Urteil des BGH vom 09.06.2010, 2 StR 146/10

Entschieden
09.06.2010
Schlagworte
Nachteil, Gutachten, Störung, Hauptverhandlung, Grund, Nachprüfung, Antrag, Anhörung, Stpo, Strafsache
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

2 StR 146/10

vom

9. Juni 2010

in der Strafsache

gegen

wegen versuchten Mordes u. a. hier: Revision der Nebenklägerin P.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführerin am 9. Juni 2010 gemäß

§ 349 Abs. 1 StPO beschlossen:

Die Revision der Nebenklägerin gegen das Urteil des Landgerichts

Bonn vom 24. November 2009 wird als unzulässig verworfen.

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels und

die der Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Gründe:

1

Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, unerlaubtem Führen eines einer

Schusswaffe gleichgestellten Gegenstandes und unerlaubtem Umgang mit Molotowcocktails zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Gegen dieses Urteil wendet sich die Revision der Nebenklägerin, die die 2

allgemeine Sachrüge erhoben hat.

Die Revision ist unzulässig. 3

Der Revisionsbegründung ist nicht zu entnehmen, dass das Urteil mit

4 Das Landgericht Bonn hat die Angeklagte wegen versuchten Mordes in

dem Ziel einer Änderung des Schuldspruchs wegen einer anderen oder einer

weiteren Gesetzesverletzung angegriffen wird, die zum Anschluss als Nebenkläger berechtigt. Nebenkläger können ein Urteil nicht mit dem Ziel anfechten,

dass eine andere Rechtsfolge verhängt wird 80 Abs. 3 JGG, § 400 Abs. 1

StPO). Dies gilt auch für die möglicherweise von der Nebenklägerin erstrebte

Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (BGH

NStZ 2007, 166). Deshalb bedarf es bei Revisionen der Nebenkläger in der Regel eines Revisionsantrages, der deutlich macht, dass der Beschwerdeführer

ein zulässiges Ziel verfolgt (st. Rspr.; vgl. BGH BGHR StPO § 400 Abs. 1 Zulässigkeit 10 sowie den Beschluss des Senats vom 9. Dezember 2009 2 StR

528/09).

Rissing-van Saan Fischer Roggenbuck

Appl Bender

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 278/01 vom 17.10.2001

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 245/01 vom 17.10.2001

Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

Anmerkungen zum Urteil