§ 2057 BGB

Gesetze » Bürgerliches Gesetzbuch » Buch 5 » Abschnitt 2 » Titel 4 » Untertitel 1 » § 2057 Auskunftspflicht
Untertitel 1 BGB
Rechtsverhältnis der Erben untereinander
Untertitel 2 BGB
Rechtsverhältnis zwischen den Erben und den Nachlassgläubigern
§ 2056 BGB
Mehrempfang
§ 2057a BGB
Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings

§ 2057 BGB - Auskunftspflicht

Jeder Miterbe ist verpflichtet, den übrigen Erben auf Verlangen Auskunft über die Zuwendungen zu erteilen, die er nach den §§ 2050 bis 2053 zur Ausgleichung zu bringen hat. Die Vorschriften der §§ 260, 261 über die Verpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung finden entsprechende Anwendung.

BGB Kommentar

von Göler (Hrsg.) Bereit gestellt von BGB.kommentar.de
Autor: Renate Maltry
Rechtsverkehr
Besonderer Auskunftsanspruch jedes Miterben gegen den oder die Miterben hinsichtlich erhaltener Zuwendungen der Miterben durch den Erblasser, die gemäß § 2050 bis § 2053 BGB zum Ausgleich zu bringen sind. Der Auskunftsanspruch dient der Erlangung von Kenntnis und Informationen, die ein Miterbe oftmals nur durch die Auskunft des Miterbens erhalten kann, um seine Ansprüche auf Ausgleichung geltend zu machen. Ausgleichspflichtige Zuwendungen sind unter Miterben überwiegend nicht bekannt. Durch diese Vorschrift wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Kenntnis über ausgleichpflichtige...
Weiterlesen im frei verfügbaren online BGB-Kommentar ...

Expertenhinweise

Autor: Renate Maltry
Allgemeines
a)  Normzweck
Die Vorschrift des § 2057 BGB trägt dem Umstand Rechnung, dass es unter Miterben grundsätzlich keinen allgemeinen Auskunftsanspruch gibt.MüKO/Ann Rn. 1; Staudinger/Werner Rn. 1; Bamberger/Roth/Lohmann Rn. 1   Ein allgemeiner Auskunftsanspruch unter Miterben besteht nur unter besonderen Voraussetzungen und Umständen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Miterben Auskunft über Zuwendungen zu erteilen haben. Mit § 2057 BGB ist der Gesetzgeber dem Bedürfnis nach Auskunft nachgekommen und stellt sicher, dass eine Auskunftspflicht besteht, um Ausgleichsansprüche...
Weiterlesen im frei verfügbaren online BGB-Kommentar ...

Details zum BGB

Stand
28.09.2016
Jur. Abkürzung
BGB
Amtl. Abkürzung
BGB
Langtitel
Bürgerliches Gesetzbuch
Ausgefertigt
18.08.1896
Standangaben
Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738;
Stand: zuletzt geändert durch Art. 3 G v. 24.5.2016 I 1190
Fundstellen
RGBl: 1896, 195

Folgende Inhalte könnten Sie ebenfalls interessieren

- 1 - Leitsätze : 1. Der Werkunternehmer kann auch nach Abnahme des Werkes vom Besteller Sicherheit gemäß BGB § 648a Abs. 1 verlangen (vgl. OLG Dresden, Urteil vom 21. Juni 1999 -2 U 801/99- BauR 1999, 1314; OLG Dresden Urteil vom 10.05.2000 -18 U 3379/99). 2. Leistet der Besteller die Sicherheit nicht fristgerecht, hat er wegen bestehender Mängel ein Zurückbehaltungsrecht nur in Höhe
- 1 - Leitsätze : 1. Der Werkunternehmer kann auch nach Abnahme des Werkes vom Besteller Sicherheit gemäß BGB § 648a Abs. 1 verlangen (vgl. OLG Dresden, Urteil vom 21. Juni 1999 -2 U 801/99- BauR 1999, 1314; OLG Dresden Urteil vom 10.05.2000 -18 U 3379/99). 2. Leistet der Besteller die Sicherheit nicht fristgerecht, hat er wegen bestehender Mängel ein Zurückbehaltungsrecht nur in Höhe
OLG Oldenburg: trennung, erbe, datum
5 U 38/90 vom 21.8.1990
Gericht: OLG Oldenburg, 05. Zivilsenat Typ, AZ: Urteil, 5 U 38/90 Datum: 21.08.1990 Sachgebiet: Kein Sachgebiet eingetragen Normen: BGB § 2050, BGB § 2057, BGB § 2314, BGB § 1934B ABS 3 Leitsatz: Nichtehel. Kindern steht zur Berechnung ihrer Erbersatzsansprüche ein Anspruch auf Wertermittlung durch Sachverständige zu, d. sich auch auf Tats. erstreckt, die eine Ausgleichspfl. gem. § 2050 BGB
OLG Oldenburg: trennung, erbe, datum
5 U 38/90 vom 21.8.1990
Gericht: OLG Oldenburg, 05. Zivilsenat Typ, AZ: Urteil, 5 U 38/90 Datum: 21.08.1990 Sachgebiet: Kein Sachgebiet eingetragen Normen: BGB § 2050, BGB § 2057, BGB § 2314, BGB § 1934B ABS 3 Leitsatz: Nichtehel. Kindern steht zur Berechnung ihrer Erbersatzsansprüche ein Anspruch auf Wertermittlung durch Sachverständige zu, d. sich auch auf Tats. erstreckt, die eine Ausgleichspfl. gem. § 2050 BGB
Gericht: OLG Oldenburg, 05. Zivilsenat Typ, AZ: Urteil, 5 U 126/98 Datum: 01.12.1998 Sachgebiet: Kein Sachgebiet eingetragen Normen: BGB § 2316, BGB § 2057A, ZPO § 287 Leitsatz: Zum Substantiierungsumfang für ausgleichfähige Leistungen im Haushalt des Erblassers - Kein erbrechtlicher Ausgleich für Investitionen im vom Erblassers gepachteten Betrieb Volltext: Die Klägerin macht
Mehr...

Navigation per Tastatur

Benutzen Sie die Tastenkombinationen aus STRG und den entsprechenden Pfeiltasten.
Strg + Vorherige Norm wird aufgerufen
Strg + Nächste Norm wird aufgerufen
Strg + Übergeordnete Norm wird aufgerufen
Strg + Erste untergeordnete Norm wird aufgerufen
Fenster schliessen