AuslVerbindlG

Gesetz über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Ausland

Gesetz über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Ausland

Eingangsformel

Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

§ 2

(1) Es wird eine Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden errichtet. Die Konversionskasse ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts; sie steht unter Aufsicht des Bundesministers der Finanzen ... . Der Bundesminister der Finanzen bestellt die verantwortlichen Organe.

(2) Die übrigen Rechtsverhältnisse der Konversionskasse regelt die Satzung, die der Bundesminister der Finanzen feststellt.

(3) Von den Steuern, die das Reich, die Länder und die Gemeinden (Gemeindeverbände) vom Einkommen, vom Vermögen sowie vom Gewerbebetrieb erheben, ist die Konversionskasse befreit.

§ 3

Die eingezahlten Beträge ... werden den ausländischen Gläubigern gutgeschrieben. Die Ansprüche der Gläubiger aus der Gutschrift bestimmen sich nach Grundsätzen, die in der Satzung der Konversionskasse festgelegt werden. ...

§ 7

(1) Die Reichsregierung erläßt die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften. ...

(2)

§ 8

Das Gesetz tritt am 1. Juli 1933 in Kraft; ... .

Jur. Abkürzung
AuslVerbindlG
Langtitel
Gesetz über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Ausland
Veröffentlicht
09.06.1933
Standangaben
Stand: Geändert durch Art. 4 G v. 18.3.1975 I 705
Fundstellen
1933, 349: RGBl I