Urteil des BAG vom 14.03.2017, 3 AZR 80/08

Entschieden
14.03.2017
Schlagworte
Altersrente, Vorinstanz, Altersrentner, Hinterbliebenenrente, Person, Witwe, Entwertung, Rente, Ige, Format
Urteil herunterladen

Siehe auch: Urteil des 3. Senats vom 18.5.2010 - 3 AZR 80/08 -, Urteil des 3. Senats vom 18.5.2010 - 3 AZR 97/08 -

Pressemitteilung Nr. 36/10

Betriebliche Altersversorgung - Verrechnung bei Hinterbliebenenversorgung

Verrechnungsklauseln in einer die betriebliche Altersversorgung regelnden Betriebsvereinbarung müssen dem betriebsverfassungsrechtlichen Gebot der angemessenen Behandlung aller Arbeitnehmer entsprechen. Das ist nicht mehr der Fall, wenn sie durch Verrechnungsklauseln andere Bezüge unverhältnismäßig entwerten. Eine unverhältnismäßige Entwertung liegt einmal vor, wenn auf eine betriebliche Altersrente vom Altersrentner anderweitig bezogene Hinterbliebenenversorgung, auch eine aus öffentlichen Kassen geleistete, zu mehr als 80 % angerechnet wird. Ebenso darf auf eine betriebliche Hinterbliebenenrente die eigene gesetzliche Altersrente des Hinterbliebenen nur zu 80 % angerechnet werden. Eine gesetzliche „Rente wegen Todes“ darf dagegen bis zu 100 % angerechnet werden, wenn sie wegen des Todes der Person gezahlt wird, nach deren Ableben auch die betriebliche Hinterbliebenenversorgung geleistet wird.

Dies hat der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichts entschieden. Anders als in den Vorinstanzen waren deshalb die Klagen eines Altersrentners und einer Witwe, die betriebliche Hinterbliebenenversorgung bezogen hatten, teilweise erfolgreich.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18. Mai 2010 - 3 AZR 97/08 - Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 7. August 2007 - 6 Sa 315/07 -

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18. Mai 2010 - 3 AZR 80/08 - Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 7. September 2007 - 10 Sa 904/07 -

Nicht statthafte Rechtsbeschwerde

3 AZB 28/11 vom 03.08.2011

Vorlageanspruch des Betriebsrats - funktionelle Zuständigkeit

1 ABR 76/16 vom 20.03.2018

Vorlageanspruch des Betriebsrats - funktionelle Zuständigkeit

1 ABR 74/16 vom 20.03.2018

Anmerkungen zum Urteil