Urteil des BGH vom 26.11.2012, 5 StR 548/12

Entschieden
26.11.2012
Schlagworte
Unterbringung, Angriff
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5 StR 548/12

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom 26. November 2012 in der Strafsache

gegen

wegen besonders schweren Raubes

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. November 2012

beschlossen:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin vom 29. Mai 2012 wird nach § 349 Abs. 2 StPO

als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu

tragen.

Zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat folgendes:

Zwar beschwert die Nichtanordnung der Maßregel nach § 64 StGB einen

Angeklagten nach bisheriger Rechtsprechung nicht; dies führt indes lediglich

zur Unzulässigkeit eines Rechtsmittels, mit dem dieser allein die Nichtanordnung der Maßregel beanstandet. Hingegen ist das Revisionsgericht gehalten,

auf eine zulässig erhobene die Nichtanwendung des § 64 StGB nicht ausdrücklich vom Angriff ausnehmende (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1992

2 StR 374/92, BGHSt 38, 362 f.) Revision des Angeklagten das Urteil

aufzuheben, wenn es nach den Feststellungen nahe liegt, dass die Voraussetzungen für eine Unterbringungsanordnung gegeben sind (vgl. BGH, Urteil

vom 10. April 1990 1 StR 9/90, BGHSt 37, 5; Beschlüsse vom 7. Januar 2009 3 StR 458/08, BGHR StGB § 64 Ablehnung 11; vom 19. Dezember 2007 5 StR 485/07, NStZ-RR 2008, 107; vom 9. November 2011

2 StR 427/11, StV 2012, 282, und vom 7. Oktober 2008 4 StR 257/08).

Aus dem Beschluss des 1. Strafsenats vom 14. Januar 2010 (1 StR 587/09,

in NStZ-RR 2011, 25 insoweit nicht abgedruckt), in dem im Ergebnis ein

Rechtsfehler in der Sache verneint worden ist, ergibt sich nichts Gegenteiliges.

Im vorliegenden Fall hat das sachverständig beratene Landgericht die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt allerdings mangels

Erfolgsaussicht mit noch tragfähiger Begründung abgelehnt.

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