Urteil des BGH vom 02.06.2014, V ZR 291/02

Entschieden
02.06.2014
Schlagworte
Wasser, Energie
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

K V R 7 7 / 1 3

vom

2. Juni 2014

in dem Kartellverwaltungsverfahren

Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. Juni 2014 durch die

Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Meier-Beck und Dr. Raum sowie die Richter

Prof. Dr. Strohn, Dr. Bacher und Dr. Deichfuß

beschlossen:

Auf die Beschwerde der Landeskartellbehörde Energie und Wasser wird die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Kartellsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 5. September 2013

zugelassen.

Gründe:

1Die Nichtzulassungsbeschwerde der Landeskartellbehörde Energie und

Wasser ist begründet. Die Rechtsbeschwerde ist zur Fortbildung des Rechts

zuzulassen.

2Dieser Zulassungsgrund setzt voraus, dass der Einzelfall Veranlassung

gibt, Leitsätze für die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen

oder formellen Rechts aufzustellen oder Gesetzeslücken auszufüllen (BGH,

Beschluss vom 27. März 2003 ­ V ZR 291/02, BGHZ 154, 288, 292). Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt. In Fortentwicklung der Senatsentscheidung

"Wasserpreise Calw" (BGH, Beschluss vom 15. Mai 2012 ­ KVR 51/11, WuW/E

DE­R 3632) besteht Anlass, eine rechtliche Orientierungshilfe für die Bewertung

von Preisbildungsfaktoren zu geben und insbesondere zu der Frage Stellung zu

nehmen, ob eine Anwendung der Grundsätze der Strom- und Gasnetzentgeltverordnung mit anderen Methoden der Preisfindung kombiniert werden kann.

Meier-Beck Raum Strohn

Bacher Deichfuß

Vorinstanz:

OLG Stuttgart, Entscheidung vom 05.09.2013 - 201 Kart 1/12 -

Urteil vom 29.09.2016

X ZR 58/14 vom 29.09.2016

Urteil vom 06.10.2016

I ZR 97/15 vom 06.10.2016

Urteil vom 09.11.2016

5 StR 425/16 vom 09.11.2016

Anmerkungen zum Urteil