Urteil des BGH, Az. IX ZR 54/04

BGH (beschwerde, berlin, zpo, begründung, erwägung, nachteil, fortbildung, sicherung, kenntnis)
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
IX ZR 54/04
vom
29. März 2007
in dem Rechtsstreit
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Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Gero Fischer und die Richter Dr. Ganter, Dr. Kayser, Vill und Dr. Detlev
Fischer
am 29. März 2007
beschlossen:
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem
Urteil des 21. Zivilsenats des Kammergerichts vom 23. Januar
2004 wird auf Kosten der Kläger zurückgewiesen.
Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf
41.989,11 € festgesetzt.
Gründe:
Die zulässige Beschwerde ist unbegründet. Weder hat die Rechtssache
grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die
Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisi-
onsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).
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Die Bezugnahme auf die Entscheidungsgründe des Urteils vom 4. No-
vember 2003 im Rechtsstreit 21 U 92/02 entspricht den Anforderungen der
höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGHZ 39, 333, 345 f, BGH, Beschl. v.
2. Oktober 1970 - I ZB 9/69, NJW 1971, 39; Urt. v. 8. November 1990 - I ZR
49/89, NJW-RR 1991, 830). Das von der Nichtzulassungsbeschwerde angegrif-
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fene Auslegungsergebnis des Berufungsgerichts hinsichtlich der Honorarver-
einbarung vom 23. September 1998 und den Nachträgen vom 16./18. August
1999 und vom 12. März 2000 beruht auf einer tatrichterlich zulässigen Würdi-
gung des Prozessstoffes und lässt keine Verfahrensgrundrechtsverletzung zum
Nachteil des Beschwerdeführers erkennen. Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet das
Gericht, die Ausführungen und Anträge der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu
nehmen und in Erwägung zu ziehen. Hingegen ist es nicht erforderlich, alle Ein-
zelpunkte des Parteivortrages in den Gründen der Entscheidung auch aus-
drücklich zu bescheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f).
Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2
Halbs. 2 ZPO abgesehen.
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Dr.
Gero
Fischer
Dr.
Ganter
Dr.
Kayser
Vill
Dr.
Detlev
Fischer
Vorinstanzen:
LG Berlin, Entscheidung vom 07.02.2003 - 2 O 124/02 -
KG Berlin, Entscheidung vom 23.01.2004 - 21 U 49/03 -