Urteil des BGH vom 13.11.2007, IV ZR 336/07

Aktenzeichen: IV ZR 336/07

BGH (beschwerde, zpo, begründung, versicherer, versicherungsnehmer, interesse, insolvenz, zulassung, anlass, abtretungsverbot)

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

IV ZR 336/07

vom

10. März 2010

in dem Rechtsstreit

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden

Richter Terno, den Richter Seiffert, die Richterinnen Dr. Kessal-Wulf,

Harsdorf-Gebhardt und den Richter Dr. Karczewski

am 10. März 2010

beschlossen:

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung

der Revision in dem Urteil des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 13. November 2007 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens

einschließlich der der Streithelferin der Beklagten entstandenen Kosten.

Beschwerdewert: 22.531,66

Gründe:

1Die Beschwerde ist zurückzuweisen, weil Gründe für die Zulassung

der Revision 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO), mit der die Klägerin nur noch

den Hilfsantrag weiterverfolgen will, nicht vorliegen.

2Das Beschwerdevorbringen gibt keinen Anlass, die Rechtsprechung des Senats zu den Voraussetzungen weiterzuentwickeln, unter

denen das Berufen des Haftpflichtversicherers auf das Abtretungsverbot

rechtsmissbräuchlich sein kann (Urteile vom 26. März 1997 - IV ZR

137/96 - VersR 1997, 1088 unter 5 c cc und vom 21. April 2004 - IV ZR

113/03 - VersR 2004, 994 unter II 2 b m.w.N.). Im Fall der Insolvenz des

Versicherungsnehmers war der Geschädigte nach früherem Recht hinreichend geschützt, und zwar durch § 157 VVG a.F. (vgl. Senatsurteil

vom 17. März 2004 - IV ZR 268/03 - VersR 2004, 634 unter II 2 m.w.N.)

und die Rechtsprechung des Senats zum rechtlichen Interesse des Geschädigten an der Feststellung, dass der Versicherer dem Versicherungsnehmer Deckungsschutz zu gewähren habe, wenn dies - wie hier

angesichts der Deckungszusage der Beklagten vom 22. Dezember 1998

offenbar nicht - umstritten ist (Urteil vom 15. November 2000 - IV ZR

223/99 - VersR 2001, 90 unter 2 b m.w.N.). Die danach trotz des Abtretungsverbots auf der Hand liegenden Möglichkeiten, ihre Interessen effektiv wahrzunehmen, hat die Klägerin nicht genutzt.

3Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2

Halbs. 2 ZPO abgesehen.

Terno Seiffert Kessal-Wulf

Harsdorf-Gebhardt Dr. Karczewski

Vorinstanzen:

LG Köln, Entscheidung vom 28.09.2006 - 24 O 589/01 -

OLG Köln, Entscheidung vom 13.11.2007 - 9 U 204/06 -

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Leitsatzentscheidung

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