Urteil des BGH vom 13.08.2013, IX ZA 38/12

Entschieden
13.08.2013
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BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

IX ZA 38/12

vom

13. August 2013

in dem Insolvenzverfahren

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Vill und

Prof. Dr. Gehrlein, die Richterin Lohmann, die Richter Dr. Fischer und Dr. Pape

am 13. August 2013

beschlossen:

Der Antrag des Schuldners auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Verfahren der Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss

der 11. Zivilkammer des Landgerichts Karlsruhe vom 20. November 2012 wird abgelehnt.

Gründe:

1Die Prozesskostenhilfe ist zu versagen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg hat 114 Satz 1 ZPO).

2Die beabsichtigte Rechtsbeschwerde ist bereits nicht statthaft, weil sie

durch das Beschwerdegericht nicht zugelassen worden ist. Nachdem die Vorschrift des § 7 InsO durch Gesetz vom 21. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2082) mit

Wirkung zum 27. Oktober 2011 aufgehoben worden ist, findet die Rechtsbeschwerde gegen Beschwerdeentscheidungen im Insolvenzverfahren nur statt,

wenn sie durch das Beschwerdegericht zugelassen worden ist 4 InsO, § 574

Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

3Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2

ZPO) ist - im Gegensatz zur Regelung der Revision 544 ZPO) - nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008,

113; BGH, Beschluss vom 16. November 2006 - IX ZA 26/06, WuM 2007, 41).

Auch eine außerordentliche Beschwerde ist nicht eröffnet (vgl. BGHZ 150,

133 ff) und verfassungsrechtlich nicht geboten (vgl. BVerfGE 107, 395 ff).

4Der Schuldner kann nicht damit rechnen, in dieser Sache Antwort auf

weitere Eingaben zu erhalten.

Vill Gehrlein Lohmann

Fischer Pape

Vorinstanzen:

AG Pforzheim, Entscheidung vom 19.08.2013 - 3 IK 40/04 -

LG Karlsruhe, Entscheidung vom 20.11.2012 - 11 T 294/11, 11 T 66/12,

11 T 67/12, 11 T 123/12 -

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 278/01 vom 17.10.2001

Urteil vom 17.10.2001

2 ARs 245/01 vom 17.10.2001

Leitsatzentscheidung

NotZ 39/02 vom 31.03.2003

Anmerkungen zum Urteil