Urteil des BGH vom 13.06.2003, 2 ARs 179/03

Entschieden
13.06.2003
Schlagworte
Stpo, Beschwerde, Gvg, Anhörung, Staatsanwaltschaft
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

2 ARs 179/03

vom

13. Juni 2003

in der Klageerzwingungssache

betreffend

wegen falscher Verdächtigung

Antragstellerin:

Az.: 3650 Js 234912/02 Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Frankfurt am Main

Az.: 2 Ws 33/03 Oberlandesgericht Frankfurt am Main

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung der Beschwerdeführerin am 13. Juni 2003 beschlossen:

Die Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluß

des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 3. April 2003

- Az.: 2 Ws 33/03 - wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.

Gründe:

Das Schreiben der Antragstellerin vom 15. Mai 2003, mit dem sie eine

Überprüfung des Beschlusses des (gemäß § 172 Abs. 4 Satz 1 StPO zuständigen) Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 3. April 2003 begehrt, ist als

Beschwerde gegen diese Entscheidung zu werten.

Gegen einen Beschluß des Oberlandesgerichts, der im Klageerzwingungsverfahren ergeht, ist eine Beschwerde an den Bundesgerichtshof jedoch

nicht zulässig 304 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 1 StPO; vgl. auch BGH MDR

1992, 549 [S]).

Ein Fall des § 304 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 StPO liegt hier schon deshalb nicht vor, weil es sich nicht um eine Staatsschutzsache handelt, in der das

Oberlandesgericht im ersten Rechtszug zuständig ist, sondern um ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung. Daß die oberlandesgerichtliche Entschei-

dung gemäß § 172 Abs. 4 Satz 1 StPO die erste richterliche Entscheidung ist,

hat mit der Frage der Zuständigkeit des Oberlandesgerichts im ersten Rechtszug 120 GVG) nichts zu tun.

Rissing-van Saan Bode Rothfuß

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