschaffenheit als auch von der Zweckbestimmung,

den Vertriebswegen und der sich ergänzenden üblichen Verwendungsweisen

her für die angesprochenen Verkehrskreise der Schluss auf die Herkunft aus

demselben Betrieb oder jedenfalls aus demselben unternehmerischen Verantwortungsbereich nahe. So hat die Rechtsprechung etwa eine Ähnlichkeit

bejaht zwischen Papier und Kunststofffolien zur Dekorationszwecken und

Metallpapier (Richter/Stoppel, Die Ähnlichkeit von Waren und Dienstleistungen, 13. Aufl, S 223 linke Spalte); zwischen Pappwaren und Verpackungen,

Etuis... aus Kunststoffen (S 226 Mitte); sowie zwischen Kunststoff-Folien und

Papier (aaO S 171 mittlere Spalte). Es ist darum von Waren auszugehen, die

im engeren Ähnlichkeitsbereich liegen, was Verwechslungen begünstigt.

Diese werden wegen ihres Verwendungszwecks zwar mit einer gewissen

Sorgfalt ausgewählt und erworben werden; es handelt sich jedoch nicht um

solche, die sich ausschließlich an Fachleute wenden.

Die Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke ist durchschnittlich. Zwar

enthält sie die Wortbestandteil "CHROMO-", der darauf hinweist, dass es sich

bei den so gekennzeichneten Waren um "Chromopapier" oder "Chromokarton"

handelt (gestrichenes glattes Papier (bzw Karton) für Offsetdruck und Steindruck; Duden Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl; Schneidersöhne - Paperlexikon: Lexikon, online-Ausgabe; DTP-PRAXIS - LEXIKON; jeweils Stichworte "Chromopapier" bzw. "Chromokarton"). Das Zeichen in seiner Gesamt-

heit jedoch enthält lediglich einen fantasievollen Anklang an eine Beschaffenheitsangabe. Es gibt auch keinen Grund für die Annahme, dass die Kennzeichnungskraft durch Drittmarken geschwächt sein könnte, denn es existiert

lediglich eine relativ geringe Anzahl von Marken anderer Inhaber mit dem

Wortbestandteil "CHROMO-", über deren Benutzung nichts bekannt ist (vgl

dazu Ströbele/Hacker, Markengesetz, 7. Aufl, § 9 Rn 316, 318). Andererseits

liegen aber auch keine hinreichenden Anhaltspunkte für einen erhöhten

Schutzumfang der Widerspruchsmarke vor. Die von der Widersprechenden

eingereichten Unterlagen lassen zwar auf eine gute Benutzung schließen, sind

aber zu wenig konkret und detailliert, um eine Stärkung der Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke zu belegen.

Letztlich kommt es hier jedoch auf diese Frage nicht entscheidend an, weil der

jedenfalls erforderliche leicht überdurchschnittlich große Abstand der jüngeren

von der Widerspruchsmarke nicht mehr eingehalten wird.

Zwar macht der den Marken "CHROMONEX" und "Chromolux" gemeinsame

Wortteil "CHROMO-", der wie oben ausgeführt auf die Beschaffenheit der

Waren der Widersprechenden hinweist, einen großen Teil der Vergleichszeichen aus. Da der maßgebliche Gesamteindruck einer Marke aber auch durch

schutzunfähige oder kennzeichnungsschwache Elemente mitbestimmt werden

kann, dürfen solche Teile einer einheitlichen Marke bei der Prüfung der Verwechslungsgefahr nicht von vornherein unberücksichtigt bleiben. Sie können

vielmehr im Zusammenhang mit weiteren Ähnlichkeiten beider Marken für die

Bejahung der Verwechslungsgefahr Bedeutung erlangen, zumal der Verkehr

erfahrungsgemäß eine Marke so aufnimmt, wie sie ihm entgegentritt, ohne sie

einer analysierenden Betrachtungsweise zu unterziehen (vgl dazu

Ströbele/Hacker, Markengesetz, 7. Aufl, § 9 Rn 331; vgl auch BGH

GRUR 1993, 118, 120 "Corvaton/Corvasal"; BGH GRUR 1999, 735,

736 - MONOFLAM/POLYFLAM; BGH GRUR 2004, 783 "NEURO-VIBO-

LEX/NEURO-FIBRAFLEX"). Im vorliegenden Fall beschränkt sich die

Ähnlichkeit der Markenwörter nicht auf das Wortelement "CHROMO-".

Vielmehr weisen auch die jeweiligen Endsilben "NEX" und "lux" beträchtliche

Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten auf. Mit "n" und "l" stehen sich zwei

Konsonanten gegenüber, die klanglich eng verwandt sind. Vor allem aber

stimmen beide Zeichen im Endkonsonanten "x" überein, der als Kombination

des klangstarken, harten Sprenglautes "k" mit einem Zischlaut den auffälligsten und markantesten aller Mitlaute darstellt. Damit bestimmen die gemeinsamen oder sehr ähnlichen Merkmale den klanglichen Gesamteindruck,

während die geringfügigen, wenig prägnanten Unterschiede, die lediglich zwei

von insgesamt neun Buchstaben betreffen und sich im Wortinneren und in der

Endsilbe befinden, im Gesamtklangbild zurücktreten. Aus diesen Gründen

kann eine Verwechslungsgefahr auch unter akustisch günstigen Umständen

und unter Berücksichtigung relativ aufmerksamer Abnehmer nicht verneint

werden, zumal es sich bei der Widerspruchsmarke um ein gut eingeführtes

Zeichen handelt.

Das von der Inhaberin der angegriffenen Marke im Verfahren vor dem Deutschen Patent- und Markenamt vorgebrachte Argument, die Verwechslungsgefahr werde durch den Sinngehalt der Endsilben "-NEX" und "-lux" ausgeschlossen, greift demgegenüber nicht durch. Erstens dürfte den hier angesprochenen relativ breiten Verkehrskreisen ein Sinnanklang nicht ohne weiteres erkennbar sein. Zweitens nützt Abnehmern die Bedeutung des einen oder

anderen Markenwortes wenig, wenn sie sich wie hier wegen der großen

klanglichen Ähnlichkeiten verhören oder sich falsch erinnern, weil ihnen dann

der Begriffsinhalt überhaupt nicht oder der falsche Begriff zum Bewusstsein

kommt (vgl Ströbele/Hacker, aaO § 9 Rn 225, 229).

2.Für eine Kostenauferlegung aus Billigkeitsgründen 71 Abs 1 MarkenG) bestand kein Anlass.

Dr. Ströbele Kirschneck Guth

Bb

Urteil vom 10.01.2000

9 W (pat) 55/99 vom 10.01.2000

Urteil vom 10.01.2000

9 W (pat) 23/99 vom 10.01.2000

Urteil vom 10.01.2000

14 W (pat) 63/98 vom 10.01.2000

Anmerkungen zum Urteil