Tarifvertrag

für gesamtes Bundesgebiet

Auslösungssätze Sanitär-Heizung-Klima für Baden-Württemberg

Zwischen dem

Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg

und der

Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung Baden-Württemberg

wird folgender Tarifvertrag über

vereinbart: Auslösungssätze

§ 1 Geltungsbereich

1.1Dieser Tarifvertrag gilt

1.1.1 räumlich: für den Regierungsbezirk Südbaden des Landes Baden-Württemberg nach dem Stand vor dem 31. Dezember 1971;

1.1.2 fachlich: für alle Betriebe, die selbst oder deren Inhaber Mitglied des obengenannten Arbeitgeberverbandes sind;

1.1.3 persönlich: für alle gewerblichen Arbeiter/Arbeiterinnen einschließlich der Nichtmetallarbeiter/-arbeiterinnen, die Mitglied der Industriegewerkschaft Metall sind.

§ 2 Zonenbegrenzung

2.1.1 ab 01.05.2002 bis 30.04.2004

Zone 1a: 0 - 3 km je Arbeitstag 0,00 Die Zonen 1b und 1c gelten ausschließlich für das Stadtgebiet Freiburg Zone 1b: Am Betriebssitz in der Entfernung über 3 km (Luftlinie) von der Stadtmitte Freiburg, Bertholdsbrunnen aus je Arbeitstag 3,00

_______________________________________________________________ Rechtsanspruch auf diesen Tarifvertrag haben nur Mitglieder der IG Metall Mitglied werden: http://www.bw.igm.de

Zone 1c: Für das Stadtgebiet Freiburg-Littenweiler, von der Endhaltestelle der Staßenbahn an; Freiburg-Günterstal, Freiburg-St. Georgen, von der Blumenstraße südwestlich, Freiburg-Zähringen, östlich der Bahnlinie Basel-Karlsruhe je Arbeitstag 5,70

Zone 2: über 3 - 5 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 5,70

Zone 3: über 5 - 8 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 7,60

Zone 4: über 8 - 12 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 9,90

Zone 5: über 12 - 15 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 12,00

Zone 6: über 15 - 20 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 12,60

Zone 7: über 20 - 30 km - zuzügl. Fahrgeld je Arbeitstag 18,00

Zone 8: über 30 km oder bei Übernachtung (auch unter 30 km) je Kalendertag 35,50

2.2.1 Für die Zonen 1b und 1c sind die Entfernungen zur Montagestelle nach der Luftlinie festzulegen.

2.2.2 Für die Zonen 2 bis 8 sind die Entfernungen vom Betrieb zur Montagestelle nach Straßen- und/oder Eisenbahnkilometern festzulegen.

2.3Die Auslösungssätze betragen 75 v.H., wenn angemessene freie Unterkunft gewährt wird, 50 v.H., wenn angemessene freie Verpflegung gewährt wird, und 25 v.H., wenn beides gewährt wird.

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2.4Bei Montage- und Reparaturarbeiten sowie an Reisetagen wird für die ersten Stunden die halbe Zulage, über 5 Stunden die ganze Zulage bezahlt.

2.5Die Auslösungen der Zone 1 bis 7 werden nur für den Arbeitstag bezahlt. Dagegen wir die Auslösung der Zone 8 auch dort, wo die 5-Tage-Woche im Betrieb eingeführt ist, für 7 Tage je Kalenderwoche bezahlt. Bei täglicher Heimfahrt wird die Auslösung nach Zone 8 nur für Arbeitstage bezahlt.

§ 3 Fahrgeld

3.1Die Fahrgelder werden nur auf Nachweis vergütet.

3.2Das Fahrgeld von der Wohnung zur Betriebswerkstätte hat der Arbeitnehmer selbst zu tragen.

3.3Das Fahrgeld für Arbeiten (auch in der Zone 1a), die von der Betriebswerkstätte aus vorgenommen werden, wird in der jeweils entstandenen Höhe, von der Betriebswerkstätte aus gerechnet, erstattet. Bei Montagen in Zone 8 ist das Fahrgeld nur für die erstmalige Hinfahrt und die letzte Rückfahrt zu vergüten.

3.4Für die Fahrgeldberechnung in allen anderen Fällen ist der Betrieb zugrunde zu legen.

3.5Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die billigste Fahrmöglichkeit zu benutzen (z. B. bei länger dauernden Montagen durch Lösung von Teilmonatskarten, verbilligten Rückfahrkarten usw.).

3.6Hat der Arbeitnehmer eine verbilligte Fahrmöglichkeit in Anspruch genommen (Teilmonatskarte oder Wochenkarte) und wird er auf Anweisung der Firma von der Arbeitsstelle vorzeitig abberufen, so hat die Firma den vollen Kostenbetrag für die verbilligte Fahrmöglichkeit zu erstatten.

3.7Bei der Benutzung von eigenen Fahrzeugen wird an den Arbeitnehmer zur Fahrt auf die Baustelle und zurück das Fahrgeld ersetzt, das zur Erreichung der Baustelle bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel hätte aufgewendet werden müssen.

_______________________________________________________________ Rechtsanspruch auf diesen Tarifvertrag haben nur Mitglieder der IG Metall Mitglied werden: http://www.bw.igm.de

§ 4 Wegezeit

4.1Die Wegezeit von und zur Baustelle wird für die Zonen 1 bis 7 und für die tägliche Heimfahrt in Zone 8 nicht vergütet.

4.2Die betrieblich festgelegte Arbeitszeit auf der Baustelle ist einzuhalten. Bei Montagen in Zone 8 ist die Wegezeit für die erstmalige Hinfahrt und die letzte Rückfahrt zu vergüten.

§ 5 Besondere Verhältnisse

Bei besonders gelagerten Verhältnissen, wie auch an fernen Plätzen, unterliegen die Auslösungen und erforderlichenfalls die Fahrtkosten freier Vereinbarung, wenn notwendig mit Zustimmung der Betriebsvertretung.

§ 6 Inkrafttreten und Kündigung

6.1Dieser Tarifvertrag tritt am 1. Mai 2002 in Kraft.

6.2Durch diesen Tarifvertrag wird der Tarifvertrag über Auslösungssätze vom 8. November 2000 ungültig.

6.3Dieser Tarifvertrag kann mit monatlicher Frist zum Monatsende, erstmals zum 30. April 2004, ganz oder teilweise, gekündigt werden.

Stuttgart, 7. November 2002

Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg

Weller Dr. Klein

Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung Baden-Württemberg

Berthold Huber Viktor Paszehr

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Berechtigung fehlt

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Meta

Thema:
Gebäudeausrüstung
Datum:
07.11.2002
Schlagworte
Auslösungssätze, Heizung, Klima, Sanitär, Tarifvertrag