Tarifvertrag

für gesamtes Bundesgebiet

Lohnabkommen Technische Gebäudeausrüstung Industrie Baden-Württemberg

IG Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung

Lohnabkommen 2009

Technische Gebäudeausrüstung Industrie

(HKS-Industrie)

Baden-Württemberg

Abschluss: 07.07.2009 Gültig ab: 01.04.2009 Kündbar zum: 31.03.2011

_______________________________________________________________ Rechtsanspruch auf diesen Tarifvertrag haben nur Mitglieder der IG Metall Mitglied werden: http://www.bw.igm.de

Zwischen dem

Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung Baden-Württemberg e. V., Burgenlandstr. 44/D, 70469 Stuttgart

und der

Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung Baden-Württemberg, Stuttgarter Str. 23, 70469 Stuttgart -einerseits-

-andererseits-

wird folgendes

Lohnabkommen für Arbeiter im Bereich Heizung-Klima-Sanitär in Baden-Württemberg

abgeschlossen:

1.1Dieser Tarifvertrag gilt

1.1.1 räumlich: für Baden-Württemberg; § 1 Geltungsbereich

1.1.2 fachlich: für alle Betriebe der Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik-Industrie sowie alle Betriebe der Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik des Metallhandwerks, die selbst oder deren Inhaber Mitglied des oben aufgeführten Arbeitgeberverbandes sind;

1.1.3 persönlich: für alle gewerblichen Arbeiter/Arbeiterinnen einschließlich der Nichtmetallarbeiter, die Mitglied der Industriegewerkschaft Metall sind.

Protokollnotiz zu den §§ 1.1.2 und 1.1.3

Nach § 3 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz begründet ein Tarifvertrag nur Rechte und Pflichten zwischen den Mitgliedern der Tarifvertragsparteien. Die Anwendung der getroffenen Regelungen auf Nichtmitglieder der Tarifvertragsparteien durch Betriebsvereinbarung oder Einzelarbeitsvertrag wird hierdurch nicht berührt.

1.2Der Tarifvertrag regelt die Mindestbedingungen der Arbeitsverhältnisse. Ergänzende Bestimmungen können durch Betriebsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbart werden. Derartige Bestimmungen können - auch in Einzelteilen - nicht zuungunsten des Arbeitnehmers vom Tarifvertrag abweichen. Im Einzelarbeitsvertrag können für den Arbeitnehmer günstigere Regelungen vereinbart werden.

1.3Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bleibt unberührt, soweit nicht durch diesen Tarifvertrag eine abschließende Regelung getroffen ist.

§ 2 Tariflöhne

2.1Vom 01.04.2009 bis 31.12.2009 gilt die Lohntabelle des Lohnabkommens vom 26. Februar 2007

2.1.2 Für den Zeitraum vom 1. April 2009 bis 31. Dezember 2009 erhalten die Beschäftigten 510,- €, die unabhängig von dem im Betrieb erzielten Ergebnis als Einmalzahlung oder als Tantieme zu gewähren sind. Der Betrag kann wahlweise einmalig im September 2009 oder in gleichen Monatsraten in Höhe von 85,-€ von Juli bis Dezember 2009 ausgezahlt werden.

2.2Ab 1. Januar 2010 erhöhen sich die Tariflöhne um 2,0 %, ab 1. Oktober 2010 um weitere 1,0 %.

2.2.1 Nordwürttemberg/Nordbaden Südwürttemberg-Hohenzollern ab 01.01.2010 bis 30.09.2010

ab 01.10.2010 bis 31.03.2011

Monatslohn Stundenlohn Monatslohn Stundenlohn

Lohngruppe + 2,0 % + 1,0 %

1 Montageleiter 3.172,00 19,71 3.204,00 19,91

2 Obermonteur 2.936,00 18,24 2.965,00 18,42

3 selbständiger Monteur 2.710,00 16,84 2.737,00 17,01

4 Gruppenmonteur 2.583,00 16,05 2.609,00 16,21

5 Monteur 2.377,00 14,77 2.401,00 14,92

6 Hilfsmonteur 2.183,00 13,56 2.205,00 13,70

7 Helfer 2.054,00 12,76 2.075,00 12,89

2.2.2 Südbaden ab 01.01.2010 bis 30.09.2010 ab 01.10.2010 bis 31.03.2011

Monatslohn Stundenlohn Monatslohn Stundenlohn

+ 2,0 % + 1,0 %

1 Obermonteur 2.936,00 18,24 2.965,00 18,42

2 selbständiger Monteur 2.701,00 16,78 2.728,00 16,95

3 Monteur im 3. Berufsjahr 2.583,00 16,05 2.609,00 16,21

4 Monteur im 2. Berufsjahr 2.470,00 15,35 2.495,00 15,50

5 Monteur im 1. Berufsjahr 2.261,00 14,05 2.284,00 14,19

6 Helfer mit 21 Jahren und darüber 2.113,00 13,13 2.134,00 13,26

7 Helfer unter 21 Jahren 1.994,00 12,39 2.014,00 12,51

Funktionszulage für Montageleiter insgesamt 3.168,00 19,68 3.200,00 19,88

2.3Die Tariferhöhungen werden bei der Urlaubs- und Sonderzahlung berücksichtigt.

2.4Die übertariflichen Zulagen werden durch die Erhöhung der Tariflöhne nicht berührt.

§ 3 Erschwernis- und Gefahrenzulagen

3.1Für schmutzige oder gefährliche Arbeiten werden Erschwernis- und Gefahrenzulagen gezahlt. Grundlage hierfür ist der "Tarifvertrag über Erschwernisund Gefahrenzulagen" vom 7. Mai 1973 (Anlage 1).

3.2Grundlage für die Berechnung ist nicht mehr der Ecklohn (Lohngruppe 5), sondern ein Festbetrag.

3.3Dieser Festbetrag wird immer entsprechend den vereinbarten Erhöhungen der Löhne angehoben. Zu diesen Erhöhungen gehört auch der Lohnausgleich.

3.4Sollten unterschiedliche Erhöhungen je Lohngruppe vorgenommen werden, so ist immer die höchste Erhöhung für die Erschwernis- und Gefahrenzulagen in Anrechnung zu bringen. Werden Festbeträge vereinbart, so sind diese entsprechend in Prozent als Erhöhungssätze umzurechnen.

3.5Ausgangsgröße für die weitere Berechnung der Erschwernis- und Gefahrenzulagen ist der im Lohnabkommen vom 08.03.1995 errechnete Betrag ab 01.10.1995 von DM 24,14 für Nordwürttemberg/Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern; DM 22,96 für Südbaden.

Auf dieser Grundlage sind folgende Erhöhungen vereinbart worden: - ab 01.01.2010 + 2,0 %, - ab 01.10.2010 + 1,0 % (Vom 01.04.2009 bis 31.12.2009 gelten die Erschwernis- und Gefahrenzulagen vom 26.02.2007.)

3.6Entsprechend dem "Tarifvertrag über Erschwernis- und Gefahrenzulagen" vom 7. Mai 1973 ergeben sich daraus folgende Beträge als Zulagen:

3.6.1 Nordwürttemberg/Nordbaden, ab 01.01.2010 Südwürttemberg-Hohenzollern bis 30.09.2010 + 2,0 %

12,5 % von 15,36 je Stunde 1,92 täglich aber mindestens 15,36

18,75 % von 15,36 je Stunde 2,88 täglich aber mindestens 15,36

25 % von 15,36 je Stunde 3,84 täglich aber mindestens 15,36

75 % von 15,36 je Stunde 11,52 täglich aber mindestens 15,36

200 % von 15,36 je Stunde 30,72 täglich aber mindestens 150 % 23,04

ab 01.10.2010 bis 31.03.2011

+ 1,0 %

12,5 % von 15,51 je Stunde 1,94 täglich aber mindestens 15,51

18,75 % von 15,51 je Stunde 2,91 täglich aber mindestens 15,51

25 % von 15,51 je Stunde 3,88 täglich aber mindestens 15,51

75 % von 15,51 je Stunde 11,63 täglich aber mindestens 15,51

200 % von 15,51 je Stunde 31,02 täglich aber mindestens 150 % 23,27

3.6.2 Südbaden ab 01.01.2010 bis 30.09.2010

+ 2,0 %

12,5 % von 14,62 1,83

18,75 % von 14,62 2,74

25 % von 14,62 3,66

75 % von 14,62 10,97

100 % von 14,62 14,62

150 % von 14,62 21,93

200 % von 14,62 29,24

ab 01.10.2010 bis 31.03.2011

+ 1,0 %

12,5 % von 14,77 1,85

18,75 % von 14,77 2,77

25 % von 14,77 3,69

75 % von 14,77 11,08

100 % von 14,77 14,77

150 % von 14,77 22,16

200 % von 14,77 29,54

§ 4 Inkrafttreten und Kündigung

4.1Dieses Lohnabkommen tritt am 1. April 2009 in Kraft.

4.2Es ersetzt das Lohnabkommen vom 26. Februar 2007.

4.3Es kann mit einer Frist von vier Wochen auf Monatsende, erstmals zum 31. März 2011, gekündigt werden.

Stuttgart, 07. Juli 2009

Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung Baden-Württemberg e. V.

Josef Oswald Jürgen Meyer

Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung Baden-Württemberg

Jörg Hofmann Sabine Zach

Berechtigung fehlt

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Meta

Thema:
Gebäudeausrüstung
Datum:
07.07.2009
Schlagworte
Gebäude, Lohnabkommen, industriell, technisch