§ 3 Grundsätze für die Ausstellung, Anerkennung, Übertragung und Entwertung von Herkunftsnachweisen - HkNV

Verordnung über Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien

Grundsätze für die Ausstellung, Anerkennung, Übertragung und Entwertung von Herkunftsnachweisen HkNV - Grundsätze für die Ausstellung, Anerkennung, Übertragung und Entwertung von Herkunftsnachweisen

(1) Das Umweltbundesamt

1.
stellt Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreibern Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien aus,
2.
überträgt Herkunftsnachweise und
3.
erkennt Herkunftsnachweise aus dem Ausland für Strom aus erneuerbaren Energien an.
Die Ausstellung, Übertragung und Anerkennung nach Satz 1 erfolgt auf Antrag nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach § 6.

(2) Herkunftsnachweise werden jeweils für eine erzeugte und an Letztverbraucherinnen oder Letztverbraucher gelieferte Strommenge von einer Megawattstunde ausgestellt. Für jede erzeugte und an Letztverbraucherinnen oder Letztverbraucher gelieferte Megawattstunde Strom wird nicht mehr als ein Herkunftsnachweis ausgestellt.

(3) Herkunftsnachweise aus dem Ausland können nur anerkannt werden, wenn sie mindestens die Vorgaben des Artikels 15 Absatz 6 und 9 der Richtlinie 2009/28/EG erfüllen.

(4) Das Umweltbundesamt entwertet Herkunftsnachweise nach ihrer Verwendung, spätestens aber zwölf Monate nach Erzeugung der entsprechenden Strommenge. Entwertete Herkunftsnachweise dürfen nicht mehr verwendet werden. Sie sind unverzüglich automatisch zu löschen, sobald sie zur Führung des Herkunftsnachweisregisters nicht mehr erforderlich sind.

Jur. Abkürzung
HkNV
Pub. Abkürzung
HkNV
Kurztitel
Herkunftsnachweisverordnung
Langtitel
Verordnung über Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien
Veröffentlicht
28.11.2011
Standangaben
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 19 G v. 21.7.2014 I 1066
Fundstellen
2011, 2447: BGBl I