Urteil des FG Düsseldorf vom 14.04.2010, 4 Ko 789/10 GK

Entschieden
14.04.2010
Schlagworte
Gkg, Akten, Interesse, Versendung, Begründung, Praxis, Schuldner, Gerichtskosten, Verfügung, Datum
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Finanzgericht Düsseldorf, 4 Ko 789/10 GK

Datum: 14.04.2010

Gericht: Finanzgericht Düsseldorf

Spruchkörper: 4. Senat

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 4 Ko 789/10 GK

Tenor: Die Erinnerung wird zurückgewiesen.

Diese Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Kosten werden nicht erstattet.

Gründe: 1

2Der Erinnerungsführer war Prozessvertreter der Klägerin im Verfahren 4 K 1248/06 Z. In diesem Verfahren erhielt er auf seinen Antrag mit Verfügung des Finanzgerichts vom 28.04.2006 Einsicht in die vorgelegten Verwaltungsakten bei dem seinem Kanzleisitz nächstgelegenen Amtsgericht A. Im Verfahren 4 K 1248/06 Z wurden nach über einstimmenden Erledigungserklärungen die Kosten des Verfahrens dem Beklagten auferlegt.

3Mit Kostenrechnung vom 01.03.2010 forderte der Kostenbeamte für die Versendung der Akten Gerichtskosten von 12 EUR (Nr. 9003 des Kostenverzeichnisses –KV zum Gerichtskostengesetz GKG ) an.

4Der dagegen fristgerecht eingelegten und umfangreich begründeten Erinnerung, auf die verwiesen wird, half der Kostenbeamte nicht ab.

Die Erinnerung ist unbegründet. 5

6Der Erinnerungsführer ist Schuldner der Kostenversendungspauschale, denn diese wird nach § 28 Abs. 2 GKG von demjenigen geschuldet, der die Versendung der Akten beantragt hat, hier der Erinnerungsführer. Insoweit wird auf die überzeugende Begründung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg in seinem Beschluss vom 01.02.2010, 13 OA 170/09, veröffentlicht in juris, verwiesen. Dass die Übersendung der Akten nicht in die Kanzleiräume, sondern zu nahe gelegenen Amtsgericht erfolgte, ist insoweit unerheblich, da diese Übersendung an dieses Amtsgericht in gleicher Weise im Interesse des Erinnerungsführers geschehen ist. Im Übrigen ist die Entscheidung auch im Interesse eine einheitlichen Praxis im Finanzgericht Düsseldorf geboten.

Die Gebührenfreiheit sowie die Nichterstattung von Kosten folgt aus § 66 Abs. 8 GKG. 7

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