Urteil des BGH vom 21.07.2000, 1 StR 545/00

Entschieden
21.07.2000
Schlagworte
Strafkammer, Hauptverhandlung, Verkündung, Anfang, Stpo, Nachteil, Vergewaltigung, Nachprüfung, Grund, Strafsache
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

1 StR 545/00

vom

7. März 2001

in der Strafsache

gegen

wegen Vergewaltigung u.a.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. März 2001 beschlossen:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts

München I vom 21. Juli 2000 wird als unbegründet verworfen, da

die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben

hat 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Zu der Beanstandung, die Strafkammer habe im Urteil bei der

Glaubhaftigkeitsprüfung nicht erörtert, daß die Belastungszeugin

abweichend von ihrer ursprünglichen Darstellung erstmals in der

Hauptverhandlung zusätzliche Vergewaltigungen behauptete,

bemerkt der Senat:

Das Vorbringen im Schriftsatz vom 14. Dezember 2000 kann jedenfalls deshalb keinen Erfolg haben, weil den nach Verkündung

des angegriffenen Urteils angeklagten weiteren drei Tatkomplexen hinsichtlich der elf abgeurteilten Taten keine wesentliche Beweisbedeutung zukam. Sie waren daher nicht erörterungsbedürftig, zumal die Zeugin, wie auch dem Urteil zu entnehmen ist, von

Anfang an über die zunächst angeklagten Vorfälle hinaus von

weiteren sexuellen Übergriffen berichtet hatte.

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Hebenstreit Schaal

Urteil vom 17.10.2001

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Leitsatzentscheidung

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Anmerkungen zum Urteil