Urteil des BGH, Az. XII ZB 207/08

Leitsatzentscheidung
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
XII ZB 207/08
vom
2. Dezember 2009
in der Familiensache
Nachschlagewerk: ja
BGHZ: nein
BGHR: ja
ZPO § 93; FamFG § 243 Nr. 4
Ein Unterhaltsschuldner, der nur Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt
erbringt, gibt auch dann Veranlassung für eine Klage auf den vollen Unterhalt,
wenn er zuvor nicht zur Titulierung des freiwillig gezahlten Teils aufgefordert
worden ist.
BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2009 - XII ZB 207/08 - OLG Brandenburg
AG Potsdam
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Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. Dezember 2009 durch die
Vorsitzende Richterin Dr. Hahne, den Richter Prof. Dr. Wagenitz, die Richterin
Dr. Vézina und die Richter Dose und Dr. Klinkhammer
beschlossen:
Auf die Rechtsbeschwerde der Klägerinnen wird der Beschluss
des 3. Senats für Familiensachen des Brandenburgischen Ober-
landesgerichts vom 31. Oktober 2008 aufgehoben.
Die Beschwerde des Beklagten gegen die Kostenentscheidung in
dem Urteil des Amtsgerichts - Familiengericht - Potsdam vom
17. April 2008 wird zurückgewiesen.
Die Kosten der Beschwerdeverfahren hat der Beklagte zu tragen.
Beschwerdewert: bis 2.000 €
Gründe:
I.
Die Parteien streiten noch um die Kostenquote aus ihrem Unterhalts-
rechtsstreit.
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Die Klägerin zu 1 und der Beklagte sind geschiedene Ehegatten, die
Klägerinnen zu 2 und 3 sind ihre im Juli 1995 geborenen gemeinsamen Kinder.
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Mit ihrer Klage hatte die Klägerin zu 1 zunächst rückständigen Tren-
nungsunterhalt in Höhe von insgesamt 3.000 € nebst Zinsen begehrt. Mit weite-
rem Schriftsatz hatte sie die Klage um rückständigen und laufenden Unterhalt
für die beiden gemeinsamen Kinder erweitert. Auf den Klagabweisungsantrag
des Beklagten hat die Klägerin zu 1 ihren Antrag auf Trennungsunterhalt mit
Zustimmung des Beklagten zurückgenommen. Hinsichtlich des Kindesunter-
halts sind die Kläger zu 2 und 3 in den Prozess eingetreten und haben monatli-
chen Unterhalt ab März 2008 in Höhe von 117,98 % des jeweiligen Mindestun-
terhalts der 3. Altersstufe abzüglich hälftigen Kindergeldes sowie rückständigen
Unterhalt in Höhe von jeweils 286 € sowie Sonderbedarf der Klägerin zu 3 be-
antragt. Der Beklagte hat dem Parteiwechsel zugestimmt und den Kindesunter-
halt in Höhe von jeweils 105 % des Mindestunterhalts abzüglich hälftigen Kin-
dergeldes anerkannt.
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Mit Teilanerkenntnis- und Schlussurteil hat das Amtsgericht den Beklag-
ten verurteilt, an die Klägerinnen zu 2 und 3 rückständigen Unterhalt in Höhe
von jeweils 240 € sowie monatlichen laufenden Kindesunterhalt ab Mai 2008 in
Höhe von 110 % des jeweiligen Mindestunterhalts der 3. Altersstufe abzüglich
hälftigen Kindergeldes zu zahlen. Dem weiteren Antrag auf Zahlung von
427,76 € als Sonderbedarf für eine kieferorthopädische Behandlung der Kläge-
rin zu 3 hat das Amtsgericht in Höhe von 353,07 € stattgegeben. Im Übrigen hat
es die Klage abgewiesen.
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Das Amtsgericht hat die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens nach
Obsiegen und Unterliegen zwischen den Parteien aufgeteilt. Auf die gegen die
Kostenentscheidung gerichtete sofortige Beschwerde des Beklagten hat das
Oberlandesgericht das Urteil abgeändert und die Kosten anteilig den Klägerin-
nen auferlegt. Es hat die Rechtsbeschwerde zugelassen, da dies angesichts
der in Rechtsprechung und Literatur umstrittenen Rechtsfrage, wie sich Unter-
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haltsteilleistungen auf die Möglichkeit eines sofortigen Anerkenntnisses auswir-
ken, zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich sei und die
Rechtssache grundsätzliche Bedeutung habe.
II.
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1. Auf den vorliegenden Rechtsstreit ist noch das bis Ende August 2009
geltende Prozessrecht anwendbar, weil das Verfahren schon zuvor eingeleitet
worden war (§ 111 Abs. 1 FGG-RG).
Die Rechtsbeschwerde ist nach § 574 Abs. 1 Nr. 2 ZPO statthaft, weil
das Oberlandesgericht sie in dem angefochtenen Beschluss zugelassen hat.
Sie ist nach § 574 Abs. 2 ZPO auch zulässig, weil die Rechtssache grundsätzli-
che Bedeutung hat und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine
Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts erfordert.
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2. Die Rechtsbeschwerde hat auch in der Sache Erfolg und führt zur
Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und zur Wiederherstellung der
Kostenentscheidung des Amtsgerichts.
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Das Amtsgericht hat die Kosten seines Verfahrens zu Recht nach Obsie-
gen und Unterliegen zwischen den Klägern zu 1 bis 3 und dem Beklagten auf-
geteilt und dabei auch die Verurteilung des Beklagten im Rahmen seines Aner-
kenntnisses zu seinen Lasten gewertet. Soweit das Beschwerdegericht insoweit
mit der Folge einer vollen Kostenpflicht der Klägerinnen ein sofortiges Aner-
kenntnis im Sinne von § 93 ZPO (für Verfahren ab dem 1. September 2009 vgl.
§ 243 Nr. 4 FamFG) angenommen hat, hält dies der rechtlichen Prüfung nicht
stand.
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a) In Rechtsprechung und Literatur ist allerdings umstritten, ob ein Un-
terhaltsschuldner, der lediglich Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt
erbringt, damit Veranlassung zur Erhebung der Klage gegeben hat oder ob dies
ohne vorherige Aufforderung zur Titulierung des gezahlten Teils nur hinsichtlich
des nicht gezahlten Teils gilt.
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aa) Teilweise wird die Auffassung vertreten, ein Unterhaltsschuldner, der
nur Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt erbringe, gebe durch sein
Verhalten hinsichtlich des vollen Unterhaltsanspruchs Veranlassung zur Einrei-
chung der Klage im Sinne von § 93 ZPO (OLG Zweibrücken FamRZ 2002,
1130; OLG Köln OLGR 2002, 384 und NJW-RR 1998, 1703; OLG Düsseldorf
FamRZ 1991, 1207; OLG Koblenz FamRZ 1986, 826; Zöller/Herget ZPO
28. Aufl. § 243 FamFG Rdn. 5 m.w.N.).
bb) Nach einer anderen in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auf-
fassung gibt ein Unterhaltsverpflichteter im Umfang eines freiwillig gezahlten
Teilbetrages auf den geschuldeten Unterhalt keine Veranlassung zur Klage,
wenn er nicht vorprozessual aufgefordert worden ist, diesen Teilbetrag titulieren
zu lassen. Danach kommt in einem anschließenden Rechtsstreit ein sofortiges
Anerkenntnis im Sinne des § 93 ZPO in Betracht, soweit der Unterhaltsschuld-
ner zuvor nicht zur Titulierung des Sockelbetrages aufgefordert worden war
(OLG Oldenburg FamRZ 2003, 1575; OLG Karlsruhe FamRZ 2002, 102; OLG
Nürnberg FamRZ 2000, 621; OLG Braunschweig OLGR 1998, 332; OLG Ham-
burg FamRZ 1993, 101; OLG München OLGR 1992, 25; OLG Bremen FamRZ
1989, 876 und Thomas/Putzo/Hüßtege ZPO § 93 Rdn. 7 a).
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Zum Teil wird hier allerdings vertreten, dass der Unterhaltsschuldner Ver-
anlassung zur Erhebung der gesamten Klage gegeben hat, wenn der geschul-
dete Unterhalt erheblich über dem tatsächlich gezahlten Unterhalt liege (OLG
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Oldenburg FamRZ 2003, 1575; OLG Nürnberg FamRZ 2002, 252; OLG Düs-
seldorf FamRZ 1994, 117; OLG Hamm FamRZ 1993, 712).
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b) Der Senat schließt sich der zuerst genannten Auffassung an.
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aa) Ein Unterhaltsgläubiger hat grundsätzlich auch dann ein Rechts-
schutzinteresse an der vollständigen Titulierung seines Unterhaltsanspruchs,
wenn der Schuldner den Unterhalt bisher regelmäßig und rechtzeitig gezahlt hat
(Senatsurteil vom 1. Juli 1998 - XII ZR 271/97 - FamRZ 1998, 1165). Der Grund
für diese Rechtsprechung liegt darin, dass der Schuldner seine freiwilligen Zah-
lungen jederzeit einstellen kann und der Unterhaltsgläubiger auf laufende
pünktliche Unterhaltsleistungen angewiesen ist. § 258 ZPO sieht deswegen
ausdrücklich die Möglichkeit einer Klage auf künftige wiederkehrende Leistun-
gen vor.
Allerdings gibt ein Unterhaltsschuldner, der den vollen geschuldeten Un-
terhalt regelmäßig zahlt, dem Unterhaltsgläubiger keinen Anlass zur Erhebung
einer Klage im Sinne von § 93 ZPO. Der Unterhaltsgläubiger muss deswegen,
wenn er die Rechtsfolgen eines sofortigen Anerkenntnisses nach § 93 ZPO
vermeiden will, den Unterhaltsgläubiger in solchen Fällen zunächst zur außer-
gerichtlichen Titulierung des Unterhaltsanspruchs auffordern (zum Inhalt einer
Titulierungsaufforderung vgl. OLG Stuttgart FamRZ 1990, 1368). Zahlt der Un-
terhaltsschuldner also den vollen geschuldeten Unterhalt und wurde er vor
Klagerhebung nicht ordnungsgemäß zur Titulierung aufgefordert, bleibt ihm im
Rechtsstreit die Möglichkeit eines sofortigen Anerkenntnisses mit der Kosten-
folge des § 93 ZPO.
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bb) Erbringt der Unterhaltsschuldner - wie hier - allerdings lediglich einen
Teilbetrag auf den geschuldeten Unterhalt, scheidet die Möglichkeit eines sofor-
tigen Anerkenntnisses in einem Rechtsstreit auf den vollen Unterhalt aus. Auch
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dann hat der Gläubiger ein Titulierungsinteresse auf den vollen geschuldeten
Unterhalt. Hinsichtlich des nicht gezahlten Teils des Unterhalts ist ein Titel
schon deswegen erforderlich, weil erst dieser dem Unterhaltsgläubiger die Voll-
streckung ermöglicht. Ein Titulierungsinteresse besteht allerdings auch, wie im
Falle der Zahlung des vollen Unterhalts, hinsichtlich eines gezahlten Teilbetra-
ges. Das Titulierungsinteresse unterscheidet sich also nicht von den Fällen, in
denen der Unterhaltsschuldner regelmäßig den vollen Unterhalt zahlt.
Wenn der Unterhaltsschuldner lediglich Teilleistungen auf den geschul-
deten Unterhalt erbringt, gibt er dem Unterhaltsgläubiger damit Anlass zur Kla-
ge hinsichtlich des gesamten Unterhalts, ohne dass es auf eine vorherige Auf-
forderung zur außergerichtlichen Titulierung ankommt. Wie sich schon aus den
gezahlten Teilleistungen ergibt, ist der Schuldner in solchen Fällen gerade nicht
freiwillig bereit, den gesamten geschuldeten Unterhalt zu leisten. Eine außerge-
richtliche Titulierung würde deswegen lediglich zu einem Titel über den freiwillig
gezahlten Teil des geschuldeten Unterhalts führen. Ein weitergehender Unter-
haltsanspruch wäre auch dann nicht vollstreckbar und der Unterhaltsberechtigte
wäre auf eine weitere Klage hinsichtlich des nicht freiwillig titulierten Unterhalts
angewiesen. Dabei wäre er im Regelfall auf eine Leistungsklage nach § 257
ZPO verwiesen und müsste seinen Unterhaltsanspruch aus zwei verschiedenen
Titeln vollstrecken, wobei es dem Unterhaltsschuldner freistünde, auf welchen
Titel er freiwillig zahlt.
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Denn wenn der Unterhaltsschuldner mit einem außergerichtlichen Titel
lediglich einen Sockelbetrag als Teilunterhalt anerkannt hat, ist der restliche
Unterhalt nicht im Wege der Abänderungsklage nach § 323 ZPO, sondern mit
der Leistungsklage nach § 258 ZPO geltend zu machen (Senatsurteile BGHZ
172, 22 = FamRZ 2007, 983; vom 3. November 2004 - XII ZR 120/02 - FamRZ
2005, 101 und vom 7. November 1990 - XII ZR 9/90 - FamRZ 1991, 320). Nur
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wenn der Unterhaltsschuldner mit dem außergerichtlichen Titel den vollen Un-
terhalt anerkennen und der Unterhaltsgläubiger sich darauf einlassen würde,
wäre eine spätere Anpassung im Wege der Abänderungsklage nach § 323 ZPO
möglich, was eine Vollstreckung aus einem einheitlichen Titel ermöglichen wür-
de. Eine solche Vereinbarung des vollen Unterhalts liegt allerdings nicht vor,
wenn die Parteien - wie hier - schon außergerichtlich über die Höhe des vollen
Unterhalts streiten und sich nicht auf einen Betrag einigen können. Aus der
Sicht des Unterhaltsgläubigers, auf die es insoweit ankommt, hat der Unter-
haltsschuldner dann nur einen Teil des begehrten Unterhalts anerkannt. Und
auch der Unterhaltsschuldner weiß im Falle eines fortdauernden Streits über die
Unterhaltshöhe, dass er nur einen Teilbetrag des verlangten Unterhalts akzep-
tiert hat.
Würde der vom Unterhaltsschuldner akzeptierte Teilbetrag zunächst au-
ßergerichtlich tituliert, müsste der Unterhaltsgläubiger den restlichen Unterhalt
zusätzlich im Wege der Leistungsklage geltend machen. Ein solches zweiglei-
siges Verfahren mit den Folgen der unterschiedlichen späteren Abänderbarkeit
der beiden Titel nach § 313 BGB für den außergerichtlichen Titel einerseits und
nach § 323 Abs. 2 und 3 ZPO für den ergänzenden gerichtlichen Titel mit mate-
rieller Rechtskraft andererseits ist dem Unterhaltsgläubiger nicht zumutbar.
Deswegen gibt der Unterhaltsschuldner, der nicht den vollen Unterhalt leistet,
grundsätzlich Anlass zur Klageerhebung in Höhe des gesamten geschuldeten
Unterhalts, ohne dass er zunächst zur außergerichtlichen Titulierung aufgefor-
dert werden muss. In solchen Fällen kommt ein sofortiges Anerkenntnis im Sin-
ne des § 93 ZPO also nicht mehr in Betracht.
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c) Der Beklagte hat hier unstreitig lediglich einen Teil des geschuldeten
Unterhalts geleistet und damit Anlass zu der Klage auf Kindesunterhalt gege-
ben. Soweit die Klage Erfolg hatte, also in Höhe von 110 % des Mindestunter-
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halts der 3. Altersstufe abzüglich hälftigen Kindergeldes nebst rückständigem
Unterhalt und Sonderbedarf der Klägerin zu 3, hat deswegen nach § 92 Abs. 1
ZPO der Beklagte die Kosten zu tragen. Dies führt zu der Kostenquote, wie sie
das Amtsgericht in dem angefochtenen Urteil zutreffend errechnet hat. Die Kos-
ten der erfolglosen Rechtsmittelverfahren hat der Beklagte nach § 97 Abs. 1
ZPO zu tragen.
Hahne Wagenitz Vézina
Dose
Klinkhammer
Vorinstanzen:
AG Potsdam, Entscheidung vom 17.04.2008 - 44a F 237/07 -
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 31.10.2008 - 15 WF 265/08 -