Urteil des BGH vom 20.12.2006, 1 StR 540/06

Aktenzeichen: 1 StR 540/06

BGH (motiv, zeuge, haft, stpo, nachteil, nachprüfung, grund, strafsache)

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

1 StR 540/06

vom

20. Dezember 2006

in der Strafsache

gegen

wegen falscher uneidlicher Aussage u. a.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Dezember 2006 beschlossen:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts

München I vom 31. Mai 2006 wird als unbegründet verworfen, da die

Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat 349

Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt

der Senat:

Ausweislich der eindeutigen Urteilsfeststellungen (UA S. 20, 23, 37)

war alleiniges Motiv des Angeklagten, durch seine Falschaussagen

als Zeuge zu erreichen, dass der damalige Angeklagte T. nicht

bestraft werde. Dass kein Selbstbegünstigungsmotiv vorgelegen hat,

ergibt sich im Übrigen schon daraus, dass sich der Angeklagte damals selbst als Täter bezichtigte, weil er es "nicht länger ertragen

[könne], seinen Freund T. [den er als seinen Blutsbruder bezeichnete] weiterhin in Haft zu sehen". Die Sachverhaltsinterpretation

der Revision, wonach der Angeklagte (auch) aus einem Selbstbegünstigungsmotiv gehandelt habe, geht daher an den Urteilsfeststellungen vorbei. Zu weiteren Aufklärungen hinsichtlich des Motivs des

Angeklagten war das Landgericht daher nicht gedrängt.

Nack Boetticher Hebenstreit

Elf Graf

Letze Urteile des Bundesgerichtshofs

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 278/01 vom 17.10.2001

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 245/01 vom 17.10.2001

Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

Urteil herunterladen
Informationen
Optionen
Sie suchen einen Anwalt?

Wir finden den passenden Anwalt für Sie! Nutzen Sie einfach unseren jusmeum-Vermittlungsservice!

Zum Vermittlungsservice