§ 2 Heimatvertriebener - BVFG

Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge

Heimatvertriebener BVFG - Heimatvertriebener

(1) Heimatvertriebener ist ein Vertriebener, der am 31. Dezember 1937 oder bereits einmal vorher seinen Wohnsitz in dem Gebiet desjenigen Staates hatte, aus dem er vertrieben worden ist (Vertreibungsgebiet), und dieses Gebiet vor dem 1. Januar 1993 verlassen hat; die Gesamtheit der in § 1 Abs. 1 genannten Gebiete, die am 1. Januar 1914 zum Deutschen Reich oder zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie oder zu einem späteren Zeitpunkt zu Polen, zu Estland, zu Lettland oder zu Litauen gehört haben, gilt als einheitliches Vertreibungsgebiet.

(2) Als Heimatvertriebener gilt auch ein vertriebener Ehegatte oder Abkömmling, der die Vertreibungsgebiete vor dem 1. Januar 1993 verlassen hat, wenn der andere Ehegatte oder bei Abkömmlingen ein Elternteil am 31. Dezember 1937 oder bereits einmal vorher seinen Wohnsitz im Vertreibungsgebiet (Absatz 1) gehabt hat.

Jur. Abkürzung
BVFG
Pub. Abkürzung
BVFG
Kurztitel
Bundesvertriebenengesetz
Langtitel
Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge
Veröffentlicht
19.05.1953
Standangaben
Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 10.8.2007 I 1902;
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 10 G v. 20.11.2015 I 2010
Fundstellen
1953, 201: BGBl I