Urteil des BGH, Az. 3 StR 364/03

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BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
3 StR 364/03
vom
9. Oktober 2003
in der Strafsache
gegen
wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge
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Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundes-
anwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 9. Oktober 2003 ge-
mäß § 349 Abs. 1 StPO beschlossen:
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts
Flensburg vom 19. Juni 2003 wird verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-
gen.
Gründe:
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Einfuhr von Betäubungs-
mitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Handeltreiben mit Betäu-
bungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren
und acht Monaten verurteilt.
Innerhalb der Revisionseinlegungsfrist hat sich der Angeklagte mit ei-
nem in serbo-kroatischer Sprache verfaßten Schreiben an das Landgericht
gewandt. Es bestehen Zweifel, ob er mit diesem Schreiben Revision einlegen
wollte, wie der Generalbundesanwalt in seiner Stellungnahme meint: Eine
Übersetzung, die nach Ablauf der Revisionsbegründungsfrist - anscheinend
von dem Vorsitzenden der Strafkammer - veranlaßt worden ist, läßt nicht er-
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kennen, daß dem Angeklagten an einer Überprüfung des Urteils gelegen ist.
Jedenfalls aber wäre das Rechtsmittel aus den vom Generalbundesanwalt
dargelegten Gründen unzulässig.
Tolksdorf Miebach Winkler
Pfister Becker