Tarifvertrag

für gesamtes Bundesgebiet

Tarifvertrag für Auszubildende der Bekleidungsindustrie für Baden-Württemberg

Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg

Tarifvertrag für Auszubildende der Bekleidungsindustrie Baden-Württemberg

Abschluss: 10.03.2009 Gültig ab: 01.03.2009 Kündbar zum: 28.02.2011 Frist: 2 Monate

_______________________________________________________________ Rechtsanspruch auf diesen Tarifvertrag haben nur Mitglieder der IG Metall Mitglied werden: http://www.bw.igm.de

Zwischen dem

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie - Südwesttextil - e.V., Stuttgart,

und der

IG Metall, Bezirksleitung Baden-Württemberg, Bezirk Baden-Württemberg, Stuttgart,

wird das Verhandlungsergebnis Bekleidungsindustrie vom 10. März 2009 übernommen und folgende Vereinbarung für

AUSZUBILDENDE

in der Bekleidungsindustrie abgeschlossen:

§ 1

Dieser Tarifvertrag gilt:

räumlich: Für das Land Baden-Württemberg und den bayerischen Kreis Lindau.

fachlich: Für alle Betriebe und Betriebsabteilungen, in denen Bekleidung industriell hergestellt wird.

persönlich: Für alle kaufmännisch, technisch und gewerblich Auszubildenden. Auszubildender ist, wer aufgrund eines Ausbildungsvertrages ausgebildet wird.

§ 2

1. Auszubildende erhalten eine Vergütung. Die Vergütung für den laufenden Monat ist spätestens am letzten Werktag des Monats zu zahlen.

2. Die Vergütung beträgt ab dem 1. März 2009 monatlich brutto:

Euro im 1. Ausbildungsjahr 578,00 im 2. Ausbildungsjahr 646,00 im 3. Ausbildungsjahr 742,00

Ab 1. Januar 2010 monatlich brutto:

Euro im 1. Ausbildungsjahr 607,00 im 2. Ausbildungsjahr 676,00 im 3. Ausbildungsjahr 773,00

Auszubildende, deren Berufsausbildungsvertrag nach Vollendung des 18. Lebensjahres beginnt, erhalten zu diesen Sätzen eine Zulage von Euro 18 brutto.

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3. Wird ein erfolgreicher Fachschulbesuch oder eine Vorbildung auf die Ausbildungszeit angerechnet, so gilt für die Höhe der Vergütung der Zeitraum, um den die Ausbildungszeit verkürzt wird, als geleistete Ausbildungszeit. Wird die nach dem Berufsausbildungsvertrag festgelegte Ausbildungszeit aus Gründen, die in der Person des Auszubildenden liegen, verlängert, so ist während des Zeitraumes der Verlängerung die Vergütung des letzten Ausbildungsjahres zu zahlen.

4. Nach Abschluss der Ausbildungszeit, entsprechend dem Ausbildungsvertrag oder nach bestandener Abschlussprüfung, ist dem Ausgebildeten die seiner Tätigkeit entsprechende tarifliche Vergütung zu zahlen. Das gilt auch bei vorzeitiger Zulassung nach § 45 des Berufsbildungsgesetzes.

§ 3

Leistet ein Auszubildender Mehrarbeit, so ist jede über die gesetzliche oder tarifliche Wochenarbeitszeit hinausgehende Arbeitsstunde besonders zu vergüten. Die Mehrarbeitsvergütung beträgt je Mehrarbeitsstunde 1/100 der Vergütung.

§ 4

Für die infolge des Besuchs der Berufsschule ausfallende Arbeitszeit ist die Vergütung weiterzuzahlen.

Auszubildende haben 1) im Krankheitsfall Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach Maßgabe der tariflichen Regelung für

gewerbliche Arbeitnehmer bis zur Dauer von 6 Wochen, wenn die Krankheit auf einem Betriebsunfall beruht, bis zur Dauer von 12 Wochen, jedoch nicht über die Beendigung des Ausbildungsvertrages hinaus,

2) bei einem Arbeitsausfall aus nicht in der Person liegenden Gründen

3) und bei einer unverschuldeten Arbeitsverhinderung aus sonstigen in ihrer Person liegenden Gründen, einen Vergütungsanspruch bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht über die Beendigung des Ausbildungsvertrages hinaus.

Für notwendig werdenden Ausfall von regelmäßiger täglicher Arbeitszeit wird nach den manteltarifvertraglichen Bestimmungen Freizeit gewährt.

Sind die Voraussetzungen für die Fortzahlung der Vergütung nicht gegeben, so kann für jede ausgefallene Arbeitsstunde ein Abzug erfolgen, errechnet aus der monatlichen Vergütung geteilt durch das 4,25-fache der Wochenarbeitszeit.

§ 5

Arbeitszeit und Urlaub der Auszubildenden richten sich nach den gesetzlichen und tarifvertraglichen Bestimmungen.

§ 6

Übertarifliche Zulagen werden durch dieses Abkommen nicht berührt.

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§ 7

Die vorstehende Vereinbarung tritt mit Wirkung vom 1. März 2009 in Kraft. Sie gilt auf unbestimmte Zeit und kann schriftlich mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende, erstmals zum 28. Februar 2011, gekündigt werden.

Stuttgart, 10. März 2009

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie - Südwesttextil - e.V. Industriegewerkschaft Metall Bezirk Baden-Württemberg Bezirksleitung Baden-Württemberg

gez. Dr. Markus H. Ostrop gez. Jörg Hofmann

gez. Monika Lersmacher

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Berechtigung fehlt

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Meta

Thema:
Bekleidungs- und Textilindustrie
Datum:
10.03.2009
Schlagworte
Azubi, Bekleidung, Tarifvertrag