Urteil des BGH vom 13.06.2006, IX ZA 29/05

Aktenzeichen: IX ZA 29/05

Berichtigungsbeschluss

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

IX ZA 29/05

vom

13. Juni 2006

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Fischer und die Richter Dr. Ganter, Raebel, Kayser und Cierniak

am 13. Juni 2006

beschlossen:

Der Tenor des Senatsbeschlusses vom 23. März 2006 wird nach

§ 319 Abs. 1 ZPO dahin berichtigt, dass es statt "Dem Kläger"

heißen muss: "Dem Beklagten".

Die Gegenvorstellung des Beklagten gegen den Beschluss vom

23. März 2006 wird zurückgewiesen.

Gründe:

1Der Tenor des Senatsbeschlusses vom 23. März 2006 war nach § 319

Abs. 1 ZPO wegen offensichtlicher Unrichtigkeit zu berichtigen.

2Die Gegenvorstellung des Beklagten gibt dem Senat keine Veranlassung, seinen Beschluss zu ändern. Die nach dem früheren Recht der DDR zu

beurteilende Wirksamkeit der Veräußerung des Nachlassgrundstücks ist bereits

im Vorprozess geklärt worden. Wie der Beklagte selbst vorträgt, ist seine minderjährige Halbschwester Heike bei der Erklärung der Auflassung am 2. August

1967 von ihrem Stiefvater - Vater des Beklagten - vertreten worden. Ob diese

Vertretung wirksam war, kann dahin stehen. Die das Kind Heike betreffenden

Erklärungen sind - wiederum nach dem eigenen Vortrag des Beklagten - jeden-

falls später von dem Jugendfürsorger "als bestellter Vormund des Referats Jugendhilfe" genehmigt worden. Hierbei hat er eine Verfügung des Referats Jugendhilfe über die Anordnung der Vormundschaft vom 18. Januar 1967 vorgelegt. Dass die Bestellung unwirksam war, ist nicht ersichtlich. Auf die allgemeinen Entscheidungsbefugnisse der Jugendfürsorger kommt es danach nicht an,

ebenso wenig darauf, ob der Referatsleiter eine spezielle Vollmacht zur Vertretung der Minderjährigen erteilt hat und erteilen durfte. Selbst wenn man mit dem

Beklagten dies alles anders sehen wollte, wirft das vorliegende Verfahren keine

Rechtsfragen von grundsätzlicher, auch für den heutigen Rechtszustand oder

für eine nennenswerte Anzahl von Fällen noch erheblicher Bedeutung auf. Auch

ein sonstiger Zulassungsgrund im Sinne von § 543 Abs. 2 ZPO ist nicht einmal

ansatzweise ersichtlich.

Fischer Ganter Raebel

Kayser Cierniak

Vorinstanzen:

LG Berlin, Entscheidung vom 19.11.2002 - 36 O 604/99 -

KG Berlin, Entscheidung vom 14.10.2005 - 25 U 58/04

Vorinstanzen:

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Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

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