Urteil des AG Mönchengladbach vom 31.07.2007, 32 IK 143/03

Entschieden
31.07.2007
Schlagworte
Pfändbarkeit, Unterliegen, Zwangsvollstreckung, Treuhänder, Datum
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Amtsgericht Mönchengladbach, 32 IK 143/03

Datum: 31.07.2007

Gericht: Amtsgericht Mönchengladbach

Spruchkörper: Rechtspfleger

Entscheidungsart: Beschluss

Aktenzeichen: 32 IK 143/03

Tenor: In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen

des Treuhänder

wird festgestellt, dass die Rentennachzahlung der

in Höhe von 23.143,80 EURO gemäß

§ 36 Abs. I InsO i.V.m. § 850 b Abs. I Nr.1 ZPO nicht Teil der Insolvenzmasse ist.

G r ü n d e 1

2Nach § 36 Abs. I S. 1 InsO gehören Gegenstände, die nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen, nicht zur Insolvenzmasse.

3Durch die in § 36 Abs. I S. 2 InsO zugelassene entsprechende Anwendung der dort aufgelisteten Vorschriften wird die Insolvenzmasse darüberhinaus entsprechend der Zielrichtung der Vorschriften entweder erweitert oder eingeschränkt.

Gemäß § 850 b Abs. I Nr. 1 ZPO sind Erwerbsunfähigkeitsrenten unpfändbar. 4

Diese Ansprüche gehören somit gemäß § 36 Abs. I S. 1 InsO nicht zur Insolvenzmasse. 5

§ 36 Abs. I S. 2 InsO, wonach eine Pfändbarkeit im Einzelfalle zulässig wäre, führt den § 850 b Abs. II ZPO nicht auf.

7Daher fallen Ansprüche, die nach § 850 b ZPO bedingt pfänbar sind, gemäß § 36 Abs. I InsO nicht in die Insolvenzmasse. Hierzu gehört auch, die von der

8

gezahlte Rentennachzahlung in Höhe von 23.143,89 (vgl. Uhlenbrock, Kommentar zur InsO, 12. Aufl. § 36 Rdnr. 28 und Kübler/Prütting, Kommentar zur InsO, § 36 Rdnr. 25a). 6

Mönchengladbach, 31.07.2007 9

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