Urteil des BGH vom 05.11.2012, IX ZB 105/12

Aktenzeichen: IX ZB 105/12

BGH: halle, übergangsregelung

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

IX ZB 105/12

vom

5. November 2012

in dem Restschuldbefreiungsverfahren

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden

Richter Prof. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill, Dr. Fischer

und Grupp

am 5. November 2012

beschlossen:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer

des Landgerichts Halle vom 22. August 2012 wird auf Kosten des

Schuldners als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert des Verfahrens der Rechtsbeschwerde wird

auf 1.200,00 festgesetzt.

Gründe:

1Die Rechtsbeschwerde ist als unzulässig zu verwerfen, weil sie vom Beschwerdegericht nicht zugelassen wurde und damit nicht statthaft ist. Durch das

am 27. Oktober 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Änderung des § 522 ZPO

vom 21. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2082) ist die Vorschrift des § 7 InsO aufgehoben worden. Während nach §§ 4, 6 Abs. 1, § 7 InsO a.F. iVm § 574 Abs. 1

Satz 1 Nr. 1 ZPO gegen die Entscheidung des Beschwerdegerichts im Verfahren nach der Insolvenzordnung die Rechtsbeschwerde stets stattfand, wenn die

sofortige Beschwerde statthaft gewesen war (vgl. BGH, Beschluss vom 4. März

2004 - IX ZB 133/03, BGHZ 158, 212, 214; vom 25. Juni 2009 - IX ZB 161/08,

ZIP 2009, 1495 Rz. 5), setzt die Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde nach

neuem Recht gemäß § 4 InsO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO deren Zulassung

durch das Beschwerdegericht voraus. Dabei ist im Streitfall gemäß der Übergangsregelung des Art. 103f Satz 1 EGInsO das neue Recht anzuwenden, weil

die angefochtene Beschwerdeentscheidung nach dem 26. Oktober 2011 erlassen worden ist (vgl. BT-Drucks. 17/5334 S. 9; BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2011 - IX ZB 294/11, WM 2012, 276 Rn. 5; vom 10. Mai 2012 - IX ZB

295/11, ZIP 2012, 1146 Rz. 6 ff).

2Die Rechtsbeschwerde ist überdies unzulässig, weil sie nicht durch einen

beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist 4

InsO, § 575 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Kayser Gehrlein Vill

Fischer Grupp

Vorinstanzen:

AG Halle (Saale), Entscheidung vom 25.07.2012 - 59 IN 1505/05 -

LG Halle, Entscheidung vom 22.08.2012 - 3 T 24/12 -

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Leitsatzentscheidung

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