Urteil des SozG Düsseldorf, Az. S 16 U 194/06

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Sozialgericht Düsseldorf, S 16 U 194/06
Datum:
07.09.2007
Gericht:
Sozialgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
16. Kammer
Entscheidungsart:
Gerichtsbescheid
Aktenzeichen:
S 16 U 194/06
Nachinstanz:
Landessozialgericht NRW, L 17 U 210/07
Sachgebiet:
Unfallversicherung
Rechtskraft:
nicht rechtskräftig
Tenor:
Die Klage wird abgewiesen. Kosten sind nicht zu erstatten.
Tatbestand:
1
Umstriten ist zwischen den Beteiligten die Erstattung von Kosten für Zahnersatz.
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Der 1951 geborene Kläger erlitt am 21.01.2005 einen Arbeitsunfall als ihm beim
Abschrauben einer Schultafel ein Tafelflügel gegen das Gesicht schlug, so dass bei ihm
die überkronten Zähne 12 und 13 abbrachen. Der behandelnde Zahnarzt M hielt eine
Brückenversorgung der Zähne 11 - 16 für erforderlich. Die Beklagte hörte daraufhin den
sie beratenden Zahnarzt S. Dieser äußerte unter dem 27.07.2005 es sei von einer
unfallbedingt entstandenen Schädigung der Zähne 12 und 13 auszugehen. Im Rahmen
einer Gesamtplanung sei eine Brückenversorgung der Zähne 16 - 11 sinnvoll. Zu Lasten
der Berufsgenossenschaf könne aber die Kronenversorgung der Zähne 12 und 13
gehen, durch die 60 Prozent der Gesamtkosten verursacht würden. Auf dieser
medizinischen Grundlage übernahm die Beklagte die Kosten für die Kronenversorgung
der Zähne 12 und 13 und lehnte eine weitergehende Kostenerstattung ab (Bescheid
vom 01.12.2005). Im Widerspruchsverfahren hörte die Beklagte M, der unter dem
10.02.2006 ausführte, im Heil- und Kostenplan seien nicht nur die Zähne 12 und 13
aufgeführt, es sei auch eine komplette Planung für den gesamten Oberkiefer
vorgesehen gewesen, so dass die Lücke bei Zahn 15 geschlossen worden wäre. Der
Kläger sei von ihm, M ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass eine
Gesamtplanung beantragt werde und falls die Unfallversicherung dafür nicht
aufkommen würde, er, der Kläger einen Eigenanteil von ca. 1.000,00 Euro zu leisten
hätte. Die Widerspruchsstelle bei der Beklagten wies den Widerspruch des Kägers mit
der Begründung zurück, aufgrund des beim Kläger vorliegenden Zahnbefundes sei nicht
nur die zahnärztliche Versorgung der durch den Arbeitsunfall getroffenen Zähne 12 und
13, sondern eine Brückenversorgung der Zähne 16 und 11 erforderlich gewesen, also
auch von Zähnen, die nicht unfallbetroffen worden seien. Aus diesem Grunde sei nur
der unfallbedingte Anteil an den Behandlungskosten in Höhe von 60 vom Hundert der
Gesamtbehandlungskosten übernommen worden (Widerspruchsbescheid vom
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22.08.2006). Mit seiner am 19.09.2006 bei Gericht eingegangenen Klage macht der
Kläger geltend, er habe bei dem Unfall die Vorderzähne 12 und 13 verloren, so dass bei
einer Brückenversorgung die durch die verlorenen Zähne 12 und 13 entstandene Lücke
zu schließen gewesen wäre. Von den Gesamtkosten in Höhe von 1.845,46 Euro habe
die Beklagte lediglich einen Betrag in Höhe von 1.107,27 Euro erstattet.
Der Kläger begehrt schriftsätzlich,
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den Bescheid der Beklagten vom 01.12.2005 in der Fassung des Widerspruchs-
bescheides vom 22.08.2006 aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen, ihm sämtliche
zahnärztliche Kosten, die im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall vom 21.01.2005
entstanden sind, zu erstatten.
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Die Beklagte begehrt schriftsätzlich,
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die Klage abzuweisen.
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Das Gericht hat die Beteiligten darauf hingewiesen, den Rechtsstreit durch
Gerichtsbescheid entscheiden zu wollen.
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Entscheidungsgründe:
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Die Klage ist unbegründet. Der Bescheid vom 01.12.2005 in der Fassung des
Widerspruchsbescheides vom 22.08.2006 ist rechtmäßig. Zu Recht hat die Beklagte nur
die Kosten für eine Kronenversorgung der Zähne 12 und 13 übernommen, da nur diese
Zähne durch den Unfall geschädigt worden sind. Zur Vermeidung von Wiederholungen
wird auf die zutreffende Begründung des Widerspruchsbescheides vom 22.08.2006
Bezug genommen (vgl. § 136 Abs. 3 Sozialgerichtsgesetz).
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Die Kostenentscheidung beruht auf § 193 SGG.
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