Urteil des BGH vom 28.10.2003, 5 StR 411/03

Entschieden
28.10.2003
Schlagworte
Flucht, Raum, Stgb, Verkehrssicherheit, Stpo, Strafsache
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5 StR 411/03

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom 28. Oktober 2003 in der Strafsache

gegen

wegen erpresserischen Menschenraubes u.a.

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. Oktober 2003

beschlossen:

Die Revision des Angeklagten G gegen das Urteil

des Landgerichts Zwickau vom 5. März 2003 wird nach

§ 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels

zu tragen.

Der Senat folgt den Hilfserwägungen in der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 3. September 2003: Der spezifische Zusammenhang zwischen Tat und Verkehrssicherheit, den der 4. und der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs für einen Maßregelausspruch nach § 69 Abs. 1 Satz 1 StGB

verlangen (vgl. BGH, Anfragebeschluß vom 16. September 2003

4 StR 85/03 u.a.; Urteil vom 26. September 2003 2 StR 161/03), ist hier

ausreichend belegt durch die Erwägungen des Landgerichts zur Fahrt des

zudem drogenbeeinflußten Angeklagten über eine beträchtliche

Wegstrecke mit dem Entführungsopfer, wodurch eine gefährliche Ablenkung

des Fahrers riskiert wurde, zudem weitergehende latente Risiken für den

nicht unwahrscheinlichen Fall von Flucht- oder Widerstandsversuchen des

Opfers eingegangen wurden (UA S. 43).

Harms Häger Basdorf

Gerhardt Raum

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 278/01 vom 17.10.2001

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 245/01 vom 17.10.2001

Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

Anmerkungen zum Urteil