PflSchAnwV 1992

Verordnung über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel

PflSchAnwV 1992

§ 1 Vollständiges Anwendungsverbot

Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 1 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nicht angewandt werden.

§ 2 Eingeschränktes Anwendungsverbot

Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 2 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nur angewandt werden, soweit dies nach Spalte 3 zulässig ist.

§ 3 Anwendungsbeschränkungen

(1) Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 3 Abschnitt A aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nicht angewandt werden, soweit dies nach Spalte 3 verboten ist.

(2) Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 3 Abschnitt B aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nicht in Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten angewandt werden, soweit nicht

1.
sich aus Spalte 3 etwas anderes ergibt oder
2.
das Pflanzenschutzmittel in Unkrautstäben, gebrauchsfertig in Sprühdosen, zur Anwendung nach Wasserzugabe in Handzerstäubern oder als Stäbchen oder Zäpfchen zur Anwendung an Topfpflanzen in den Verkehr gebracht wird oder
3.
eine Anwendung in der Schutzregelung ausdrücklich gestattet ist.

(3) Die zuständige Behörde kann anordnen, daß Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 2 Nummer 2, 3 und 5 oder in Anlage 3 Abschnitt B aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, auch außerhalb von Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten in bestimmt abgegrenzten

1.
Einzugsgebieten von Trinkwassergewinnungsanlagen oder Heilquellen oder
2.
sonstigen Gebieten zum Schutz des Grundwassers
nicht angewandt werden dürfen.

§ 3a Besondere Abgabebedingungen

Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 4 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten und deren Anwendung auf einer Freilandfläche vorgesehen ist, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt wird, dürfen nur dann an einen anderen abgegeben werden, wenn dem Abgebenden zuvor eine dem anderen erteilte Genehmigung nach § 12 Absatz 2 des Pflanzenschutzgesetzes vorgelegt worden ist.

§ 4 Verbot der Anwendung in Naturschutzgebieten und Nationalparken

Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 2 oder 3 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen in Naturschutzgebieten, Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, Naturdenkmälern und gesetzlich geschützten Biotopen im Sinne des § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht angewandt werden, es sei denn, daß eine Anwendung in der Schutzregelung ausdrücklich gestattet ist oder die Naturschutzbehörde die Anwendung ausdrücklich gestattet.

§ 5 Einfuhrverbote

(1) Pflanzgut, in oder auf dem ein Pflanzenschutzmittel vorhanden ist, das aus einem in Anlage 1 aufgeführten Stoff besteht oder einen solchen Stoff enthält, darf nicht eingeführt werden.

(2) Saat- oder Pflanzgut oder Kultursubstrat, in oder auf dem ein Pflanzenschutzmittel vorhanden ist, das aus einem in Anlage 2 aufgeführten Stoff besteht oder einen solchen Stoff enthält, darf nicht eingeführt werden. Dies gilt nicht, soweit nach Anlage 2 Spalte 3 die Anwendung des Stoffes zur Behandlung des Saat- oder Pflanzgutes oder Kultursubstrats ausdrücklich zulässig ist und nicht der Zustimmung der zuständigen Behörde bedarf.

§ 6 Verunreinigungen

Im Rahmen der §§ 1 bis 4 bleiben produktionstechnisch bedingte, geringfügige Verunreinigen mit in den Anlagen aufgeführten Stoffen unberücksichtigt, soweit dadurch nicht der Schutz der menschlichen Gesundheit oder die Abwehr von Gefahren, insbesondere für die Gesundheit von Mensch und Tier und für den Naturhaushalt, beeinträchtigt wird.

§ 7 Ausnahmen

(1) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kann die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln außerhalb von Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten sowie die Einfuhr von Saat- oder Pflanzgut oder Kultursubstrat in Einzelfällen abweichend von den §§ 1 bis 3 und 5 für Forschungs-, Untersuchungs- oder Versuchszwecke genehmigen.

(2) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall genehmigen, daß

1.
in Gewächshäusern oder ähnlich geschlossenen Systemen abweichend von
a)
§ 2 Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 2 aufgeführten Stoff, der in Wasserschutzgebieten oder Heilquellenschutzgebieten nicht angewandt werden darf,
b)
§ 3 Abs. 2 Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 3 Abschnitt B aufgeführten Stoff
bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, in einem Wasserschutzgebiet oder Heilquellenschutzgebiet angewandt werden, soweit durch Schutzvorkehrungen sichergestellt ist, daß die Pflanzenschutzmittel oder ihre Abbauprodukte nicht abgeschwemmt werden oder in das Erdreich versickern können;
2.
im Einvernehmen mit der nach Wasserrecht zuständigen Behörde abweichend von
a)
§ 2 Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 2 aufgeführten Stoff, der in Wasserschutzgebieten oder Heilquellenschutzgebieten nicht angewandt werden darf,
b)
§ 3 Abs. 2 Pflanzenschutzmittel, die aus einem in Anlage 3 Abschnitt B aufgeführten Stoff
bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, in einem Wasserschutzgebiet oder Heilquellenschutzgebiet angewandt werden, wenn sichergestellt ist, daß dadurch der Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier und der Schutz des Grundwassers und des Naturhaushalts nicht beeinträchtigt wird.

§ 8 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

(1) Nach § 69 Absatz 1 Nummer 2, Absatz 6 des Pflanzenschutzgesetzes wird bestraft, wer entgegen § 1 ein Pflanzenschutzmittel anwendet.

(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 68 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a des Pflanzenschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3a ein Pflanzenschutzmittel abgibt.

§ 9 Anwendbarkeit von Vorschriften

Die Nummern 1a, 5a und 7 der Anlage 3 Abschnitt A sind ab dem 31. Mai 2016 nicht mehr anzuwenden.

Anlage 1 (zu den §§ 1 und 5 Abs. 1) Vollständiges Anwendungsverbot

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2003, 1534

Nummer Stoff
1 2
1 Acrylnitril
2 Aldrin
3 Aramit
4 Arsenverbindungen
5 Atrazin
6 Binapacryl
7 Bleiverbindungen
8 Bromacil
9 Cadmiumverbindungen
10 Captafol
11 Carbaryl
12 Chlordan
13 Chlordecone (Kepone)
14 Chlordimeform
15 Chloroform
16 Chlorpikrin
17 Crimidin
18 DDT (1,1,1-Trichlor-2,2-bis(4-chlorphenyl) -ethan und seine Isomeren)
19 1,2-Dibromethan
20 1,2-Dichlorethan
21 1,3-Dichlorpropen
22 Dicofol mit einem Gehalt von weniger als 780 g je kg p.p'-Dicofol oder mehr als 1 g je kg DDT oder DDT-Verbindungen
23 Dieldrin
24 Dinoseb, seine Acetate und Salze
25 Endrin
26 Ethylenoxid
27 Fluoressigsäure und ihre Derivate
28 HCH, technisch
29 Heptachlor
30 Hexachlorbenzol
31 Isobenzan
32 Isodrin
33 Kelevan
34 Lindan
35 Maleinsäurehydrazid und seine Salze, andere als Cholin-, Kalium- und Natriumsalz
36 Maleinsäurehydrazid-Cholin-, -Kalium- und Natriumsalz mit einem Gehalt von mehr als 1 mg je kg freies Hydrazin, ausgedrückt als Säureäquivalent
37 Morfamquat
38 Nitrofen
39 Pentachlorphenol
40 Polychlorterpene
41 Quecksilberverbindungen
42 Quintozen
43 Selenverbindungen
44 2,4,5-T
45 Tetrachlorkohlenstoff

Anlage 2 (zu den §§ 2, 4 und 5 Abs. 2) Eingeschränktes Anwendungsverbot

(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2003, 1535)

NummerStoffAnwendung nur zulässig
123
1Blausäure und Blausäure entwickelnde Verbindungenzur Begasung
1.
in Mühlen und Lagerräumen, in Vorratsräumen und anderen Räumen in Lebensmittelbetrieben und in Transportmitteln und -behältern gegen Vorratsschädlinge;
2.
von Pflanzen in Vegetationsruhe;
3.
in Gewächshäusern.
2Deiquat
1.
zur Krautabtötung bei Kartoffeln;
2.
zur Abreifebeschleunigung
a)
bei Raps, Ackerbohnen und Futtererbsen;
b)
bei Leguminosen, Ölrettich, Lein und Phacelia, deren Samen zur Saatguterzeugung bestimmt sind;
3.
zum Hopfenputzen, auch mit gleichzeitiger Unkrautbekämpfung; in der Zeit vom 1. Juli bis 31. August
3Methylbromid (Monobrommethan)
1.
zur Begasung in Mühlen, in Lagerräumen, in Vorratsräumen und anderen Räumen in Lebensmittelbetrieben, in Vakuumkammern, in gasdichten Kleinsilos, in Transportmitteln und -behältern und unter gasdichten Planen gegen Vorratsschädlinge;
2.
zur Bodenbehandlung außerhalb von Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten im Zierpflanzenbau, in Baumschulen, in Rebschulen und bei der Erzeugung von Pflanzkartoffeln in Zuchtgärten.
4Paraquat
1.
zur Behandlung
a)
gegen Unkräuter und Deckfrüchte im Mais- und Zuckerrübenbau vor der Saat oder vor dem Auflaufen; auf derselben Fläche jedes vierte Jahr;
b)
gegen Unkräuter in Baumschul-Saatbeeten; auf derselben Fläche jedes vierte Jahr;
c)
gegen Unkräuter im Weinbau im Pflanzjahr und bis zum dritten Standjahr der Reben;
2.
zur Abreifebeschleunigung bei Kulturgräsern, deren Samen zur Saatguterzeugung bestimmt sind.
5Phosphorwasserstoff entwickelnde Verbindungen, ausgenommen Zinkphosphid als rodentizides Ködermittelzur Begasung
1.
in Lagerräumen, Vorratsräumen, Silozellen, Transportmitteln und -behältern und unter gasdichten Planen gegen Vorratsschädlinge;
2.
außerhalb von Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten
a)
gegen die Schermaus (Arvicola terrestris L.);
b)
gegen den Hamster (Cricetus cricetus L.) und den Maulwurf (Talpa europaea L.); nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde.
6Schwefelkohlenstoffzur Bodenbehandlung im Weinbau gegen Befallsherde der Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae Fitch), nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde.
7Thallium-I-sulfatin geschlossenen Räumen.
8Zinkphosphidin Ködern; außerhalb von Forsten nur in verdeckt ausgebrachten Ködern.

Anlage 3 (zu den §§ 3 und 4)Anwendungsbeschränkungen

(Fundstelle: BGBl. I 2003, 1536 - 1537;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)


NummerStoff Besondere Bestimmungen
12 3
 Abschnitt A  
1Amitrol Die Anwendung ist verboten
1.
von Luftfahrzeugen aus,
2.
in der Zeit vom 1. September bis 30. April,
3.
mit einem Aufwand von mehr als 4 kg Wirkstoff je Hektar.
1aClothianidinDie Anwendung ist verboten
1.im Haus- und Kleingartenbereich,
2.zur Saatgutbehandlung oder Bodenbehandlung für folgende Getreidearten, wenn die Aussaat zwischen Januar und Juni erfolgt:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
3.zur Blattbehandlung bei folgenden Getreidearten:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
4.zur Saatgutbehandlung, Bodenbehandlung oder Blattbehandlung außer bei Behandlung in Gewächshäusern und außer zur Blattbehandlung nach der Blüte bei folgenden Kulturen:
Ackerbohne/Pferdebohne (Vicia faba var. major; var. equina; var. minor)
Amerikanische Strauchheidelbeere (V. corymbosum)
Anis (Pimpinella anisum)
Apfel (Malus pumila; M. sylvestris; M. communis; Pyrus malus)
Aprikose (Prunus armeniaca)
Avocadofrucht (Persea americana)
Banane (Musa sapientum; M. cavendishii; M. nana)
Baumwolle (Gossypium spp.)
Birne (Pyrus communis)
Bockshornkleesaat (Trigonella foenumgraecum)
Bohne (Phaseolus spp.)
Brombeere (Rubus fruticosus)
Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Chilipfeffer (Capsicum frutescens; C. annuum)
Dattel (Phoenix dactylifera)
Dillsaat (Anethum graveolens)
Erbsen:
 (Gartenerbse (Pisum sativum)
 Felderbse (P. arvense))
Erdbeeren (Fragaria spp.)
Erdnuss (Arachis hypogaea)
Esskastanie (Castanea spp.)
Färberdistelsaat (Carthamus tinctorius)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Gartenschwarzwurzel (Scorzonera hispanica)
Gelbwurz (Curcuma longa)
Gemeine Kuhbohne/Augenbohne (Vigna unguiculata)
Grapefruit (Citrus paradisi)
Gurke (Cucumis sativus)
Hanf (Cannabis sativa)
Haselnuss (Corylus avellana)
Heidelbeere/Blaubeere/Bickbeere (Vaccinium myrtillus)
Himbeere (Rubus idaeus)
Johannisbeere, rote und weiße (Ribes rubrum)
Johannisbeere, schwarze (Ribes nigrum)
Johannisbrotbaum/Karobenbaum (Ceratonia siliqua)
Kaffee (Coffea spp. arabica, robusta, liberica)
Kaki (Diospyros kaki; D. virginiana)
Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
Kichererbse (Cicer arietinum)
Kirsche (Prunus avium)
Kiwi (Actinidia chinensis)
Klee (Trifolium spp.)
Koriander (Coriandrum sativum)
Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
Kümmel (Carum carvi)
Kürbis (Cucurbita spp.)
Leguminosen:
 (Hornschotenklee (Lotus corniculatus)
 Lespedeza (Lespedeza spp.)
 Kopoubohne (Pueraria lobata)
 Sesbania (Sesbania spp.)
 Futteresparsette (Onobrychis sativa)
 Spanische Esparsette (Hedysarum coronarium))
Leinsaat (Linum usitatissimum)
Linsen (Lens esculenta; Ervum lens)
Lorbeer (Laurus nobilis)
Lupine (Lupinus spp.)
Luzerne (Medicago sativa)
Mais (Zea mays)
Mandarine (Citrus reticulata)
Mandel (Prunus amygdalus; P. communis; Amygdalus communis)
Melonensaat (Cucumis melo)
Mohnsaat (Papaver somniferum)
Moosbeere, großfrüchtige/Kulturpreiselbeere (Vaccinium macrocarpon)
Moosbeere, kleinfrüchtige/Kranichbeere (Vaccinium oxycoccos)
Nelkenpfefferbaum/Pimentbaum (Pimenta officinalis)
Okra (Abelmoschus esculentus; Hibiscus esculentus)
Oliven (Olea europaea)
Orangen:
 (Orange/Apfelsine (Citrus sinensis)
 Bitterorange (C. aurantium))
Pfefferminze (Mentha spp.; M. piperita)
Pfirsiche und Nektarinen (Prunus persica; Amygdalus persica; Persica laevis)
Pflaumen und Schlehen:
 (Reineclaude, Mirabelle, Damaszenerpflaume (Prunus domestica)
 Schlehe (P. spinosa))
Pistazie (Pistacia vera)
Pyrethrum (Chrysanthemum cinerariifolium)
Quitte (Cydonia oblonga; C. vulgaris; C. japonica)
Rapssaat (Brassica napus var. oleifera)
Rizinussaat (Ricinus communis)
Safran (Crocus sativus)
Satsuma (C. unshiu)
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Senfsaat:
 (Weißer Senf (Brassica alba; B. hirta; Sinapis alba)
 Schwarzer Senf (Brassica nigra; Sinapis nigra))
Serradella/Vogelsaat (Ornithopus sativus)
Sesamsaat (Sesamum indicum)
Sojabohne (Glycine soja)
Sonnenblumensaat (Helianthus annuus)
Speiserüben und Rübsen (Brassica rapa var. rapifera und oleifera spp.)
Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
Sternanis (Illicium verum)
Tangerine (Citrus tangerina)
Thymian (Thymus vulgaris)
Wacholderbeere (Juniperus communis)
Walnuss (Juglans spp.; J. regia)
Wassermelone (Citrullus vulgaris)
Weinrebe (Vitis vinifera)
Wicken (Platterbsenwicke/Futterwicke (Vicia sativa))
Zierpflanzen, die im Jahr der Behandlung blühen
Zitronen und Limetten:
 (Zitrone (Citrus limon)
 Saure Limette/Limonelle (C. aurantiifolia)
 Limette/Süßzitrone (C. limetta)).
2Daminozid Die Anwendung an Pflanzen, die zur Erzeugung oder Herstellung von Lebensmitteln bestimmt sind, ist verboten.
3Diuron Die Anwendung ist verboten
1.
auf Gleisanlagen,
2.
auf nicht versiegelten Flächen, die mit Schlacke, Split, Kies und ähnlichen Materialien befestigt sind (Wege, Plätze und sonstiges Nichtkulturland), von denen die Gefahr einer unmittelbaren oder mittelbaren Abschwemmung in Gewässer oder Kanalisation, Drainagen, Straßenabläufe sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle besteht,
3.
auf oder unmittelbar an Flächen, die mit Beton, Bitumen, Pflaster, Platten und ähnlichen Materialen versiegelt sind (Wege, Plätze und sonstiges Nichtkulturland), von denen die Gefahr einer unmittelbaren oder mittelbaren Abschwemmung in Gewässer oder in Kanalisation, Drainagen, Straßenabläufe sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle besteht,
4.
im Haus- und Kleingarten.
4Glyphosat)Die Anwendung ist verboten
5Glyphosat-Trimesium)
1.
auf nicht versiegelten Flächen, die mit Schlacke, Split, Kies und ähnlichen Materialien befestigt sind (Wege, Plätze und sonstiges Nichtkulturland), von denen die Gefahr einer unmittelbaren oder mittelbaren Abschwemmung in Gewässer oder Kanalisation, Drainagen, Straßenabläufe sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle besteht, es sei denn, die zuständige Behörde schreibt mit der Genehmigung ein Anwendungsverfahren vor, mit dem sichergestellt ist, dass die Gefahr der Abschwemmung nicht besteht,
2.
auf oder unmittelbar an Flächen, die mit Beton, Bitumen, Pflaster, Platten und ähnlichen Materialien versiegelt sind (Wege, Plätze und sonstiges Nichtkulturland), von denen die Gefahr einer unmittelbaren oder mittelbaren Abschwemmung in Gewässer oder in Kanalisation, Drainagen, Straßenabläufe sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle besteht, es sei denn, die zuständige Behörde schreibt mit der Genehmigung ein Anwendungsverfahren vor, mit dem sichergestellt ist, dass die Gefahr der Abschwemmung nicht besteht.
5aImidaclopridDie Anwendung ist verboten
1.im Haus- und Kleingartenbereich,
2.zur Saatgutbehandlung oder Bodenbehandlung für folgende Getreidearten, wenn die Aussaat zwischen Januar und Juni erfolgt:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
3.zur Blattbehandlung bei folgenden Getreidearten:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
4.zur Saatgutbehandlung, Bodenbehandlung oder Blattbehandlung außer bei Behandlung in Gewächshäusern und außer zur Blattbehandlung nach der Blüte bei folgenden Kulturen:
Ackerbohne/Pferdebohne (Vicia faba var. major; var. equina; var. minor)
Amerikanische Strauchheidelbeere (V. corymbosum)
Anis (Pimpinella anisum)
Apfel (Malus pumila; M. sylvestris; M. communis; Pyrus malus)
Aprikose (Prunus armeniaca)
Avocadofrucht (Persea americana)
Banane (Musa sapientum; M. cavendishii; M. nana)
Baumwolle (Gossypium spp.)
Birne (Pyrus communis)
Bockshornkleesaat (Trigonella foenumgraecum)
Bohne (Phaseolus spp.)
Brombeere (Rubus fruticosus)
Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Chilipfeffer (Capsicum frutescens; C. annuum)
Dattel (Phoenix dactylifera)
Dillsaat (Anethum graveolens)
Erbsen:
 (Gartenerbse (Pisum sativum)
 Felderbse (P. arvense))
Erdbeeren (Fragaria spp.)
Erdnuss (Arachis hypogaea)
Esskastanie (Castanea spp.)
Färberdistelsaat (Carthamus tinctorius)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Gartenschwarzwurzel (Scorzonera hispanica)
Gelbwurz (Curcuma longa)
Gemeine Kuhbohne/Augenbohne (Vigna unguiculata)
Grapefruit (Citrus paradisi)
Gurke (Cucumis sativus)
Hanf (Cannabis sativa)
Haselnuss (Corylus avellana)
Heidelbeere/Blaubeere/Bickbeere (Vaccinium myrtillus)
Himbeere (Rubus idaeus)
Johannisbeere, rote und weiße (Ribes rubrum)
Johannisbeere, schwarze (Ribes nigrum)
Johannisbrotbaum/Karobenbaum (Ceratonia siliqua)
Kaffee (Coffea spp. arabica, robusta, liberica)
Kaki (Diospyros kaki; D. virginiana)
Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
Kichererbse (Cicer arietinum)
Kirsche (Prunus avium)
Kiwi (Actinidia chinensis)
Klee (Trifolium spp.)
Koriander (Coriandrum sativum)
Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
Kümmel (Carum carvi)
Kürbis (Cucurbita spp.)
Leguminosen:
 (Hornschotenklee (Lotus corniculatus)
 Lespedeza (Lespedeza spp.)
 Kopoubohne (Pueraria lobata)
 Sesbania (Sesbania spp.)
 Futteresparsette (Onobrychis sativa)
 Spanische Esparsette (Hedysarum coronarium))
Leinsaat (Linum usitatissimum)
Linsen (Lens esculenta; Ervum lens)
Lorbeer (Laurus nobilis)
Lupine (Lupinus spp.)
Luzerne (Medicago sativa)
Mais (Zea mays)
Mandarine (Citrus reticulata)
Mandel (Prunus amygdalus; P. communis; Amygdalus communis)
Melonensaat (Cucumis melo)
Mohnsaat (Papaver somniferum)
Moosbeere, großfrüchtige/Kulturpreiselbeere (Vaccinium macrocarpon)
Moosbeere, kleinfrüchtige/Kranichbeere (Vaccinium oxycoccos)
Nelkenpfefferbaum/Pimentbaum (Pimenta officinalis)
Okra (Abelmoschus esculentus; Hibiscus esculentus)
Oliven (Olea europaea)
Orangen:
 (Orange/Apfelsine (Citrus sinensis)
 Bitterorange (C. aurantium))
Pfefferminze (Mentha spp.; M. piperita)
Pfirsiche und Nektarinen (Prunus persica; Amygdalus persica; Persica laevis)
Pflaumen und Schlehen:
 (Reineclaude, Mirabelle, Damaszenerpflaume (Prunus domestica)
 Schlehe (P. spinosa))
Pistazie (Pistacia vera)
Pyrethrum (Chrysanthemum cinerariifolium)
Quitte (Cydonia oblonga; C. vulgaris; C. japonica)
Rapssaat (Brassica napus var. oleifera)
Rizinussaat (Ricinus communis)
Safran (Crocus sativus)
Satsuma (C. unshiu)
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Senfsaat:
 (Weißer Senf (Brassica alba; B. hirta; Sinapis alba)
 Schwarzer Senf (Brassica nigra; Sinapis nigra))
Serradella/Vogelsaat (Ornithopus sativus)
Sesamsaat (Sesamum indicum)
Sojabohne (Glycine soja)
Sonnenblumensaat (Helianthus annuus)
Speiserüben und Rübsen (Brassica rapa var. rapifera und oleifera spp.)
Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
Sternanis (Illicium verum)
Tangerine (Citrus tangerina)
Thymian (Thymus vulgaris)
Wacholderbeere (Juniperus communis)
Walnuss (Juglans spp.; J. regia)
Wassermelone (Citrullus vulgaris)
Weinrebe (Vitis vinifera)
Wicken (Platterbsenwicke/Futterwicke (Vicia sativa))
Zierpflanzen, die im Jahr der Behandlung blühen
Zitronen und Limetten:
 (Zitrone (Citrus limon)
 Saure Limette/Limonelle (C. aurantiifolia)
 Limette/Süßzitrone (C. limetta)).
6Quarzmehl Die Anwendung in Vorräten von Getreide und Räumen, die der Lagerung von Getreide dienen, ist verboten.
7ThiamethoxamDie Anwendung ist verboten
1.im Haus- und Kleingartenbereich,
2.zur Saatgutbehandlung oder Bodenbehandlung für folgende Getreidearten, wenn die Aussaat zwischen Januar und Juni erfolgt:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
3.zur Blattbehandlung bei folgenden Getreidearten:
Gerste, Hirse, Hafer, Reis, Roggen, Sorghum, Triticale, Weizen,
4.zur Saatgutbehandlung, Bodenbehandlung oder Blattbehandlung außer bei Behandlung in Gewächshäusern und außer zur Blattbehandlung nach der Blüte bei folgenden Kulturen:
Ackerbohne/Pferdebohne (Vicia faba var. major; var. equina; var. minor)
Amerikanische Strauchheidelbeere (V. corymbosum)
Anis (Pimpinella anisum)
Apfel (Malus pumila; M. sylvestris; M. communis; Pyrus malus)
Aprikose (Prunus armeniaca)
Avocadofrucht (Persea americana)
Banane (Musa sapientum; M. cavendishii; M. nana)
Baumwolle (Gossypium spp.)
Birne (Pyrus communis)
Bockshornkleesaat (Trigonella foenumgraecum)
Bohne (Phaseolus spp.)
Brombeere (Rubus fruticosus)
Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Chilipfeffer (Capsicum frutescens; C. annuum)
Dattel (Phoenix dactylifera)
Dillsaat (Anethum graveolens)
Erbsen:
 (Gartenerbse (Pisum sativum)
 Felderbse (P. arvense))
Erdbeeren (Fragaria spp.)
Erdnuss (Arachis hypogaea)
Esskastanie (Castanea spp.)
Färberdistelsaat (Carthamus tinctorius)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Gartenschwarzwurzel (Scorzonera hispanica)
Gelbwurz (Curcuma longa)
Gemeine Kuhbohne/Augenbohne (Vigna unguiculata)
Grapefruit (Citrus paradisi)
Gurke (Cucumis sativus)
Hanf (Cannabis sativa)
Haselnuss (Corylus avellana)
Heidelbeere/Blaubeere/Bickbeere (Vaccinium myrtillus)
Himbeere (Rubus idaeus)
Johannisbeere, rote und weiße (Ribes rubrum)
Johannisbeere, schwarze (Ribes nigrum)
Johannisbrotbaum/Karobenbaum (Ceratonia siliqua)
Kaffee (Coffea spp. arabica, robusta, liberica)
Kaki (Diospyros kaki; D. virginiana)
Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)
Kichererbse (Cicer arietinum)
Kirsche (Prunus avium)
Kiwi (Actinidia chinensis)
Klee (Trifolium spp.)
Koriander (Coriandrum sativum)
Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
Kümmel (Carum carvi)
Kürbis (Cucurbita spp.)
Leguminosen:
 (Hornschotenklee (Lotus corniculatus)
 Lespedeza (Lespedeza spp.)
 Kopoubohne (Pueraria lobata)
 Sesbania (Sesbania spp.)
 Futteresparsette (Onobrychis sativa)
 Spanische Esparsette (Hedysarum coronarium))
Leinsaat (Linum usitatissimum)
Linsen (Lens esculenta; Ervum lens)
Lorbeer (Laurus nobilis)
Lupine (Lupinus spp.)
Luzerne (Medicago sativa)
Mais (Zea mays)
Mandel (Prunus amygdalus; P. communis; Amygdalus communis)
Melonensaat (Cucumis melo)
Mohnsaat (Papaver somniferum)
Moosbeere, großfrüchtige/Kulturpreiselbeere (Vaccinium macrocarpon)
Moosbeere, kleinfrüchtige/Kranichbeere (Vaccinium oxycoccos)
Nelkenpfefferbaum/Pimentbaum (Pimenta officinalis)
Okra (Abelmoschus esculentus; Hibiscus esculentus)
Oliven (Olea europaea)
Orangen:
 (Orange/Apfelsine (Citrus sinensis)
 Bitterorange (C. aurantium))
Pfefferminze (Mentha spp.; M. piperita)
Pfirsiche und Nektarinen (Prunus persica; Amygdalus persica; Persica laevis)
Pflaumen und Schlehen:
 (Reineclaude, Mirabelle, Damaszenerpflaume (Prunus domestica)
 Schlehe (P. spinosa))
Pistazie (Pistacia vera)
Pyrethrum (Chrysanthemum cinerariifolium)
Quitte (Cydonia oblonga; C. vulgaris; C. japonica)
Rapssaat (Brassica napus var. oleifera)
Rizinussaat (Ricinus communis)
Safran (Crocus sativus)
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Senfsaat:
 (Weißer Senf (Brassica alba; B. hirta; Sinapis alba)
 Schwarzer Senf (Brassica nigra; Sinapis nigra))
Serradella/Vogelsaat (Ornithopus sativus)
Sesamsaat (Sesamum indicum)
Sojabohne (Glycine soja)
Sonnenblumensaat (Helianthus annuus)
Speiserüben und Rübsen (Brassica rapa var. rapifera und oleifera spp.)
Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
Sternanis (Illicium verum)
Tangerine (Citrus tangerina)
Thymian (Thymus vulgaris)
Wacholderbeere (Juniperus communis)
Walnuss (Juglans spp.; J. regia)
Wassermelone (Citrullus vulgaris)
Weinrebe (Vitis vinifera)
Wicken (Platterbsenwicke/Futterwicke (Vicia sativa))
Zierpflanzen, die im Jahr der Behandlung blühen
Zitronen und Limetten:
 (Zitrone (Citrus limon)
 Saure Limette/Limonelle (C. aurantiifolia)
 Limette/Süßzitrone (C. limetta)).
 Abschnitt B  
1Alloxydim  
2Asulam  
3Benalaxyl  
4Benazolin  
5Bendiocarb  
6Calciumcarbid  
7Chloramben  
8Chlorthiamid  
9Cyanazin  
10Diazinon  
11Dichlobenil  
12Dikegulac  
13Ethidimuron  
14Ethiofencarb  
15Ethoprophos  
16Etrimfos  
17Flamprop  
18Hexazinon  
19Isocarbamid  
20Karbutilat  
21Mefluidid  
22Methamidophos Die Beschränkung gilt nur für die Anwendung als Gießmittel.
23Methomyl  
24Monochlorbenzol  
25Natriumchlorat  
26Nitrothal-isopropyl  
27Obstbaumkarbolineum
(Anthracenöl)
  
28Oxadixyl  
29Oxamyl  
30Oxycarboxin  
31(weggefallen)  
32Propachlor  
33Propazin  
34Prothoat  
35S 421 (Synergist)  
36Sethoxydim  
37Simazin  
38TCA  
39Tebuthiuron  
40Terbacil  
41Terbumeton  
42Thiazafluron  
43Thiofanox  

Anlage 4 (zu § 3a) Besondere Abgabebedingungen

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2003, 1538

Nummer Stoff
1 2
1 Diuron
2 Glyphosat
3 Glyphosat-Trimesium

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