Urteil des BGH vom 17.04.2013, IX ZR 12/11

Entschieden
17.04.2013
Schlagworte
Anweisung, Anschluss, Kredit
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

IX ZR 12/11

vom

17. April 2013

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Prof. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill, Dr. Fischer und Grupp

am 17. April 2013

beschlossen:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem

Urteil des 1. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts

Hamburg vom 17. Dezember 2010 wird auf Kosten des Klägers

zurückgewiesen.

Der Wert des Beschwerdeverfahrens wird auf 264.172,77 festgesetzt.

Gründe:

1Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO)

und zulässig 544 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 ZPO). Sie hat jedoch keinen Erfolg.

Weder hat die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine

Entscheidung des Revisionsgerichts 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

2Wie der Senat mit Urteil vom 21. Juni 2012 (IX ZR 59/11, WM 2012,

1448 Rn. 12) entschieden hat, ist bei der Beurteilung der gläubigerbenachteiligenden Wirkung 129 Abs. 1 InsO) von Zahlungen Dritter auf Verbindlichkeiten des Schuldners weiterhin grundsätzlich zwischen einer Anweisung auf

Schuld und einer Anweisung auf Kredit zu unterscheiden. Der von der Beschwerde diesbezüglich im Anschluss an das Urteil des Senats vom 6. Oktober

2009 (IX ZR 191/05, BGHZ 182, 317) gesehene Bedarf nach einer klarstellenden Entscheidung besteht nicht mehr. Das Urteil des Berufungsgerichts stimmt

mit dieser Rechtsprechung überein.

Kayser Gehrlein Vill

Fischer Grupp

Vorinstanzen:

LG Hamburg, Entscheidung vom 12.08.2009 - 303 O 305/06 -

OLG Hamburg, Entscheidung vom 17.12.2010 - 1 U 148/09 -

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Urteil vom 09.11.2016

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Anmerkungen zum Urteil