Urteil des BGH vom 29.05.2008, 1 StR 228/08

Entschieden
29.05.2008
Schlagworte
Stpo, Bild, Beweiserhebung, Aufklärungspflicht, Wahl, Hauptverhandlung, Stellungnahme, Nachprüfung, Grund, Nachteil
Urteil herunterladen

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

1 StR 228/08

vom

29. Mai 2008

in der Strafsache

gegen

wegen Vergewaltigung u.a.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 29. Mai 2008 beschlossen:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts

Augsburg vom 23. Oktober 2007 wird als unbegründet verworfen,

da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben

hat 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die

der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Soweit die Revision die Aufklärungsrüge 244 Abs. 2 StPO) erhoben hat, das Landgericht hätte Größe und Körpergewicht des

Angeklagten und der Geschädigten durch einen Sachverständigen

bestimmen lassen müssen, bemerkt der Senat in Ergänzung der

Stellungnahme des Generalbundesanwalts vom 6. Mai 2008 Folgendes: Der Angeklagte und die als Zeugin vernommene Geschädigte waren in der Hauptverhandlung anwesend. Das Gericht

konnte sich daher von deren Größe und körperlicher Konstitution

unmittelbar ein Bild machen. Zu der von der Revision vermissten

Beweiserhebung drängte die Aufklärungspflicht somit nicht.

Wahl Boetticher Hebenstreit

Graf Sander

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 278/01 vom 17.10.2001

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 245/01 vom 17.10.2001

Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

Anmerkungen zum Urteil