Urteil des BGH, Az. I ZR 137/07

BGH (uwg, zpo, bewertung, vorinstanz, anlass, begründung, wettbewerbsrecht, streitwert, mitarbeiter, sicherung)
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
I ZR 137/07
vom
13. Dezember 2007
in dem Rechtsstreit
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Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. Dezember 2007
durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Pokrant,
Prof. Dr. Büscher, Dr. Bergmann und Dr. Kirchhoff
beschlossen:
Der Antrag, die Sprungrevision gegen das Urteil der 17. Zivil-
kammer des Landgerichts Stuttgart vom 31. Juli 2007 zuzulassen,
wird auf Kosten der Beklagten abgelehnt. Weder hat die Rechts-
sache grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des
Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine
Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 566 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5
Satz 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO).
Nach einhelliger Auffassung ist es wettbewerbswidrig, einen frem-
den Betrieb zum Zweck der Abwerbung dort beschäftigter Mitarbei-
ter aufzusuchen (vgl. BGH, Urt. v. 5.10.1966 - Ib ZR 136/64, GRUR
1967, 104, 106 - Stubenhändler; ferner Lindacher in Festschrift für
Erdmann, 2002, S. 647, 652, 656; Köhler in Hefermehl/Köhler/
Bornkamm, Wettbewerbsrecht, 25. Aufl., § 4 UWG Rdn. 10.112; Pi-
per in Piper/Ohly, UWG, 4. Aufl., § 4 Rdn. 11/356; Omsels in
Harte/Henning, UWG, § 4 Nr. 10 Rdn. 30). Die Rechtsprechung des
Senats zur telefonischen Ansprache am Arbeitsplatz zu Abwer-
bungszwecken (BGHZ 158, 174 - Direktansprache am Arbeits-
platz I; BGH, Urt. v. 9.2.2006 - I ZR 73/02, GRUR 2006, 426 = WRP
2006, 577 - Direktansprache am Arbeitsplatz II) gibt zu einer Ände-
rung dieser Bewertung keinen Anlass.
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Von einer weiteren Begründung wird abgesehen (§ 544 Abs. 4
Satz 2, 2. Halbsatz ZPO analog).
Streitwert: 50.000 €
Bornkamm
Pokrant
Büscher
Bergmann
Kirchhoff
Vorinstanz:
LG Stuttgart, Entscheidung vom 31.07.2007 - 17 O 147/07 -