§ 8 Durchführung der Lotstätigkeit - LotsO 1987

Verordnung über die Seelotsreviere und ihre Grenzen

Durchführung der Lotstätigkeit LotsO 1987 - Durchführung der Lotstätigkeit

(1) Der Seelotse hat jede Lotsung durchzuführen, für die er nach der Börtordnung bestimmt ist. § 24 Abs. 1 des Gesetzes über das Seelotswesen bleibt unberührt.

(2) Der Seelotse kann eine Lotsung wegen Unzumutbarkeit ablehnen, wenn das Schiff oder dessen Ausrüstung schwerwiegende Mängel aufweist oder die Besatzung nicht ausreicht oder nicht ausreichend qualifiziert ist und dadurch die Sicherheit der Schiffahrt oder die Umwelt erheblich gefährdet wird. Ein Fall der Unzumutbarkeit kann insbesondere gegeben sein, wenn

1.
der Kapitän oder sein Vertreter infolge des Genusses alkoholischer Getränke nicht in der Lage ist, das Schiff sicher zu führen,
2.
schwerwiegende Mängel der Antriebs- oder Ruderanlage oder der Kommandoelemente vorhanden sind oder
3.
auf einem Tankschiff kein funktionsfähiges Radargerät und kein UKW-Sprechfunkgerät mit den für das Revier erforderlichen Sprechwegen vorhanden ist.

Jur. Abkürzung
LotsO 1987
Pub. Abkürzung
ALV
Kurztitel
Allgemeine Lotsverordnung
Langtitel
Verordnung über die Seelotsreviere und ihre Grenzen
Veröffentlicht
21.04.1987
Standangaben
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 68 V v. 2.6.2016 I 1257
Fundstellen
1987, 1290: BGBl I