§ 220 Unmittelbare Ladung durch den Angeklagten - StPO

Strafprozeßordnung

Unmittelbare Ladung durch den Angeklagten StPO - Unmittelbare Ladung durch den Angeklagten

(1) Lehnt der Vorsitzende den Antrag auf Ladung einer Person ab, so kann der Angeklagte sie unmittelbar laden lassen. Hierzu ist er auch ohne vorgängigen Antrag befugt.

(2) Eine unmittelbar geladene Person ist nur dann zum Erscheinen verpflichtet, wenn ihr bei der Ladung die gesetzliche Entschädigung für Reisekosten und Versäumnis bar dargeboten oder deren Hinterlegung bei der Geschäftsstelle nachgewiesen wird.

(3) Ergibt sich in der Hauptverhandlung, daß die Vernehmung einer unmittelbar geladenen Person zur Aufklärung der Sache dienlich war, so hat das Gericht auf Antrag anzuordnen, daß ihr die gesetzliche Entschädigung aus der Staatskasse zu gewähren ist.

Jur. Abkürzung
StPO
Pub. Abkürzung
StPO
Langtitel
Strafprozeßordnung
Veröffentlicht
12.09.1950
Standangaben
Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 7.4.1987 I 1074, 1319
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 G v. 1.3.2017 I 386
Fundstellen
1950, 455, 512, 629: BGBl